Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

2019 ...angefacht

Veröffentlicht am 15.05.2019

14.05.2019

Ich wohne in Bayern an einem Japanischen Fluss. Dieser Fluss hat einen Flussgeist, den ich versuche rein und sauber zu halten...

...Er ist zwar nicht allzu dreckig, aber die Leute schmeißen dennoch recht viel Zeug da rein, das da nicht reingehört,

Jedes Jahr, wenn es wärmer wird, kann ich es kaum abwarten die Bierkrüge, Plastiktüten, Glasflaschen, Angelschnüre und Angelhaken aus dem Wasser zu holen, damit der Flussgeist wieder frei atmen kann. Ich denke dabei immer an Chihiros Reise ins Zauberland und wie sie das Fahrrad aus dem Flussgeist zieht und der ganze Schlamm und Dreck sich über sie ergießt und wie der Flussgeist sich dann wieder frei und sauber fühlt. Ich habe auch schon ein Fahrrad aus dem Fluss geholt und es zum Wertstoffhof gebracht. Dieser kleine Abschnitt an dem ich lebe, ist mein Fluss und ich habe das Gefühl, dass wenn ich diesen Abschnitt sauber halte, dass dann der ganze Fluss sauber ist.

 

13.05.2019

„Ich habe Pläne...“

„Was für Pläne?!X“

„Für danach...“

„Wonach?!X

„Für das nächste Leben!“

Sie hörte auf den Tisch abzuwischen, kniff die Augen ganz fest zusammen und rieb sie mit Zeigefinger und Daumen, so als hätte sie ganz starke Kopfschmerzen, dabei hatte sie überhaupt keine Schmerzen, es war einfach eine Vollbremsung mit der sie nicht gerechnet hatte, obwohl sie von ihm so einiges schon gewöhnt war.

Sie fragte nicht, sie schaute ihn einfach nur an mit zusammengekniffenen Augen, so als würde sie in die Sonne schauen.

„Nun, es ist ganz einfach..:“

Sie zog die Augenbrauen hoch und schaute dabei als wolle sie das Feuerwerk, das jetzt käme zwar sehen, das Gedröhne aber nicht hören. Doch da sie schaute, nahm er an sie wolle es wissen.

„Es ist ganz einfach, jedoch mit einer Prise Raffinesse. Man muss es nur wollen, ganz stark und vom ganzem Herzen wollen und es sich wünschen, denn das mit dem „ja, ich will“ kann auch für das nächste Leben funktionieren!!!“

Sie war einfach zu geschafft um das Ganze rechtzeitig abzubrechen - zu langsam, zu müde vom Tag...

„Was?!X...“

Wenn du willst, dass wir uns auch im nächsten Leben wiederfinden, dann musst du es dir jetzt schon wünschen und wollen, denn die Erinnerung an das hier stirbt mit dem Übertritt, der Wunsch bleibt jedoch als eine Art unerklärliche Triebfeder, oder als so etwas wie ein ganz großer innerer Wunsch zu suchen nach etwas oder nach jemandem, der einen vollkommen macht und genau das lässt dich und mich, lässt uns nach einander suchen...“

Würde die Müdigkeit siegen?!X Die Müdigkeit und der Schwindel, den ihr diese unerwartete, wie sollte sie das nennen?!X... ihr fiel gerade kein passendes Wort dafür ein... - ...immerhin, es war sehr lieb von ihm, dass er soweit voraus dachte und dass er ganz offenbar noch ein mal wollte...

Sie war zu müde um sich zu wehren und alles, was sie noch wahrnehmen konnte war ihre innere Stimme, die sie einfach überrumpelte und ihr diesen eine Satz einfach aufzwang.

„Und, was denkst du?!X“

Das Feuerwerk war vorbei und das Grollen hallte diesmal festlich und feierlich in ihren Ohren nach. Irgendwie war es ihm diesmal gelungen ihre Müdigkeit in ein inneres Lächeln zu verwandeln und dieser eine, so oft schon verwendete Satz schwappte über und mündete in einer Umarmung.

 

03.05.2019

...und plötzlich ist es der Herbst, den ich am liebsten mag, am liebsten von allen Jahreszeiten, auch wenn er im Frühling kommt, ist es der Herbst, der mich am meisten packt, die Nase und die Lunge frei pustet und die Lust am Leben weckt.

 

13.04.2019

Wir haben keinen Sonntag mehr und auch keinen Samstag. Der Montag und der Rest der Woche sind verschwunden. Wir gehen jetzt morgens laufen, ganz früh und wir freuen uns nun auf jeden nächsten Tag. Die Natur lebt jetzt nicht mehr draußen, vor der Haustür, außerhalb unseres Hauses, wir leben jetzt draußen mit der Natur und die Frische bleibt den ganzen Tag in unseren Lungen, in unserem Blut und belebt unseren Geist. Wir sehen jetzt, dass es kein Wochenende gibt und auch keine Woche - es gibt den Tag und all das, was am Tag passiert und dann gibt es den nächsten Tag, von dem man nicht weiß, was er bringt. So lebt es sich, wenn man lebt...

 

10.04.2019

Mein neues Leben, ohne Infarkt - täglich - frische Luft, so dass die Augen wieder sehen und das Herz wieder atmen kann. Kein Stau mehr, keine verstopften Gedanken. Endlich frei im eigenen Leben. Jeden Tag ein Infarkt, das ist vorbei. Jeden Tag der gleiche Infarkt um die immer gleichen Uhrzeiten, immer gleichen Menschen, immer gleichen Straßen, die immer gleiche Medizin, die keine ist, der immer gleiche Druck aufs Herz, der Krampf, der jeden Tag darauf wartet erlebt zu werden - vorbei. Gefühl in den Händen, Luft in der Brust und Leichtigkeit auf den Schultern... ...mein neues Leben als Leben - lebendig und wertvoll, wieder vollmundig. Bewegung statt Vollgas in der Trägheit des Staus. Blutstau, Verkehrsstau, Herzstau, Herz... ...tot. Herz lebt, Blut fließt, ich lebe und bin froh um meine zweite Chance und um mein neues Leben.

 

10.04.2019

Ich dachte immer kalt ist kalt, aber kalt ist gar nicht kalt, kalt ist frisch. Kalt ist eine Frage der Ansicht. Frostig ist kalt, aber kalt ist nicht kalt. Kalt ist klar, deutlich und fokussiert, nicht zerfahren und gereizt wie bei heiß. Kalt ist gesund, gesünder als warm. Kalt ist lebendig, weil die Kälte dir sagt: beweg dich, damit dir warm wird oder bleib ruhig und lass die Kälte dich erfrischen.

 

20.03.2019

Endlich alt. Endlich graue Haare und ein Lächeln auf dem Herzen. Kein Karussell mehr, sondern Schwingen im Toleranzbereich der Balance. Schwingen können, Musik oder zumindest Töne auf den Saiten, die man spielt und nur so weites Entfernen von der Mitte, dass man sich noch gut festhalten kann, wenn man mal abrutscht. Keine Lust mehr auf ein Auffangnetz, weil man damit nur an den Abgrund denkt, der unter einem liegt. Ganz nah an der Mitte im eigens erzeugten Schwingungsbereich.

 

19.03.2019

Immer wieder neue Menschen, neue Augen, neue Herzen, die die Welt immer wieder neu entdecken. Immer wieder neue Welt für neue Menschen, die die Welt noch nicht gesehen, deren Herzen noch nicht berührt und deren Leben noch nicht gelebt - nehmen die Welt mit, wie sie sie erlebt - neu und immer wieder zum ersten Mal.

 

10.03.2019

Die Stadt unter meinen Füßen, die Stadt unter meinen Schuhen. Die Füße schmerzen nach den vielen Stunden. Die Stadt ist hart und irgendwann werden auch die Beine schwer. Ich spüre die Schuhe nicht mehr, ich laufe nur noch schnell nach Hause, nachdem ich bis zu meiner Hüfte und hinauf bis in den Rücken im Hart der Stadt fast stecken geblieben bin. Ich schaffe es natürlich und ich weiß, dass ich es wieder tun werde. Die Stadt wird nicht weicher, aber vielleicht werde ich eines Tages etwas schlauer.

 

10.03.2019

Aus der Mütze in die Hose, aus der Hand in den Mund, aus dem Mund in die Hand und wieder zurück in die Luft bis zum nächsten Traumfänger, bis zum nächsten Ohr und der nächsten Hand. So ernährt uns die Luft, so ernährt uns die Mütze.

 

07.03.2019

Ich bin aufgegangen in meinem Tag. Mein Tag ist mein Tun und ich habe sehr viel zu tun. Ich habe keine Zeit mehr um mir Gedanken zu machen, ich habe zu tun. Ich habe mehr zu tun als ich erledigen kann, Gott sei Dank, sonst würde mein Tag nicht aufgehen.

 

06.03.2019

So viel Menschenhirn und trotzdem hat es so lange gedauert bis wir gelernt haben zu fliegen. So wenig Vogelhirn und so viel Leichtigkeit und Selbstverständnis beim Fliegen... Die Überdominanz des Hirns und seine Größe... vielleicht wird das Hirn ja kleiner, wenn es fähiger wird, wie bei den Speicherkarten, von groß und unfähig zu klein und leistungsstark. Wir und unser Hirn... ...auf die Größe kommt es schon an, doch am Ende geht Fliegen wohl nicht mit dem Hirn.

 

04.03.2019

Wir fingen an die Filme zu Ende zu gucken, die wir abends zum Einschlafen einschalteten. Wir schliefen nicht mehr mittendrin ein und ließen den Bildschirm wie ein kaltes Kaminfeuer weiter flimmern... ...auch wenn wir müde waren, schauten wir nun wie der Film ausging, den wir uns ausgesucht hatten.

 

04.03.2019

Wir sind schon längst auf dem Mars. Das hier ist der Mars - nach dem Terraforming und nach der Kolonialisierung. Die ganze Geschichte, unsere gesamte Identität - alles erstunken und erlogen nur damit wir so lange wie möglich keinen Ärger machen. Doch nun sind wir eine Atommacht und nicht mehr so einfach zu kontrollieren und wenn wir mal rauskriegen was wirklich läuft, dann ist Schluss mit der Unterdrückung und der Ausbeutung, zumindest ist dann Schluss mit der bisherigen Einfachheit der Ausbeutung. 

Weiß ich wirklich mit 100prozentiger Sicherheit wo wir uns hier befinden?!X Hat jemand das hier wirklich mit eigenen Augen von außen gesehen, unverfälscht, nicht verzerrt durch irgendwelche Instrumente?!X Kann jemand wirklich und ehrlich behaupten, dass das alles stimmt, was wir voller Inbrunst und Überzeugung nachplappern?!X Ich nicht, ich kann das von mir nicht behaupten und wenn ich vor Gericht etwas behaupten würde, das ich nicht wirklich bezeugen kann, dann wäre das sogar strafbar!!! Doch im Hinblick darauf wer wir sind und wo wir uns hier befinden, behaupten wir eine ganze Menge ohne es je wirklich selbst bezeugt zu haben. 

Wir sind auf dem Mars. Wir haben den Mars kolonialisiert. Wir gehören zu den ersten Generationen der Erstbesiedler mit allen Schwierigkeiten, die eine solche Anfangsphase mit sich bringt. Ich bin nicht von der Erde, ich bin vom Mars und wir haben eine harte Zeit hinter uns. Ich hoffe es gelingt uns hier heimisch zu werden, denn es obliegt dem Mars, ob er uns annimmt oder abstößt. Ich hoffe wir finden einen Weg, der uns harmonisch zusammenbringt. Eine der wichtigen Voraussetzungen dafür ist aber, dass wir verstehen, wo wir hier sind, denn nur dann können wir uns auch entsprechend und angebracht verhalten und versuchen uns hier anzupassen.

Das, was wir bislang vom Mars wissen, hat mit dem echten Mars nichts zu tun. Ich weiß nicht was der rote Planet ist, den wir dauernd zu sehen bekommen, vielleicht das, was er vor dem Terraforming mal war, aber nicht das, was der Mars heute ist. Wir sind Menschen, aber wir leben auf dem Mars und wir schaffen es schon irgendwie den Mars zu unserer neuen Heimat zu machen, denn wir sind mehr als das, was wir glauben zu sein, wir sind das, was wir im Stande sind uns vorzustellen.

 

04.03.2019

Mein Name wechselt, von dem der ich bin, zu dem der ich werde. Mein Name bleibt nicht wie er mal war, er geht mit mir und verändert sich. Es mag sein, dass ich im Kerne der selbe oder zumindest der gleiche bleibe, aber vieles an mir zieht mit dem, was Einfluss auf mich übt und so bleibt mein Name nicht gleich.

 

01.03.2019

Ich kann nicht ohne den Himmel. Ich brauche die Sterne, den Mond, die Sonne und die Wolken, den freien Blick, die freie Luft. Mein Himmel darf nicht zugestellt sein mit Gebäuden, er muss sichtbar sein, auch oder besonders bei Nacht. Unser Himmel ist ein einzigartiger Schatz, den wir solange wir Leben jeden Tag bestaunen dürfen, in dem wir uns verlieren können und der uns wenn wir genau hin sehen und hinhören alles offenbart, was um uns herum passiert. Manchmal, da erinnert er uns auch einfach nur, dass es einen Himmel gibt.

 

My heaven is my sky 

It makes me dream and makes me fly

It is as wide as it is high

It makes me live before I die

 

28.02.2019

...und der Klügere gab diesmal nicht nach... Was dann geschah, war eigentlich vorhersehbar... Dem Klugen war es klar, dass es soweit kommen würde, weshalb er ja auch immer versucht hatte es zu verhindern. Der Dumme hingegen war überrascht, obwohl er alles dafür getan hatte, dass es passiert. Irgendwann war es einfach nicht mehr klug das Unausweichliche zu verhindern auf Kosten des Klugen, denn den Preis zahlt immer der Kluge auch wenn er es manchmal dadurch schafft die Welt nicht untergehen zu lassen. Und so ging die Welt an diesem Tag unter. Der Dumme wunderte sich und konnte es nicht fassen. Der Kluge ärgerte sich und war gleichzeitig froh, nicht wieder mal die ganze Arbeit allein machen zu müssen, bloß weil irgendein Vollidiot mal wieder meint, dass er sich alles erlauben kann.

Klar wäre es schöner gewesen, es hätte nur den Dummen getroffen, aber so hatte der Kluge wenigstens nicht die doppelte Arbeit.

 

25.02.2019

Wir haben losgelassen, abgelegt, das Ufer verlassen und schon bloß wenige Momente danach war uns klar, was wir getan hatten. Das Ufer noch in greifbarer Nähe, war es bereits Ewigkeiten entfernt. Ein Moment kurzer Schwerelosigkeit und des Luftanhaltens... ...würde die Luft reichen, wäre noch Luft da, wenn wir wieder atmen wollen würden?!X Ja, natürlich, die Luft wäre nicht das Problem. Die weichen Knie und der plötzliche Drang auf Klo zu müssen, die Wucht der Entscheidung und eine Art Euphorie und das alles noch in deutlicher Sichtweite des Ufers. Ja, die Luft würde reichen, das Boot würde halten - doch was wäre es, das uns Probleme bereiten würde?!X

Wir schauten nach vorn und versuchten in dem Sichtbaren, das vor uns lag all die unsichtbaren Hindernisse zu sehen, die uns die Art von Schwierigkeiten bereiten würden, auf die wir nicht vorbereitet waren.

 

17.02.2019

There is no Democracy. There is no Communism. No Capitalism and no Socialism. There is also no Economy. There are Queens and Kings and they fight - and when they loose, they die. Queens and Kings want to reign, they want power, money, jewels, the best high-tech, luxury, they wanna live long and be young, they want everything. There is no mercy among Queens and Kings, if you stumble, you get hurt, run over or you die, because there are so many others who also want to be a Queen and a King. We live under Queens and Kings and it’s not like in the fairy tales it’s more like in dictatorships. It’s just that the more successful Queens and Kings are more clever, so that their kingdoms look more like free worlds.

Queens and Kings are no good, they are selfish... „I want you to believe“ ...and the people believe... „I want you to fight“ ...and the people fight. „I want you to do“ ...and we people do. We don’t want to know, we just wanna live. We don’t want to die, that’s why we follow and hope, that everything is gonna be OK...

 

16.02.2019

„Go and find New York“ he said to me and gave me the camera. So, I took the camera and I went out onto New York’s streets and into New York’s light. It was my first time, my first New York, although I had seen it so many times before and it was not as I had expected it, not as I had seen it, but it was difficult to show it that way.

It took a couple of days. The light was still gorgeous and New York as I knew it before disappeared. There was a new being, new eyes, that looked around and looked through it. I was not a tourist, nor I had to go to my work in this town. My task in this city was to find everything that was open, everything that could be found, everything that could be seen and shown. My camera began to see it as I wanted it to be seen and it was... ...I was close to me, as close as I have not been for a very long time. I was focused on the mood - I was in and I found myself watching and seeing what happened, being eyes, that found what they were supposed to find.

Years later, I still was very grateful for the advice I received that day, because without it, I would not have found, sorry, I would not even have searched and looked for a city, that we all think we know.

 

12.02.2019

Ich atme das Mondlicht ein. Heftiges Schneetreiben zieht sich zwischen mich und den Mond, doch der Mond lässt nicht ab, er scheint, er scheint durch den Schnee und durch die Wolken, weil er eingeatmet werden will. Er sieht, dass ich ihn sehe, also scheint er durch, zu mir und so sehr der Wind und der Schnee es auch versuchen sein licht abzuschneiden, der Mond ist stärker...

 

11.02.2019

Kalte Asche fällt mir von einem Ast ins Gesicht. Es ist Vulkanasche, die alle umliegenden Bäume bedeckt. Sie sind noch alle voller Laub, doch der Vulkan hat sie alle grau gemacht. Ich schaue rauf und da fällt sie mir ins Gesicht, in den Mund und in die Augen. Ich kann erstmal nichts sehen, bis mein Vater mir die Asche aus dem Gesicht wischt. Es ist dann nicht mehr schlimm und ich kann wieder einigermaßen gut sehen, es ist nichts passiert, ich habe mich nur erschreckt.

Luis` Traum vom 10. auf den 11.02.2019 (Krankheit)

 

09.02.2019

Silberschuppen auf deiner Haut. Dünne, leichte, rieselnde Plättchen. Wie die magischen Schuppen eines Drachens in einem Japanischen Anime, nur viel kleiner und feiner. Zauberhaft, bezaubernd, Zauberei, pure Magie, denn ab jetzt trägst du dieses Silber und es gehört zu dir. Silberweißes, leichtes Licht auf deiner Haut - deine Haut unter dem Fein des Silbers. 

 

04.02.2019

Es ist die pure Machtgeilheit, die dazu führen wird, dass all die wunderbaren Erfindungen und Technologien dazu benutzt werden, dass eine Menschenart die andere versuchen wird unter ihre Kontrolle zu bringen. Es geht dabei nicht um Produktivität oder Effizienz, Leistung oder Fortschritt... ...es geht dabei um das Gefühl über einem anderen zu stehen, seinen eigenen Willen über den eines anderen zu wissen, es geht um die Sucht Kontrolle haben zu müssen und um den der irren Glauben daran, dass man sie tatsächlich erlangen kann - also um all das, was auch ohne all die Technik schon immer gegangen ist und was immer wieder dazu geführt hat, dass es letztendlich natürlich zu keiner Zeit auf Dauer funktioniert hat, weil Sonnen sich nicht zerquetschen lassen. Sie lassen sich nur soweit zusammendrücken bis ihre Dichte keinen Druck mehr verträgt. Wird dieser Punkt überschritten, explodieren sie.

 

04.02.2019

Hat man dir auch erzählt, dass wir alle gleich sind vor dem Tod?!X Wir sind nicht alle gleich vor dem Tod! Wir müssen alle sterben, aber ganz sicher sind wir nicht alle gleich. Der Tod macht schon einen Unterschied zwischen denen, die sich Mühe gemacht haben im Leben und denen, die gedacht haben, dass schon alles passt und dass wir am Ende alle gleich sind vor dem Tod.

 

04.02.2019

Du trainierst so viel, bis dein Geist und dein Körper so leicht werden wie die Luft um dich herum und bis du so schnell wirst, dass die Luft keine Widerstand mehr leistet. In diesem Zustand bist du gut, richtig gut, leicht und schnell und dein Körper ist ganz nah dran purer Wille zu sein, ohne seine Schwere und ohne seinen Widerwillen leicht sein zu können. Aufgelöst in der Leichtigkeit unseres Blickes - der Wille verbunden mit der feinen Kühle der Luft, eins mit dem Raum und der Welt. Du trainierst bis du deinen Körper los bist und bis dein Zustand zu einem luzidem Traum wird, im dem du selbst die Kraft deines Traumzustandes bist. Du trainierst um dort sein zu können und weil du das Wesen sein willst, das du bist.

 

27.01.2019

Nein, es ist nicht das selbe. Es fühlt sich nicht nur anders an, sondern es ist anders. Die Welt bei Nacht ist eine völlig andere. Ohne Licht wirken andere Kräfte, herrschen andere Gesetze. Das Wasser fließt anders, ist schwerer und bleierner, es zieht mehr an einem und lässt nicht so einfach los wie am Tag. Die Bäume greifen mehr um sich und gehen im Schutz der Dunkelheit auf Jagd nach allem, was sie kriegen können. Die Nachtluft riecht besser und der dunkle Wind ist kein Wind, sondern der Hauch eines Wesens, das jede Bewegung spürt und jeden Gedanken hört... ...und dieses Wesen, es macht die Gesetze der Nacht, es herrscht in der Nacht und entscheidet ganz alleine wie und ob es für dich weiter geht, wenn du dich herauswagst in seine gewaltige Tiefe, denn nur es kann in der Nacht sehen - dich und all die anderen, während du und all die anderen die dunkle Seite der Welt und ihre dunklen Kräfte erforschen könnt, wenn ihr genug Wagemut habt.

 

17.01.2019

Ich kann nicht hungrig bleiben wenn ich satt bin. Wenn man satt ist, hat man keinen Hunger. So zu tun als sei man hungrig, obwohl man satt ist, ist nicht normal und funktioniert auch nicht richtig. Jeder, der hungrig ist, will nicht mehr hungrig sein, will satt werden und satt bleiben, will nicht mehr alles geben, sondern möglichst viel haben und das ist es auch was diejenigen die alles haben damit meinen, wenn sie sagen: man muss hungrig bleiben. Sie meinen damit nicht den Hunger, sondern die Gier, die sie nicht zügeln können, weil sie satter sind als sie es sich je hatten vorstellen können. Die Gier nach noch mehr, obwohl nichts mehr rein geht und die Angst davor nicht wieder Hunger verspüren zu müssen, sondern einfach nur etwas weniger zu haben.

 

07.01.2019

Du kannst nicht alles schaffen, was du dir vornimmst. Du schaffst es auch nicht all deine Wünsche in die Realität umzusetzen. Alles Gute, was du versuchst zu erschaffen, all die Vorhaben Dinge zum Guten zu beeinflussen sind einfach nicht zu schaffen und es ist auch nicht das Schaffen. Manchmal ist es natürlich wichtig seine Ziele zu erreichen, wichtiger jedoch ist das Streben dorthin, das Tragen der Lasten und Aufsammeln der Scherben, der Versuch den Weg freizuhalten, denn nicht der freie Weg ist es, der uns und unsere Lieben glücklich macht, sondern die Mühe, die man sich macht, die Absicht, die man nicht aufgibt und die Wärme, die dabei entsteht, wenn sich jemand anstrengt einen Weg zu entdecken und freizulegen. Wenn man es dabei schafft die ein oder andere Stolperfalle aus dem Weg zu räumen und so die Unwegsamkeit etwas erträglicher zu machen und nicht aufgibt es jeden Tag aufs Neue weiter zu versuchen, dann ist das das Gute, das man im Sinn hatte.

 

02.01.2019

Der Grat zwischen Ex- und Implosion ist sehr, sehr schmal und manchmal wird der Zustand gar verwechselt, wie bei unserer Sonne. Auf einen Punkt zusammengedrückt, von allen Seiten fest umschlossen, ohne auch nur die geringste Möglichkeit in irgendeine Richtung zu entkommen presst der Raum Licht zu einer Kugel gleißenderer Hitze, die nur weil Raum unsichtbar ist, so wirkt, als würde sie sich frei bewegen. Sie ist alles andere als frei. Ihr Licht entsteht erst unter dem immensen Druck des Raums, der genau an dieser Stelle von allen Seiten so stark einwirkt, dass sich eine Kugel daraus formt. Es brennt so sehr, dass das Licht zur Hitze wird. So erschafft die Dunkelheit Licht, indem sie all den Tropfen Energie, die in ihr verstreut sind keinen anderen Platz lässt, als diesen einen, auf den sie so sehr drückt, das sich daraus eine Sonne entzündet. Irgendwann landet jeder Funke und jegliche Lebensenergie in diesem Punkt, der dadurch immer heller und immer größer wird. Purstes Licht, angereichert an dieser einen Stelle, die der Raum nur deshalb erlaubt, weil er das, was sich darin versammelt nicht noch weiter zusammenpressen kann, als er es ohnehin schon tut.