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...angefacht

Veröffentlicht am 22.05.2019

Er stand da und fragte sich, wohin das ganz Wasser floss, das den Fluss runter kam. Woher das Wasser kam, war ihm einigermaßen klar, aber wohin es weitertrieb - keine Ahnung?!X So viel Wasser, jeden Tag und jede Nacht, immer und ununterbrochen... ...irgendwo musste es sich doch sammeln und dieses Becken oder was auch immer es war, müsste sich doch immer mehr füllen und steigen?!X 

Man lebt an einem Fluss, in dem das Wasser jeden Tag fließt, doch man hat keine Ahnung wohin es fliesst und ob es je aufhört zu fließen, weil es dort nicht mehr weiter geht. Man ist so nah dran am Wasser und hat keinen blassen Schimmer, wie es damit weiter geht und was damit passiert.

Er sah weiter den Fluss hinunter und zum ersten Mal nahm er bewusst wahr, dass der Fluss einen Lauf hatte, den man ja eigentlich erkunden konnte. Es gab keinerlei Hindernisse dies zu tun, denn das Wasser bahnte sich einen Weg, dem man folgen konnte. Einfach einen Fuß vor den anderen setzen und sich von der Stelle entfernen, an der man sein ganzes Leben verbracht hatte. Mit diesem Gedanken schaute er bis zur Biegung, die der Lauf einige Kilometer weiter unten nach rechts nahm. Nur bis zu dieser Biegung, nur mal schauen, sein Zuhause immer noch im Blick und wenn es ihm dann nicht behagen würde, könnte er wieder umdrehen und zurück und wenn es ihm doch gefallen würde, würde er vielleicht herausfinden wohin das ganze Wasser fließt und wie dieser Ort wohl aussehen mag, den er sich überhaupt nicht vorstellen konnte. Er musste nur diese  paar Kilometer den Fluss hinunter und schon da würde er wissen wie es für ihn weitergeht...