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...angefacht

Veröffentlicht am 30.05.2019

Ein herrlicher Anblick, die letzten Maiwolken dieses Jahres quellen in meine Augen, vor einem sonnigen, blauen Himmel. Ich schließe die Augen und lasse die Sonne mein Gesicht wärmen - alles so wie es sein soll. Das saubere Weiss, Blau und Warm des Himmels mischen sich mit dem Rauschen des Bachs und dem Frisch der Luft. Ich schaue in den Kalender - es ist der erste Juni;-)

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Veröffentlicht am 30.05.2019

Gefühlte Zeit ist echte Zeit. Das, was wirklich passiert, findet in der gefühlten Zeit statt. Echtzeit ist ein monoton getaktetes Nebengeräusch, ohne Bedeutung und ohne einen echten Bezug zu den Geschehnissen, die mit Empfindungen verbunden sind. Echtzeit verzerrt und zwingt weg vom echten Empfinden. Sie presst eine Begebenheit und ihre Empfindung in eine Portion und wenn diese Begebenheit da nicht rein passt, dann wird alles auf den Kopf gestellt, damit es in die Taktung passt - der Taktung wegen... ...und das Echte bleibt dabei natürlich auf der Strecke... ...aber die wirkliche, echte Zeit ist das Gefühl, das man hat, wenn etwas passiert, das mit einem in Verbindung steht.

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Veröffentlicht am 29.05.2019

Die linke Hand ist Silber. Die rechte Hand ist etwas Gold. Das Silber wiegt genau so viel wie es wiegen soll und umschließt mein Handgelenk für immer. Ich kann das Silber schmecken und manchmal fühlt es sich so an, als sei der Mund voll davon. Es war sehr wichtig sich das Silber nicht nur vorzustellen, denn nun fließt das Silber um mich herum, ist geschmeidig und manchmal flüssig. Flüssiges Silber hebt mich etwas an und sein Gewicht hält mich fest, sein Glanz und sein Scheinen sind warm und die linke Hand ist genau die richtige dafür - wie du und für immer.

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Veröffentlicht am 22.05.2019

Er stand da und fragte sich, wohin das ganz Wasser floss, das den Fluss runter kam. Woher das Wasser kam, war ihm einigermaßen klar, aber wohin es weitertrieb - keine Ahnung?!X So viel Wasser, jeden Tag und jede Nacht, immer und ununterbrochen... ...irgendwo musste es sich doch sammeln und dieses Becken oder was auch immer es war, müsste sich doch immer mehr füllen und steigen?!X 

Man lebt an einem Fluss, in dem das Wasser jeden Tag fließt, doch man hat keine Ahnung wohin es fliesst und ob es je aufhört zu fließen, weil es dort nicht mehr weiter geht. Man ist so nah dran am Wasser und hat keinen blassen Schimmer, wie es damit weiter geht und was damit passiert.

Er sah weiter den Fluss hinunter und zum ersten Mal nahm er bewusst wahr, dass der Fluss einen Lauf hatte, den man ja eigentlich erkunden konnte. Es gab keinerlei Hindernisse dies zu tun, denn das Wasser bahnte sich einen Weg, dem man folgen konnte. Einfach einen Fuß vor den anderen setzen und sich von der Stelle entfernen, an der man sein ganzes Leben verbracht hatte. Mit diesem Gedanken schaute er bis zur Biegung, die der Lauf einige Kilometer weiter unten nach rechts nahm. Nur bis zu dieser Biegung, nur mal schauen, sein Zuhause immer noch im Blick und wenn es ihm dann nicht behagen würde, könnte er wieder umdrehen und zurück und wenn es ihm doch gefallen würde, würde er vielleicht herausfinden wohin das ganze Wasser fließt und wie dieser Ort wohl aussehen mag, den er sich überhaupt nicht vorstellen konnte. Er musste nur diese  paar Kilometer den Fluss hinunter und schon da würde er wissen wie es für ihn weitergeht...

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Veröffentlicht am 22.05.2019

Man fragt sich: wie kommt Leben auf furchtbar weit entlegene Inseln im Pazifik, die manchmal nicht größer sind als ein Nichts inmitten vom Nirgendwo. Palmen, Echsen, Vögel, Leben, das dort eigentlich nicht sein dürfte, weil diese kleinen Sandbänke viel zu weit weg sind von den Ursprungsorten dieser Lebensformen. Es ist unerklärbar, wie dieses Leben solche Entfernungen überleben konnte, doch das tut nichts zur Sache, denn es ist dort.

Wie kommt das Leben auf die Erde, auf dieses Staubkorn, inmitten vom großen Nirgendwo, das um einen großen Feuerball kreist. Es ist uns nicht klar, doch auch das tut nichts zur Sache, denn es ist da. Vielleicht treibt das Leben ja die ganze Zeit mitten im Nirgendwo umher, bis sich eine kleine Sandbank bildet, auf der es sich niederlassen kann - ein Staubkorn reicht da vielleicht schon aus um sich anzusiedeln und um daraus seine Heimat zu machen.

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Veröffentlicht am 20.05.2019

Wenn ich das so sehe, dann denke ich mir, dass das nicht dort ist, wo ich bin und wo ich lebe, sondern ich denke, dass es wo anders ist, irgendwo, wo ich gerne wäre. Es ist aber dort wo ich bin und es ist so wunderschön, dass ich erst lernen muss zu begreifen, dass ich dort bin, wo ich gerne wäre.

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Veröffentlicht am 20.05.2019

Man muss wollen, dass es einem gut geht und es sich von ganzem Herzen wünschen, denn Krisen stecken in den Herzen, wenn sie nicht gerade von höheren Gewalten herrühren. Es fängt alles damit an, dass man es sich einfach nur wünschen muss, dass es wieder besser wird.

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Veröffentlicht am 20.05.2019

Früher wollten alle weg, heute sind alle angekommen - in den eigenen vier Wänden, auf der Arbeit, im Auto, in der Starre des Glaubens daran, dass alles schon gewesen ist, was hätte sein müssen... ...keine Reisen mehr, keine Entdeckungen, keine Lust.

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Veröffentlicht am 20.05.2019

Niemand hat ein reines Herz, jedes Herz ist irgendwie verunreinigt, hat Kratzer im Lack, Dellen oder Narben - es gibt keine Ausnahmen. Herzen können nicht rein bleiben, aber sie können den Dreck, der sich immer wieder darin ansammelt hinausbefördern und ihre Kammern säubern, sich wieder frei machen von Sedimenten, die dort nicht hingehören. Das kostet ein bisschen was, aber das ist es wert.

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Veröffentlicht am 20.05.2019

Ich hatte früher sehr wenige Dinge. Ich besaß kaum ein Ding, mir gehörte fast nichts. Deswegen haben Dinge angefangen einen hohen Stellenwert einzunehmen. Dinge wurden wertvoll. Dinge wurden behütet, beschützt, gepflegt und am Leben erhalten. Kratzer, Falten oder sonstige Abnutzungskatastrophen wurden verhindert. Abnutzung an sich durfte es nicht geben. Die Dinge wurden mit hohem Aufwand konserviert wie Mumien vergöttert, während sie trotzdem mit jedem Tag ihren Glanz, ihre Farben und schließlich auch ihr eigentliches, gesamtes Wesen einbüßten. Und so wurden die Dinge wertvoller als Lebendiges, als das was viele Dinge erschafft. Dann haben sich die Dinge vermehrt und haben nach und nach viel von ihrem Wert verloren. Tiere haben überhaupt keine Dinge, sie besitzen gar nichts. Dinge machen einen verrückt, weil wenn man zu wenig von ihnen hat, man anfängt sie wertvoller zu machen als sie in Wahrheit sind, weil wenn man zu viel von ihnen hat, man die Orientierung verliert. Dinge können sehr schön sein und einem das Gefühl geben, dass man etwas besitzt, das einen zu dem macht, der man gerne wäre und dass man über etwas verfügt, das am liebsten kein Ding wäre, sondern ein Teil von einem.

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