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2018 ...angefacht

Veröffentlicht am 15.05.2019

30.12.2018

Wie alt willst du sein, 18, 25, 45, 80?!X Wie alt bist du?!X Hast du eine Ahnung, irgendein Gefühl, einen Wunsch?!X...

...Hast du ein Alter?!X Wirst du älter, oder hast du dein Alter erreicht als du, als du gemerkt hast wie alt du bist?!X Bist du alt oder jung?!X Wenn du dir im Alter von fünf Jahren wünschst 23 zu sein, dann ist 23 ein gutes Alter für dich. Wenn du mit 20 dich wie ein Opa verhältst, dann bist du nicht 20. Es macht sich bemerkbar, entweder weil du es dir wünschst, oder weil du es spürst, wenn du es erreichst. Du kannst nicht 80 werden, wenn du 35 bist und du wirst niemals 18 sein, wenn du 63 bist. Dein Alter...?!X ...ist nicht die Zeit, die du gelebt oder noch nicht gelebt hast. Dein Alter kannst du dir nicht wünschen. Der Moment, in dem du vielleicht sogar unerwartet merkst, dass dein Horizont erreicht ist und dass du entweder glücklich darüber sein kannst, oder versuchen kannst Schritte zu machen vor bzw. zurück ist dein Alter.

 

28.11.2018

It was dark in his arms and I fell. It was cold in his eyes and I couldn’t resist. I don’t know why I could not move on. The heavy darkness swallowed me and dragged me down into the coldness beneath the earth. It was him and his darkness that locked me up in the endlessness. I looked back and when I saw the little light spot I felt heavy and dark, cause I knew it was the last time I saw light.

 

28.11.2018

Es ist sehr kalt unter der Erde. Es ist immer kalt unter der Erde, auch wenn die Erde in ihrem Kern heiß ist, ist es gleich unter ihrer Oberfläche sehr kalt. Die Kälte dringt in einen ein, selbst wenn man warm gekleidet ist. Die Kälte siegt, egal wie viel man sich aufwärmen mag. Unter der Erde drückt die Kälte von allen Seiten und erdrückt jeden wärmenden Funken. Alles Leben dort ist kalt und macht sich über das warme Leben her. Kalte Keller, kalte Gräber, kalte Erde - Kälte, die will, dass man kalt wird. Kälte, die alles umschließt und bei sich behält, wenn man es nicht schafft wieder an die Oberfläche zu kommen.

 

26.11.2018

Ganz brav, ganz lieb, vorbildlich und strebsam möcht´ ich nicht mehr sein. Nicht ganz brav, lieb, vorbildlich und strebsam will ich mir gönnen. Ganz brav, lieb, vorbildlich und strebsam war ich solange ich daran geglaubt hatte, dass es viele gibt, die genauso sind... ...es gibt auch viele, die genauso sind, aber in letztendlicher Konsequenz der Ausübung dieser Eigenschaften sind es doch eher wenige, weil die Lieben und Netten sich oft nicht trauen lieb und nett zu sein. Also dann, schnell rüber auf die andere Seite, zu denen, die auch nicht ganz brav, lieb, vorbildlich und strebsam sind, weil sie es einfach nicht sind und weil sie die Braven, Lieben, Vorbildlichen und Strebsamen gern machen lassen, gern so sein lassen wie sie sind und selbst gern in der Deckung bleiben, gut geschützt hinter gemeinen und fiesen Tricks, die ihnen einen vermeintlichen Vorsprung und ein Gefühl von Übersicht verschaffen. Ob ich das kann, ob ich auch so sein kann?!X Nein, ich kann nicht so sein wie ich nicht bin, aber ich kann weniger brav, lieb, vorbildlich und strebsam, freundlich und hilfsbereit, höflich und nett sein. Ich kann Ärger machen, ich kann Dinge erschweren, blockieren, verkomplizieren und weniger, viel weniger mitmachen. Ob das gut ist?!X Das ist eine Frage der Perspektive und nein, es ist nicht gut der Klügere zu sein, der nachgibt, denn klug ist man doch erst, wenn man im Vorteil ist, oder?X Und ist der Welt wirklich damit geholfen, dass die Klügeren einstecken lernen?!X Natürlich nicht, die Klugheit muss ans Steuer und ans Steuer wollen viele, also warum nicht auch die Klugen. Mit Zurückstecken wird das aber nichts mit dem Steuer. Aber vielleicht ist das alles nicht so wie es aussieht und die Klugen und Netten, die Braven und Lieben sind doch an der Macht?!X Sie tarnen sich bloß als Fiese, weil sie wissen, dass wenn sie das nicht tun, sie wieder einstecken lernen müssen. Mal schauen, ich denke man muss es ausprobieren, denn Sinn macht es keinen lieb, nett, brav und vorbildlich zu sein, wenn andere doch so viel klüger sind und sich die ganzen Nettigkeiten einfach sparen.

 

26.11.2018

Es verändert und verzerrt, verzieht, übersteuert und schafft einen Kontext, den es in Wahrheit so vielleicht gar nicht gegeben hat. Im besten Fall, wenn man es beherrsch betont und unterstreicht es und deshalb ist ein Bild niemals ein Abbild. Und gerade diese Verzerrung ist es, die uns fesselt und dazu bringt hinzusehen, weil das was wir sehen, so nicht sichtbar ist und uns deshalb interessant erscheint. Das was ein Bild zeigt, kann man mit dem bloßen Auge nicht sehen, weil ein Bild beschränkt ist auf das, was seine Herstellungsart- und Methode, sein Autor und sein Betrachter darzustellen und aufzunehmen vermögen. Egal wie gut oder schlecht die Qualität eines Bildes ist, ein Abbild kann es niemals sein und das ist das Besondere daran.

 

25.11.2018

...mal was schreiben, das ein Roboter nicht hinkriegt, egal wie sehr er sich anstrengt. Mal schauen... ...auf dem beschlagenen Spiegel im Bad stehen von Kinderhänden geschrieben Worte, die nur dann erscheinen, wenn der Spiegel beschlägt. Als hätten sie es gerade geschrieben und als würden sie noch dabei stehen und das betrachten, was sie gerade geschrieben haben und als seien sie durch den Dunst in der Luft und durch den feuchten Schleier auf dem Spiegelglas gespiegelt im Raum und als müsste man sich nur umdrehen um sie zu sehen, kichernd, lachend und voller Schalk. Solange der Spiegel beschlagen bleibt, solange sind sie da und schreiben ihre Worte auf dem Spiegel, der alles was er je gesehen hat für immer behält und nur dann freigibt, wenn er beschlägt und der Raum sich mit undurchdringlichem Dunst füllt, so dass die Klarheit des Denkens sich im Nebel der Erinnerung auflöst.

 

23.11.2018

Das Wasser verschwindet. Es geht weg. Es sucht sich andere Orte wo es sein will, aber hier ist es nicht mehr. Die Erde wird zusehends trocken und nur der Nebel atmet noch feucht über die Oberflächen. Wasser ist wie Blut nicht flüssig. Es fließt auch nicht, es schwebt und sieht dabei nur aus als ob es fließen würde. Dort, wo es lange Zeit war, bleibt es nicht und da wo es nicht mehr ist fehlt es all jenen, die es nicht kennen ohne Wasser zu sein. Es wird trocken und die einstigen Wasserwege verdorren zu knöchernen Rinnsalen - einfach so. Was bleibt ist ein neues Erdenantlitz und die Fassungslosigkeit all derer, die das Wasser haben fließen sehen, anstatt das Schweben seiner Teilchen geahnt zu haben.

 

22.11.2018

Erst in der Dunkelheit der Nacht entfaltet sich der Charakter eines von Menschenhand erschaffenen Ortes und sein wahres Gesicht kommt zum Vorschein. Die Dunkelheit verschluckt alles Unnötige und legt sich über alles Störende und Ablenkende. Es bleibt das übrig, was uns wichtig ist. 

In der Nacht leben wir im Licht. Alles was von Bedeutung für uns ist, tauchen wir in künstliche Helligkeit. Unsere wahre Welt, unsere Lebensadern und Lebensräume kommen in aller Deutlichkeit zum Vorschein. Teile der ganzen Welt. Nur die Teile, die verraten wo wir uns wirklich aufhalten und was wir sehen und zeigen wollen. An der Grenze zwischen Licht und Dunkelheit ziehen sich die Linien, die unser Abbild verraten, das bei Tagesanbruch verschwindet und dessen Züge sich auflösen im grellen Licht der Sonne.

 

19.11.2018

Alle lieben Schnee, weil er weiß ist und weil er weiß macht und weil wenn er gefallen ist, alles aussieht als sei es neu. Man erkennt nichts mehr wieder, auf eine sehr angenehme Art und obwohl man alles kennt was man sieht, sieht es nicht nur anders aus, es ist anders, es ist neu. Es ist nicht mehr dasselbe was vor dem Schnee da war. Es ist weiß, sauber und frisch. Ja, es ist kalt und eisig, aber der Anblick der schneebedeckten Welt ist die Stille und Ruhe und das Neue, das uns abkühlt in der Lunge, im Blut und im Geist.

 

19.11.2018

Wie ein Uhrwerk. Ich bin kein Uhrwerk. Das ist ziemlich... ...nun... ...das ist ziemlich blöd, denn alles andere ist wie ein Uhrwerk. 

Eine Uhr kommt aus der Fabrik. Ich nicht. Ich lebe und arbeite also in einer Fabrik aus Uhren, die alle gut und richtig ticken, obwohl sie selbst keine Uhren sind und auch nicht immer richtig ticken. Doch sie beharren darauf wie ein Uhrwerk zu funktionieren. Ich nicht. Meine Uhr läuft wunderbar, doch sie tickt nicht wie eine richtige Uhr, sie läuft ihren eigene Weg, der sich in einem großen Kreis dreht, nicht in einem kleinen und dieser Kreis ist auch kein Kreis. Es ist ein Weg, eine Linie, die sich einschmiegen in den Lauf der Dinge. Jegliche Fabrik, jedes Ticken und jede fabrizierte Uhr werden dabei zermalmt, wenn sie vergessen sich den Gegebenheiten anzupassen und wenn sie vergessen, dass die Zeit eine Wahrnehmung und keine Taktung ist, eine Wahrnehmung, die nur dann Sinn macht, wenn man sich mit ihrem Lauf und ihren Puls anfreundet, ihnen zuhört und sich einreiht in das, was sie zu bieten haben.

 

19.11.2018

Klirrend, frostig windig... ...nackt und ungeschützt, die kahlen Ästchen der Bäume, an denen der kalte Wind nagt. Es tut weh, wenn man sich vorstellt wie sich das anfühlt und auch wenn der Baum schläft und sein Millionen von Jahren daran gewöhnt ist, dass das so ist, fühlt sich dieser Anblick so an, als würde man splitterfasernackt draußen im Frost stehen und nicht erfrieren, sondern die Kälte durchs Fleisch schneiden spüren. Und wenn sie dann die Knochen erreicht hat bleibt sie dort, bis der Frühling kommt.

 

08.11.2018

Sein eigenes Kind einatmen, früh am Morgen, wenn es gerade erst wach wird. Den Kopf und die Nase hineinbohren in die Wärme und bleiben wollen, wollen, wollen.

 

07.11.2018

Kaffee und Sex am Morgen und der Tag - braucht nicht zu beginnen...

 

03.11.2018

Es gibt auch Menschen, die sind so lieb wie Wölfe. Wir sind nicht alle immer nur schlecht. Wir sind nur nicht mehr ganz so nah dran an uns selbst und deshalb sind wir etwas schwerhörig und sehschwach, schwer von Kapee und durcheinander. Aber im Grunde wären viele von uns gerne so lieb wie Wölfe, so fürsorglich und stark im Wissen darum, was zu tun ist, so aufrichtig und unmissverständlich. Manchmal kriegen wir das hin. Manche von uns kriegen das sogar ganz gut hin und deshalb geht es auch dem ein oder anderen Wolf, oder dem, was von ihm geblieben ist auch nicht schlechter bei uns als umgekehrt. 

 

30.10.2018

Der liebe Herrgott segnet uns mit der Erfüllung unsrer Wünsche - unserer Wünsche, unserer Träume. Doch unsre Wünsche selbst sind nicht immer ein Segen. Ein Beispiel: ich wünsche mir reich zu sein und denke mir, dass es mich glücklich macht. Ich wünsche mir jedoch nicht glücklich zu sein. Ich werde also reich, aber nicht glücklich:-)

 

25.10.2018

Richtig schwindlig ist mir geworden. So hoch wie der Himmel ist, so tief fiel mein Blick beim Blick in die Pfütze. So tief, dass ich die Wolken unter mir hatte - ungesichert in der Luft, nicht fliegend, sondern fallend. Ein Loch in der Straße runter auf den Himmel, so hoch wie die Wolken tief sind, so tief, dass mir schwindlig davon geworden ist.

 

25.10.2018

Robots make robots. Robots are like robots - don’t think, just make. Robots can`t love, can`t laugh, can`t cry, don`t want... ...robots can make...

Don’t get in their way, cause robots can`t see you, can`t stop.

Robots needs commands, get commands and just do what they`re told.

Robots make robots. Robo Bots, robots just do, what the`re told.

 

19.10.2018

ACHTUNG vor dem Menschen! Er ist im Stande Dinge zu tun, die kein Tier je tun könnte. Scheinbar völlig zusammenhangslos und ohne erkennbare Vorzeichen richtet er Schäden an, die über jegliches Maß und Verhältnis bezüglich der denkbaren Ursache für sein Verhalten hinausgehen können. Äußere Anzeichen für aufkommende Aggressionen sind häufig nicht erkennbar, daher ist ein Sicherheitsabstand empfehlenswert. Mögliche Ursachen für sein destruktives Verhalten könnten seine Populationsdichte, Nahrung, Konsum von geistig und körperliche schädlichen Inhalten und Substanzen, sowie einfach die Überschreitung seines biologisch-evolutionären Zenith sein. 

So, oder so herum, achten Sie auf Ihre Sicherheit und machen Sie einen möglichst großen Bogen um ihn, wenn Sie ihn rechtzeitig in Ihrer Nähe entdecken.

 

19.10.2018

...und dann hat mein Herz zwei Schläge getan, zwei, die sich so anders angefühlt haben, als ob sie den ganzen Rhythmus aus dem Takt gebracht hätten. Ich musste sogar kurz inne halten und beinahe husten, weil das Echo dieser beiden Schläge bis zum Kehlkopf ausgestrahlt hat. Kurz zuvor, wirklich bloß ein paar Sekunden vor diesen beiden Schlägen, habe ich mich an ein Gefühl erinnert und es in mein Jetzt durchkommen lassen, ein Gefühl, das ich seit meiner Kindheit nicht mehr durch meine Adern, durch meine Augen und durch meinen Kopf habe pochen gespürt. Es war ein Gefühl von angenehmem Unwissen und Die-Dinge-Sein-Lassen, ein Gefühl von purem Schauen und Auf-Sich-Wirken-Lassen, aber vor allem ein Gefühl der angenehmen Teilnahme an dem Schauspiel, das sich vor deinen Augen abspielt - eine Art leichte Faszination über das Vorhandene und ein Fallen-Lasen und kindliches Entdecken - noch ohne das entrüstende Wissen, wie es tatsächlich um die Dinge steht, die sich vor einem abspielen.

Ich denke mein Herz war glücklich und entladen für die Dauer dieser beiden Schläge, die mir beinahe den Atem geraubt hätten. Ich denke ich selbst war kurz weg, raus aus dem Jetzt oder vielleicht war es auch andersherum, vielleicht war das alte Herz meiner Kindheit kurz hier im Jetzt...

 

18.10.2018

In meinem vorherigen Leben war ich ein Hase. Ich erinnere mich noch ganz genau daran. Ich habe zwar andere Dinge gemacht als heute als Mensch, doch ich war der selbe. Ich habe sogar Menschen gesehen und mir etwas über sie gedacht und sie haben mich auch gesehen und sich auch etwas über mich gedacht. Jetzt bin ich ein Mensch und wenn ich einen Hasen sehe, dann fühle ich, dass da nicht viel Unterschied ist zwischen uns beiden.

 

18.10.2018

Unser Haus ist schief und alt, alt und etwas angeknabbert und ich fühle mich wohl darin, besonders... ...es gibt viele Momente wann es besonders ist, besonders dann, wenn ich mich wohl fühle...

 

16.10.2018

Wenn wir groß werden, dann passiert es oft, dass wir ein Abbild von dem werden, was uns fertig gemacht hat, oder wir werden zu dem, was wir dagegen gemacht haben, das uns versucht hat fertig zu machen. Mit ein bisschen Glück werden wir manchmal auch wir selbst. Und wie wissen wir, dass wir, wir selbst sind?!X 

Der Magen und das Herz...

Entweder schwebt dort Leichtigkeit, oder es quält der Schmerz

 

16.10.2018

Davon träumen alle wir, gesehen oder gehört zu werden und dabei wohlwollend aufgenommen zu werden, Anklang finden, dabei sein... ...vielleicht nicht alle... ...vielleicht wollen wir nicht alle gehört und gesehen werden, freundlich angesehen werden, Anklang finden, wohlwollend... ...das wollen wir ganz bestimmt und deshalb tut es auch jedes Mal in der Magengegend weh, wenn wir nicht zurückgegrüßt und ausgeschlossen werden. Wir tun dann so, als hätte uns das nichts ausgemacht - Tag für Tag, bis der Magen es nicht mehr verträgt und selbst dann sagen wir nichts, lassen es uns nicht anmerken und hören auf wohlwollend und freundlich zu sein, nehmen was gegen Magenschmerzen, etwas, das nicht wirklich gut hilft und träumen weiter von einem warmen Gefühl in der Magengegend ganz ohne irgendwelche Irgendwas...

 

15.10.2018

Ein kleines Kinderherz, ein helles Licht in den Wolken. Helle, leuchtende Luft. Ein Geflecht aus allem, zu dem es sich lohnt hinaufzuschauen, den Kopf in den Himmel zu heben und das Schlagen in der Brust zu hören, das von all den Wegen erzählt, die man unbedingt noch gehen sollte.

 

13.10.2018

Die Stille im Wald ist stiller als gewöhnliche Stille. Sie ist leiser und angenehmer als normale Stille, gedämpfter, so als wollte der Wald es stiller haben als andere Orte. Jedes Geräusch fällt mehr auf in dieser Stille als anderswo. Jedes Geräusch ist deutlicher und man fokussiert sich viel mehr darauf, nimmt es besser wahr und versteht es besser. Die Waldstille ist zu deutlich um sie mit irgendeiner anderen Stille zu verwechseln.

 

13.10.2018

...und dann war da noch der Kaffee - herrlich nussiges Aroma, zweifelhafter Geschmack und eindeutige Wirkung - muss man ihn probiert haben und zwar nicht in Hektik, sondern in früher Morgensonne an einem Ort, der einem behagt. Man muss es gemacht haben, auch wenn das Zeug einem nicht schmeckt. Viel zu verführerisch um es nicht probiert zu haben.

 

12.10.2018

Es fühlt sich einfach anders an ein Mensch zu sein, im Vergleich zu einem Roboter. Als Roboter fühlst du dich sehr stark und präzise aber beschränkt. Als Mensch fühlst du dich eher wie ein Boot auf offenem Meer, das sich bei jedem Richtungswechsel gemächlich, schwebend und recht ungenau, dafür aber mit Gefühl bewegt. Man hat keine Chance mit einem Boot gegen das Meer anzukämpfen - man muss es einfach zusammen mit dem Meer tun.

Als Roboter wendest du einfach und zwar sehr präzise und sonst nichts, kein Schwanken, kein Schweben, kein Boot, kein Meer.

 

10.10.2018

Ich hab` eigentlich alles da, alles, was ich brauche, sogar mehr als ich brauche. Ich habe von allem, was ich brauche manchmal sogar das Doppelte! Ich bin nur meist so abgelenkt, dass ich es nicht bemerke und dann denke ich, dass ich noch etwas brauche, dabei habe ich es schon längst.

 

10.10.2018

Man trinkt eine Kaffee und legt sich dann schlafen. Ein Schriftsteller ist keine Schriftsteller und ein Künstler ist kein Künstler. Alles nur Menschen, die entweder etwas besonderes sein wollen oder, die eine Sprache gefunden haben, die ohne große Umwege das ausdrückt, was sie zu sagen haben. Schwer diese Sprachen zu verstehen, aber es ist auch nicht leicht Sprachen zu lernen, die uns angeblich auf einen gemeinsamen Nenner eichen. Ein Trugschluss diese Sprachen, denn wir sprechen sie zwar, aber wir verstehen uns nicht. Die anderen Sprachen jedoch sind überall um uns herum und so deutlich, doch wir tun sie ab, im besten Fall als Kunst, dabei zeigen sie oft wie Traumsymbole die volle Wucht und in aller Pracht die Welt, die sie hervorgebracht hat.

 

10.10.2018

Ein Apfelbaum, voller heller Äpfel. Er steht unweit einer Laterne und wenn man ihn im Dunklen aus der Ferne sieht, dann sehen seine Äpfel fast aus wie Sterne, die im Himmel hängen, große van Goghsche Tupfer, die sich magisch bewegen, wenn der Wind geht...

 

07.10.2018

Die Sonne ist gar nicht hell - sie ist dunkel! Und wahrscheinlich erzeugen wir die Sonne - so denke ich. Wir alle, die Planeten, die um die Sonne kreisen und alles was sich auf und zwischen ihnen befindet. Wir erzeugen ihre Wärme durch unsere Bewegung. Wir bringen sie zum Leuchten und wir lassen sie brennen und strahlen. Wir sind Ihr Feuer und ihre Hitze, wir lassen sie das sein, was wir am Himmel sehen - unsere Sonne, unser Zentrum, das wir selbst entfachen.

 

07.10.2018

Die Sterne des Nachthimmels gehören zu uns, zur Erde, weil wir sie mit unseren Blicken berühren können gehören sie zu uns, sie sind ein Teil von uns. Wären sie so weit weg, dass wir sie nicht mehr sehen könnten, würden sie zu einer anderen Welt gehören, aber so, zum Greifen nahe, sichtbar und uns umgebend, gehören sie zur Erde.

 

07.10.2018

Der Medizinmann wird müde und geht schlafen, wenn nur noch geredet und nicht mehr zugehört wird, wenn es so klingt als ob man schon alles wüsste und nichts mehr zu verstehen bräuchte... 

Der Medizinmann kann helfen, kann heilen, aber nicht, wenn kein Empfang da ist, dann geht er einfach schlafen, weil er nicht gebraucht wird. Er ruht sich dann aus und schaltet ab, schaut in seine Träume und lauscht, hört dorthin, wo kosmische Wirbel den Staub auseinander reißen und wieder neu zusammensetzen.

 

06.10.2018

Wenn man beispielsweise eine Achttausender besteigt, muss man ja irgendwo seine Notdurft verrichten, es ist ja ein langer Weg bis an die Spitze und es sind nicht gerade wenige, die da rauf wollen. Was heißt das?!X Ist der Weg nach da oben also voller Kackhaufen?!X Heißt das, dass neben all dem anderen Müll, der Weg, mit dem man einen heldenhaften Aufstieg verbindet total bekackt ist?!X

 

01.10.2018

Ein totaler Quatsch, sich den Wecker morgens zu stellen. Abends, abends muss der Wecker klingeln und mit seinem Klingeln einen daran erinnern rechtzeitig ins Bett zu gehen, damit man morgens ausgeschlafen ist. Abends und zwar als Erinnerung daran, wie wichtig es ist genug Schlaf zu haben, um dem Tag so zu begegnen, dass er einen nicht gleich morgens schon fertig macht. Morgens, macht der Wecker keinen Sinn, morgens macht der Wecker alles kaputt und zwar jeden verdammten Tag. Doch abends, mit aller ihm zur Verfügung stehenden Gewalt, muss er uns ins Bett zwingen, weil es Quatsch ist auf den Wecker am Morgen zuzusteuern, wie auf eine dicht unter der Meeresoberfläche aufragende, scharfe Riffkante, von der wir alle wissen und an der wir uns jeden morgen den Rumpf aufschlitzen, um dann mit letzter Kraft und halb ausgeblutet am Abend doch noch das Ufer zu erreichen.

 

25.09.2018

Menschen, viele Menschen, keine Menschen, ein Mensch - ein Mensch kann... ...viele Menschen können... ...kein Mensch, keine Chance - keine Chance auf etwas, das wir alle zusammen tun könnten, etwas, das nicht weh tut, sondern ganz im Gegenteil, etwas, das gut tut.

Ein Mensch, ein einziger Mensch ist eine Chance darauf, dass es mehr werden. Ein Mensch kann das... ...ein Mensch, ganz allein kann manchmal etwas, das viele andere Menschen zusammen nicht können. Ein einziger Mensch, so wie jeder von uns kann damit aufhören zu denken, dass er es nicht kann und dieser eine Mensch kann damit anfangen zu glauben statt zu zweifeln und das reicht auch. Ein einziger Mensch reicht, um dass die Welt ihren Glauben zurück erhält, denn ein jeder ist dieser Mensch und somit sind es alle...

 

24.09.2018

Schon mal dran gedacht, dass das, was wir als Menschen tun kein Fortschritt ist, sondern ein hypnotischen Folgen einem Echo aus der Vergangenheit?!X Ein Echo, das unsere frühere Welt widerspiegelt und das nicht mehr richtig zu hören ist, eine verzerrte Quälerei, die uns wie eine Sirene in die Untiefen unserer Vergangenheit ruft. Eine Vergangenheit, aus der wir kein ganzes Bild mehr zusammensetzen können, weil uns die Erinnerung an sie abhanden gekommen ist, wodurch auch immer. Wir wissen es nicht mehr, vielleicht war es ein Trauma, vielleicht liegt auch einfach zu viel Zeit dazwischen, jedenfalls spielen uns die Fragmente dieser Erinnerung einen Streich und wir jagen Erinnerungen hinterher anstatt wie wir glauben nach vorne zu schauen...

 

23.09.2018

Komm wir bauen uns eine Welt, sagte sich der Mensch und fing an sich alle möglichen Dinge zu nehmen und alle möglichen Dinge für sich daraus zu machen... ...und es funktionierte... ...und die Welt gab und der Mensch nahm... ...und die Welt, die da war verschwand und eine neue Welt entstand daraus, eine Welt, die der Mensch gemacht hatte und so lebte der Mensch weiter in seiner neuen Welt, die er selbst gebaut hatte bis ihm eines Tages ein Traum erschien. In diesem Traum sah er die alte Welt, die nicht mehr war und die alte Welt sagte: „Deine Welt, Mensch ist nur ein Traum, der vergeht, sobald ich aufwache. Möchtest du, dass ich aufwache?!X“ Und der Mensch antwortete: „Nein, ich will nicht, dass meine Welt vergeht!“ Und die alte Welt sagte: „Dann hör auf zu träumen, hör auf mich, denn ich bin du.“ Und der Mensch fragte: „Was heißt das?!X“ Und die alte Welt antwortete: „Ich will, dass du weißt, dass dein Traum kein Traum ist, sondern ein Wunsch.“ „Das versteh` ich nicht“, sagte der Mensch. „Du willst nicht mehr... ...du willst, dass ich aufwache und dass deine Welt vergeht. Du willst, dass dein Traum Wirklichkeit wird.“ Und so wachte der Mensch auf, in einer neuen Welt und in dieser Welt war er ein Traum, den die neue Welt träumte, weil der Wunsch des Menschen ein ganz einfacher ist: traumhaft zu leben...

 

04.09.2018

Und als ich völlig am Ende, fertig, entmutigt und verzweifelt aufgegeben hatte, weil nichts geklappt und nichts auch den geringsten Anklang gefunden hatte… …als ich verstanden hatte, dass alles was ich getan hatte sinn- und erfolglos war… …als ich das alles akzeptiert hatte und gerade dabei war vornüber zu kippen, sagte er zu mir, dass es jetzt an der Zeit sei ihm zu helfen…

…ich fragte: „Wobei helfen?!X Ich?!X Und er sagte, dass Menschen wie ich dabei helfen müssten alles wieder grade zu rücken und wieder ins Lot zu bringen.

Und ich sagte: „Ich bin doch in allem gescheitert!“

Und er sagte: „Dann weisst du ja ganz genau was es zu verhindern gilt und du musst dabei helfen Dinge, die nicht richtig laufen in der Welt, zum Laufen zu kriegen“.

Und da ging mir tatsächlich ein Licht auf. Ich wusste tatsächlich welche Sinnlosigkeiten passieren können. Ich war quasi ein Spezialist im Scheitern und musste nun einfach das Gegenteil davon tun, damit das Ding endlich ins Rollen kommt und damit das Scheitern Gegner bekommt, die ihm Einhalt gebieten.

 

04.09.2018

…„Ich dachte du seiest Hellseher?!X“

„Du musst genau zuhören - ich habe gesagt, dass ich auf das höre, was ich sehe und wenn du selbst nicht gut sehen kannst, dann kannst du dir anhören was ich zu sagen habe darüber was ich sehe“…

 

02.09.2018

Das Rauschen eines großen Baumes - morgens - im kalten Sommerwind ist gewaltig. Die Krone in der Sonne, wogend, weit über mir, schwerfällig und so dominant, dass ich anhalte und mich ausrichte nach dem Rauschen und die Eile in der ich bin einfach vergesse, weil das kalte Rauschen der Blätter in der Morgensonne so viel von dem hat was ich bin - ein Teil des Rauschens, ein Teil des Wogens im kalten Sommerwind der Sommersonnenwende.

 

02.09.2018

Und als ich dann vor Gott stand fragte er mich was ich mir wünschte und ich antwortete, dass ein paar nette Worte nicht schlecht seien… …und er tat tatsächlich das, worum ich ihn gebeten hatte und das tat wirklich gut…

 

02.09.2018

Ich könnte bestimmt malen, aber ich kann nicht, weil ich nicht malen kann.

Wenn ich malen könnte, würde ich vielleicht nicht schreiben und fotografieren, aber weil ich nicht malen kann, Gemaltes aber sehr mag, schaue ich mir die Malerei gerne an und genieße diese Kunst durch das Betrachten…

 

01.09.2018

Die Wahrheit ist, dass wir nicht alle gleich sind - wir sind ähnlich. Jeder von uns hat ein bisschen mehr davon und etwas weniger hiervon. Und was wir alle auch noch nicht sind - wir sind nicht mehr wert als jeder andere!

 

31.08.2018

…und Gott antwortete: „Weil es nicht schlimm ist - deshalb lasse ich alle sterben!!!“

„Aber es tut doch manchmal fürchterlich weh…!!! Muss das sein?!X“

„Darum geht es aber nicht!“

„Worum geht es dann?!X“

„Das siehts du dann.“

„Oh Mann!!!“

„Nein, mein Lieber - oh Gott.“

…und so blieb mir bloß eine Ahnung von dem, was er mir damit sagen wollte und ich fühlte mich gleich doppelt dämlich, zum einen, weil es bloß eine Ahnung war und zum anderen, weil es mich beschlich, dass die Antwort ganz einfach war…

 

31.08.2018

Luft, die müde macht. Klare Luft an verregneten Tagen - erfrischend und ermüdend…

 

30.08.2018

Dass ich Glück hatte, werde ich erst begreifen, wenn es vorbei ist, weil ich dann erst verstehen werde, dass ich jetzt schon Glück habe und weil ich dann erst verstehen werde, dass alles jetzt schon gut ist, denn gut bedeutet oft einfach nur nicht schlecht und Glück bedeutet oft einfach nur, dass alles läuft…

 

30.08.2018

Es tut gut gut zu sein. Es macht Spass Gutes zu tun. Einfach das Gegenteil von Wut, Rache und von Schlecht - einfach gut sein, einfach gut sein lassen und das tun, bei dem man das Gefühl hat, dass andere darüber sagen würden, dass man naiv und gutgläubig ist - zu gutgläubig.

Gut ist gut. Gut tut gut. Gut ist gut gegen schlecht. Jeder will gut und jeder hat Hemmungen Gutes zu tun, weil man so sehr im Drive drin ist einfach nur zu reagieren. 

Es ist wie der Versuch zu fliegen ohne zu wissen ob man Flügel hat. Es ist der pure Glaube  daran, dass es gut gehen wird. Es ist der pure Mut und ein Wagnis und auch wenn nicht sofort etwas Gutes zurückkommt, ist es gut, gut zu sein…

 

30.08.2018

Zum ersten Mal habe ich mir Bilder von Vincent Van Gogh angeschaut - ich meine so richtig angeschaut und hab verstanden, was er neben seinen Motiven und Bildaussagen noch zeigt. Er zeigt, dass er ein sehr spezielles Sehvermögen hatte. Augen mit sehr hoher Lichtempfindlichkeit und enormer Farbwahrnehmung, wie eine gute, moderne Kamera, die eingestellt ist auf eine hohe ISO-Zahl. Ein Sehvermögen, das auf Raumtiefe verzichtet und ein Sehen, das über das reine technische Sehen hinausgeht und Dinge sieht, die mit den Augen nicht zu sehen sind. Dieses Sehen ist ganz bestimmt etwas ganz Besonderes und Aussergewöhnliches gewesen, doch auch ein Sehen, das so sehr abgewichen ist von der Norm, dass es sonst kaum jemand verstanden hat - wahrscheinlich. Seine Bilder für mich - ganz sicher ein Versuch zu zeigen: seht wie ich sehe, seht was ich sehe, seht ihr das nicht auch?! Bestimmt trifft das nicht auf alle seine Bilder zu, aber doch auf viele davon und bestimmt war der Versuch sehr anstrengend weniger empfindlichen Mitmenschen zeigen zu wollen, was er alles gesehen hat. Mein Gott, wie soll man das denn ahnen, wenn man selbst nicht so viel sehen kann?!X Wen wundert’s da, dass man nicht auf Anhieb erkannt hat, was mit dem Mann los war. Botschaften, wir alle senden Botschaften, die schwer verständlich sind und schnell aus dem Kontext gerissen sind, wenn man nicht die selbe Sprache spricht.

 

24.08.2018

Wenn man in einer Nacht, in der der Mond hell scheint die Augen schliesst und den Mond direkt aufs Gesicht scheinen lässt, dann sieht man ihn ganz deutlich und hell vor seinem geistigen Auge - und er wird heller und deutlicher je länger man die Augen geschlossen hält. Wenn man die Augen wieder öffnet und den Mond direkt anschaut, dann wird er schnell zu hell und man kann bald keine Details mehr auf ihm erkennen. 

Der Mond ist eine echte Lichtquelle an unserem Nachthimmel. Er ist eine richtige Nachtsonne, die für diejenigen scheint, die wach sind in ihren Träumen. Das Mondlicht ist besonders, besonders sanft und besonders angenehm. Es brennt nicht, es blendet nicht, es scheint direkt in unser Inneres und lässt uns manches erkennen, was unsere Augen nicht zu sehen vermögen.

 

23.08.2018

Wenn man auf der Erde gewesen ist, dann muss man unbedingt Eis gegessen haben und echte Orangen. Man muss Lavendel gerochen haben und Achterbahn gefahren sein. Man muss Kinder gehabt haben und selbst mal Kind gewesen sein. Man muss gute Musik gehört und gutes Bier getrunken haben. Man muss verliebt gewesen sein und Glück gehabt haben. Es muss einem schwindlig gewesen sein, weil man zu lange in einen wunderschönen, blauen Himmel geschaut hat und man muss an einem echten Traumstrand gewesen sein. 

Wenn man auf der Erde war und ein paar dieser Dinge erlebt hat, dann hat man Sachen erlebt, die es nur auf der Erde gibt. Und wenn man noch nichts erlebt hat, was man unbedingt erlebt haben sollte, obwohl man noch auf der Erde ist, dann sollte man das ein oder andere unbedingt noch nachholen.

 

23.08.2018

Der Mensch ist wie die Natur unvernünftig. Der Mensch ist wie die Natur unbeherrscht. Der Mensch ist die die Natur skrupellos. Der Mensch ist wie die Natur. Der Mansch hat wie die Natur einen Geist. Der Mensch hat wie die Natur einen Willen. Der Mensch muss wie die Natur leben und der Mensch hat wie die Natur keinen Überblick. Er ist wie die Natur und die Natur ist weder Freund noch Feind - sie ist einfach da und wird versuchen mit all ihren Kräften weiter da zu sein - das ist auch die Natur des Menschen.

 

19.08.2018

Wer braucht schon ein großes Hirn, wenn er ein großes Herz hat?!X Wenn das Herz so groß ist, dass es nicht ins Hirn passt, wenn der Herzschlag beim Denken lauter ist als jeder Gedanke, wenn der Kopf es nicht schafft das Herz zu besiegen, dann ist die Welt in Ordnung. 

 

19.08.2018

Und der Sklave freut sich, weil er arbeiten darf. Und der Sklave denkt, dass Arbeit Freiheit bedeutet. Und der Sklave denkt schlecht über alle, die nicht arbeiten. Und er gibt sich große Mühe und ist fleißig, weil er alles richtig machen will und er erzieht seine Kinder so, dass sie Angst davor haben keine Arbeit zu haben. Und die Arbeit, die er macht ist nicht seine Arbeit, es ist die Arbeit Fremder, die er erledigt. Es ist Arbeit an der sich andere bereichern, ohne selbst zu arbeiten. Doch der Sklave hat Angst nicht frei zu sein, also arbeitet er für seine Freiheit, kommt nie von der Stelle, kommt nie los, weil die Arbeit ihn bindet an den Gedanken der Freiheit und Unabhängigkeit. Der Sklave denkt, dass er glücklich ist, weil er arbeitet und deshalb fragt er sich nicht was er macht. Er macht einfach, weil er frei sein will. 

 

18.08.2018

Nicht gefühlt, trotzdem gemacht, nicht richtig gemacht, viel gemacht, viel zu viel gemacht, erst jetzt verstanden, überstanden, überwunden, das Gefühl gefunden und begonnen zu machen.

 

18.08.2018

I am the Queen. I have many duties. I was very young when I started being the Queen and I never stopped. I was very, very insecure in the beginning, but my inner voice forced me to be what I was supposed to be.

Now I’m old and still, I am the Queen.

There were so many unbelievably hard times in my life that I don’t even understand how I got so old.

Only now I realize, that besides being a Queen, I am a woman and a human being. 

I did what I had to do as the Queen. My life was a hard time for a woman and now I sense, that I am not a Queen but a woman, who had to be the Queen.

 

18.08.2018

So ein Fluss riecht einfach wunderbar mit all seinem Leben darin und mit all seinen fliessenden Bewegungen. Das Ufer, die nassen Steine und das unsichtbare Schmirgeln im Flussbett, das zu einem Schlängeln wird wie von einem ausserirdischen Wesen, das sich in die Landschaft und in die Zeit hineingräbt und sich mitten durch unsere Welt seinen Weg sucht. Wir, dürfen es riechen, trinken und für unsere Zwecke benutzen. Wir dürfen darin baden und damit spielen. Am Geruch des Flusses erkennt man ob es ihm und all dem Leben in ihm gut geht. Und wenn mann sein Wissen unscharf stellt, dann kann man beobachten wie er sich durch die Landschaft und durch die Zeit hindurchschlängelt.

 

15.08.2018

Die meisten Menschen, die heute leben kennen noch ganz andere Zeiten als die heutigen. Diese Zeiten liegen noch gar nicht so lange zurück und selbst die Kinder derer, die diese Zeiten noch kennen, sind mit diesen Zeiten noch vertraut. Doch die meisten Menschen, die heute leben tun so, als würden sie diese anderen Zeiten nicht kennen, als würden sie nicht wissen wie es ist nicht alles im Supermarkt zu haben was man braucht und als sei es das normalste der Welt in einen Flieger zu steigen und Urlaub zu machen am anderen Ende der Welt. Die meisten Menschen, die diese Zeiten noch kennen, in denen alles noch nicht so war wie heute, wollen die alten Zeiten nicht mehr kennen, sie wollen sie nicht noch mal erleben, sie wollen sie verdrängen, sie wollen in einen Flieger steigen und so tun als sei es das normalste der Welt Urlaub zu machen an Orten, von denen sie früher nur gehört hatten. Die meisten Menschen, die heute leben sind nicht viel anders als die Menschen, die schon früher gelebt haben. Die meisten Menschen wollen es nicht wahrhaben, dass es eine Entwicklung gibt, die eben bei Null anfängt. Die meisten wollen bei 100% einsteigen und diese 100% steigern und jemand anderes soll die Arbeit erledigen, denn die meisten wollen einfach nur mehr sein als ihr Nächstbester.

 

15.08.2018

Sein Tagen, wenn ich schon seit Wochen geht dieser Wind um. Immer wenn ich ihn bemerke, geht er von links nach rechts, von West nach Ost. Dieser Wind schaukelt die Bäume ganz sanft und durchgehend und immer, wenn ich nicht hin schaue, wird er stärker - so scheint mir. Ich habe das Gefühl, dass dieser Wind mir etwas sagen will. Er trägt etwas in sich, das ich irgendwie schaffen muss zu übersetzen. Ich denke, dass es wichtig ist was er zu sagen hat, denn er hört nicht auf zu wehen und ich hoffe, dass ich es noch schaffe das zu entschlüsseln, was er zu sagen hat.

 

15.08.2018

Warum ich auf dieser Welt bin?!X Aus Interesse! Ich wollte sehen und erleben wie es sich anfühlt in dieser Zeit, die so viele Wandlungen durchmacht sein Leben zu meistern. Ich denke, dass mich besonders die Kunstfertigkeit der Menschen Dinge zu entwickeln gereizt hat und die Frage wie es wohl sein muss inmitten dieser Walze, die noch nicht gelernt hat in Harmonie mit sich selbst und der Umwelt zu leben. Und es ist sehr unübersichtlich und voller Gegensätze mit Gesetzmäßigkeitenen, die an Willkür grenzen, so als würde der enorme und fast schon fantastische Fortschritt einen Tornado Nachsicht ziehen, der unkontrolliert und unvorhersehbar über die Erdkugel hinwegfegt und die erschaffenen Fantasien und Märchen dem Erdboden wieder gleich macht. Es ist bizarr und die Dunkelheit ist durchsetzt von künstlichem Licht, das überall brennt. Der Tornado wütet schon längst und mir ist mulmig zumute, weil Leid und Zerstörung nicht mehr zu trennen sind von Sicherheit und Behagen.

 

15.08.208

Es gibt nichts schöneres als Wolken und den Himmel. Es gibt nichts schöneres als Freiheit und Liebe. Es gibt nichts schöneres als das Gefühl der Kraft und Gesundheit. Es gibt nichts, das schöner ist als Wärme und Gleichgewicht. So einfach ist das…

 

15.08.2018

Nach unserem Ableben erklärt uns Gott nicht was wir alles richtig oder falsch gemacht haben, er fragt uns was wir aus unseren Taten gelernt haben! Und wenn wir die Antworten nicht kennen, dann müssen wir die Klasse wiederholen und zwar so lange bis wir die Antworten kennen.

 

13.08.2018

Wir haben das Genie definiert. Es muss zum Beispiel verdammt schnell komplizierte Rechenaufgaben lösen, oder früh fehlerfrei lesen können, bzw. sich eine Million Sachen merken können. Also warten die armen Eltern darauf, wann ihr Kind denn endlich die Zutaten auf der Verpackung fehlerfrei und im Turbotempo vorlesen kann - und zwar von ganz allein. Und so bleiben viele Genies auf der Strecke, weil keiner bemerkt, dass diese kleinen Pupser genial sind in allem was sie tun, friedvoll und sozial, freundlich und aufrichtig. Und so wird man dumm, weil man nicht schnell genug dämliche Aufgaben lösen kann und weil kaum einer bemerkt, dass es genial ist einfach mal etwas werden zu lassen.

 

13.08.2018

Um etwas von Politik zu verstehen, muss man etwas von Biologie verstehen. Um etwas von Biologie zu verstehen, muss man etwas vom Wesen des Geistes verstehen. Um etwas vom Wesen des Geistes zu verstehen, muss man glauben. Und wenn man glaubt, braucht man keine Politik, dann weiss man was zu tun ist, man weiss, dass es das Gleichgewicht ist, dass alles entweder zermalmt, erschafft oder erlaubt daran teilzuhaben.

 

13.08.2018

Das Geheimnis ist, dass wir alle zum selben Wesen gehören. Wir sind dieses Wesen, wir sind sowas wie seine Fühler. Wir empfinden alle gleich, nur befinden wir uns nicht alle im gleichen Zustand oder in der gleichen Form, bzw. auf der gleichen Entwicklungsstufe. Schaue ich mir ein Kind an, dann weiss ich wie es sich fühlt. Beobachte ich einen Hund, dann weiss ich, dass wir nicht alles gleich wahrnehmen, aber dennoch sind wir gleich - wir stecken nur in verschieden „Kleidern“.

Jeder weiss wie sich Dinge anfühlen, oder man erfährt es noch. Jeder ist auch der andere. Eigentlich ist das gar kein Geheimnis, weil wir es alle wissen, jedoch bloss für eine Vermutung halten.

 

13.08.2018

Wenn man eine Ewigkeit nicht mehr Kind sein durfte und dann in der Nacht vom 12. auf den 13. August den Sternschnuppenhimmel beobachtet und seine ganzen Wünsche in den Himmel abfeuert, dann wird man so sehr Kind, wie man als Kind niemals eins war. So alt muss man werde und so lange kein Kind mehr gewesen sein, um in dieser einen Nacht das Kind zu werden, dass man als Kind nie war.

 

13.08.2018

Meine Wäsche trocknet unterm Sternenhimmel, im Licht der Sterne. Ich habe vergessen sie über Nacht reinzuholen und nun ist sie voll Sternenlicht. Sie duftet nach Nacht und nach dem Raum zwischen den Sternen und wenn ich sie tragen werde, wird sie ein wenig leuchten, kühl und schwach, wie die Strahlen der Sterne, die sie die ganze Nacht beschienen haben.

 

02.08.208

Eigentlich denke ich an sehr viele Sachen und vergesse sie nicht. Dabei fühle ich mich aber immer so vergesslich, so als könnte ich mir nichts behalten, so als sei ich das personifizierte Vergessen. Das stimmt aber gar nicht, ich erinnere mich an vieles, vergesse es aber immer wieder. Erst heute morgen ist mir aufgefallen an was ich alles denke… …aber irgendwie ist da noch so viel mehr, was ich versuche mir zu behalten, dass ich das Gefühl habe immer alles zu vergessen! Ich erinnere mich bloss daran, dass da noch was war, aber was es war habe ich vergessen und so vergesse ich auch all das, woran ich schon gedacht habe und an was ich mich bereits schon erinnert habe.

 

02.08.2018

Tausend Schutzengel haben über mich gewacht. Vielleicht war es auch nur einer, der tausend Mal aufgepasst hat, vielleicht waren es auch nicht tausend, sondern hundert tausend mal… …es waren unzählige Male, die jemand auf mich aufgepasst hat und jedes Mal hat es sich angefühlt, als sei ich ein Kind, das das Glück hat, dass jemand da ist, der das Böse von einem hält und als sei es das Normalste der Welt.

 

31.07.2018

Weder die Welt, noch das Leben brauchen Spuren oder einen Nachlass. Was insbesondere das Leben braucht ist guter Rat und Hilfe und zwar während es lebt, denn nichts von dem was hinterlassen wird bleibt, ausser dem Leben selbst, dem Leben, das man weitergegeben hat und das man hoffentlich gut behütet hat, während man die Zeit dazu hatte.

 

31.07.2018

So wie jeder Tag mit dem Aufwachen am Morgen neu beginnt, so beginnt auch jedes Mal ein neues Leben mit der Geburt. Und wenn ein Tag zu Ende geht, dann kommt nach der Nacht der nächste Tag und das nächste Aufwachen - genau wie nach dem Tod eine neue Geburt folgt, mit der ein neues Leben beginnt.

 

31.07.2018

Und dann habe ich verstanden, dass ich gewinnen muss, dass es egal ist wie moralisch oder unmoralisch die ganze Kiste ist - ich muss einfach gewinnen, weil wenn ich nicht gewinne, wenn ich Rücksicht nehme, dann war’s das für mich - keine zweite Chance, keine Rücksicht - für mich.

Da wo ich jetzt bin, geht es um Millimeter und um Kraft, die ich noch nicht habe und die auch nicht kommen wird, wenn ich damit aufhöre gewinnen zu wollen.

Ich muss gewinnen, um den Zug nach unten zum Boden und um den Dämon der Schwere mit meiner Leichtigkeit und mit meiner Wucht zu Fall zu bringen und zwar jeden Tag - jeden Tag aufs Neue…

 

25.07.2018

Es ist Zauberei, ich weiss, aber ich habe es getan und geschafft, ich habe das Wetter, das ich mir schon immer gewünscht habe zu mir geholt. Jetzt habe ich es richtig warm und sonnig und die Wolken sehen entweder Japanisch oder Holländisch aus. Das Licht ist schon die ganze Zeit golden und der Wind ist subtropisch.

Es ist tatsächlich Zauberei, aber all die traumhaften Länder mit den traumhaften Wettern sind jetzt hier, bei mir…

22.04.2018

Kein Tier dieser Welt verfügt über Eigentum, über Land oder Dinge, die ihm oder ihr gehören. Ganz im Gegenteil, sie vertreiben sich entweder gegenseitig aus ihren angestammten Gebieten, oder wir tun das. Und die Tiere gehören uns sogar wie es scheint, denn er reicht oft in Satz oder eine kurze Floskel von der Grossmutter, der Mutter oder dem Vater, um ein Kind in den Glauben zu versetzen, dass sich das so gehört.

 

22.04.2018

Die schwarzen Limousinen treiben ihr Unwesen auf den Strassen. Es werden immer mehr Unwesen. Schnittig, glattpoliert und schnell schieben sie die anderen aus dem Weg oder jagen sie davon. Die schwarzen Unwesen übernehmen die Strassen in dunklen Rüstungen, gut gepanzert und böse. Schwarz wie das Ende, bedrohlich und übermächtig, gewissenlos und leer, so leer wie ein dunkles Loch, on dem man sich besser fern hält.

 

22.04.2018

Der Vogel im Himmel, da schwimmt ein Vogel im Himmel und Himmel und Erde greifen nach ihm.
Wenn ein Vogel im Himmel schwimmt anstatt zu fliegen, dann steht die Welt Kopf und der Vogel hat trotzdem einen Weg gefunden im Himmel zu sein, durch sein Spiegelbild, durch seine Spiegelung in den Himmel.

Spiegle mich, spiegle dich, schau nach oben, denk an dich und mach ein Bild von dir - in den Himmel.

 

18.04.2018

Ich bewege mich von einem Raum in einen anderen. In dem einen Raum verbringe ich meine Arbeitszeit, in dem anderen verbringe ich meine freie Zeit.

Ich bewege mich von einem Raum in einen anderen und verbringe so die meiste Zeit meines Lebens. Dabei denke ich, dass ich in der Welt lebe, die ich da draussen sehe, einfach weil ich sie sehe, jedoch lebe ich meistens entweder in dem einen oder dem anderen Raum.

 

16.04.2018

…und wenn der Zauberer einen Zauberspruch zu seinem fliegenden Teppich aufsagte und dieser dann zu fliegen begann, dann war das kein Zauberspruch, sondern Sprachsteuerung und der fliegende Teppich war gar kein Teppich, sonder eine Personen befördernde Drone. Ja, so war das damals und nur weil die Zeitgenossen das alles nicht kannten und nicht verstanden, erzählten sie Märchen darüber, die wir uns heute noch erzählen…

 

12.04.2018

Die Schatten sind lang. Die Blüten, Blätter und die Luft sind noch sehr frisch. Nur noch ein paar Tage und es wird wärmer, grüner, greller und Luft und Schatten werden heißer und stickiger. 

Die Schatten sind noch kühl, wie die Sonne und wie ihr Licht. Noch stehe ich im Schatten und es ist fast noch kalt. Doch sie werden uns holen, die Strahlen der Sonne - und die Wärme wird heiß bis die Schatten ersticken. Doch dazwischen ist noch der Mai, der so grün, klar und vital wird, dass man sich noch den Rest des Jahres daran erinnern wird können… …wenn man nur möchte und wenn die kommende Hitze es nicht schafft unsere Erinnerungen an die saftige Frische austrocknen zu lassen.

 

03.04.2018

Das Universum hat eine Besonderheit: es wird nach innen immer kleiner und nach außen immer größer und dabei laufen Prozesse und wenn man will auch die Zeit nach innen immer schneller und nach außen immer langsamer. Doch gibt es eine Relation dabei. Ich kann nicht aus einem kleineren Universum stammen und in einem größeren leben, damit ich zum Beispiel älter werde als mir gebührt. Ich kann leider immer nur auf meiner Ebene sein und von den anderen Ebenen nur Kenntnis besitzen. Ob dieser Aufbau sich sowohl nach innen als auch nach außen unendlich verhält, oder irgendwo einem geschlossenen Kreislauf unterliegt, kann man aus seiner eigenen Sicht nich gar so einfach oder vielleicht auch gar nicht ersehen. Fakt ist aber, dass jeder Baustein aus anderen, kleineren Bausteinen besteht. Und ja, es muss eine Grenze des uns umgebenden Universums geben, aber sie wird wohl nur eine Kontaktfläche sein mit einem weiteren, angrenzenden Baustein, der gemeinsam mit uns und vielen weiteren, ähnlichen Welten die Grundlage für etwas Größeres ist.

 

02.04.2018

Wenn ich mir das Universum so anschaue, dann ist weder dieses, noch sind die Leben davor und auch die Leben danach von irgendeiner Unverwüstlichkeit oder Dauerhaftigkeit gekennzeichnet. Viel Größeres als wir kommt und geht, bleibt immer nur für den Moment in dem Zustand, in dem es sich befindet. 

Das Universum ist das ewige Leben und das ewige Leben ist der ewige Wandel, den wir nicht immer sehen, den wir aber erleben.

 

27.03.2018

Я, в абсолютно прямом смысле этого выражения, космический объект. Живу я в космосе и постепенно в течении моей жизни теряю силу, энергию и желание существовать. Космос меня просто по тихонько стирает и космическими ветрами раздувает во все стороны. Похожим видом он поступает с планетами, звёздами и со всем другим материалом. Вот только дух, дух остаётся и освобождается после того как космос нас стер в порошок и вот как раз то и дух становится космосом, создаёт себе новые космические объекты и там селится. Я вновь стану космосом, но вот сейчас я космический объект.

 

27.03.2018

Das Märzlicht auf dem halbtoten Graubraun der Bäume und Sträucher dringt leicht bis auf den Boden und durchs Geäst. Es hat bereits Kraft und ist klar. Es sagt dem Auge, dass das Grün nicht mehr lange auf sich warten lässt. Das Märzlicht ist stark und besonders, weil es beginnt die Erde mit allem was darauf ist aus dem Winterkoma zu holen und dem Leben zu verstehen gibt, dass es sich wieder entfalten darf. Die kahlen Bäche und Bäume, die kraftlosen Wiesen, all das wird nochmal sichtbar im beginnenden Grell der zunehmenden Tage, bevor es sich ins saftige Grün hüllt, das der Mai bringt.

 

27.03.2018

Ich bin extra zur Kirschblüte nach Tokyo geflogen um diese Pracht mit eigenen Augen zu sehen und um sie mit meiner eigenen Kamera zu fotografieren und zwar so wie ich es noch auf keinem Bild zuvor gesehen habe und es ist mir gelungen. Ich habe unglaubliche Bilder dieses Schauspiels gemacht, so als sei ich mittendrin in den Blüten gewesen, losgelöst von der erde, klein und schwebend, wie ein Blütenstaubkorn auf einer Reise durch die Äste und den Duft der endlosen Kirschbaumalleen.

Die Bilder waren wirklich anders als alles andere, was ich zuvor gesehen habe. Leider sind meine Speicherkarten auf der Rückreise kaputt gegangen und ich kann die Bilder nicht wiederherstellen. Aber das ist nicht schlimm, denn ich war ja da und hab’ die Bilder gesehen. Es ist zwar schade, dass sie weg sind, aber sie waren mir gelungen und zwar genau so wie ich es wollte.

 

27.03.2018

So ein Geist ist auch nur ein Mensch und kann wahrscheinlich auch nicht mehr als wir Menschen. Wir wünschen uns bloß immer, dass die Geister uns zur Seite stehen und helfen, aber was wenn die selbst Hilfe brauchen?!X So ein Geist kann vielleicht gar nicht helfen, obwohl er gerne würde. So ein Geist steckt auch in uns und kann oft nicht raus oder kann nicht richtig mit uns sprechen… So ein Geist kann vielleicht, auch wie wir, nur wollen und versuchen und keine Wunder vollbringen und genau deshalb, weil wir keine offensichtlichen Wunder sehen, glauben wir auch nicht daran.

 

27.03.2018

Das Universum spricht zu uns, meist bei Nacht, wenn es dunkel ist. Das Universum spricht immer, denn es ist immer dunkel. Es ist das Wesen des Universums dunkel zu sein. Nur die Sonne blendet uns am Tag und hält uns vom Zuhören ab, macht uns wach und zwingt uns ihren Lauf auf. Aber das Licht ist in der Unterzahl im Universum, es sieht nur anders aus hier auf der Erde. Also spricht das Universum immer…

 

27.03.2018

Die Sucht nach dem Immergleichen, die Sucht nach Routine ist die Sucht nach Sicherheit und ein Zwang, der in eine Routine führt, die nichts mit Sicherheit zutun hat, sondern darauf beharrt das Mittel zu sein die Umgebung kontrollieren zu können. Doch der Umgebung ist’s wurscht, denn die Umgebung ist immer stärker und immer größer und die Umgebung merkt nicht was sie anrichtet und welche Routine sie gerade zermalmt. So ist das mit der Sucht nach Sicherheit. Sicher ist die Veränderung, sie ist die Sicherheit und die kennt keine geraden, starren Linien. Das haben wir in unseren Versuchen unsere Lebenslinien zu gestalten schon alle mal erlebt…

 

27.04.2018

Ich hab’ ein paar neue Unterhosen, eine neue Jeans und ein neues Hemd. Ich fühl’ mich fantastisch und selbst wie neu. Das neue Garn auf meiner Haut… Etwas Glück und eine glückliche Konstellation der Sterne und das Neu meiner Klamotten überträgt sich auf mich und macht mich auch - neu…

 

27.03.2018

Also ich glaube an uns Menschen. Ich glaube daran, dass wir es schaffen und dass all die Miesmacher unter uns eines Besseren belehrt werden. Wir haben es nicht immer leicht, aber wir sind fähig, fähig zu verstehen, fähig zu lernen und fähig gut zu sein und wir werden im Lauf der Zeit nicht nur verstehen und lernen, sondern auch sein. Sein wie das, was wichtig ist zu sein. Das sein, was wir jetzt schon wissen und fühlen, was wir aber nicht immer sein können. Wir werden, weil wir selbst mehr an uns glauben als wir denken.

 

27.03.2018

Wir Männer können nicht unbedingt gut arbeiten, wir können aber gut arbeiten gehen…

 

27.03.2018

Jetzt, wo man herausgefunden hat, dass Gold im Weltraum entsteht durch eine Kollision zweier Neutronensterne und zwar in Mengen, die die Masse der Erde locker aufwiesen können, muss ich zugeben, dass die Deutsche Regierung es richtig macht, als Land ohne Ressourcen auf ihre Einwohner zu setzen, sich mit ihrem ganzen Gewicht auf sie zu setzen und sie zu fordern bis an die Grenzen des Machbaren, bis an jegliche Belastungsgrenze und darüber hinaus und zwar für Schwarze Nullen, für den ersten Platz im Exportolymp und für Mutti. Als hätten sie es schon immer gewusst, dass Gold und ähnliches Blendwerk nicht so wichtig ist wie es scheint, denn es gibt ja genug davon. Doch die Menschen sind der wahre Schatz, also rauf auf den Gaul und reiten, reiten, reiten. Der Gaul soll sich nicht beschweren, schon gar nicht auf solch hohem Niveau wie es in Deutschland herrscht. Zieh Pferchen, zieh, denn nicht die Materie sondern die Tritte und zwar in die Pedale halten den Esel am Laufen.

 

24.03.2018

Der Nebel war schon bei uns. Er hat hier schon geatmet und gesagt, dass die Sonne bald schlafen geht. Die Erde atmet nur ein Mal pro Jahr. Im Frühjahr atmet sie ein und im Herbst atmet sie wieder aus und wenn sie ausatmet kommt der Nebel.

 

17.03.2018

Als ich klein war, war da immer Sonntag oder Montag?!X Oder war da Mittwoch oder Freitag?!X Jedenfalls kam dann Gott und hat die Siebentagewoche eingeführt - mit Wochenende. Dann kamen Handelsverbände mit ihren verkaufsoffenen Sonntagen und die Wochentage haben wieder ihre Bedeutung verloren, so wie damals, als ich klein war.  Jetzt steh’ ich wieder da und frage mich: welcher Tag ist heute?!X

 

16.03.2018

Menschen machen Musik. Sie machen diese wundervolle Sache, die nicht da ist in der Welt und die nur deshalb entsteht, weil wir Menschen sie machen. Sie bleibt auch nicht, egal wie sehr wir sie versuchen festzuhalten. Sie schwebt, sie hallt, sie geistert herum, bleibt in uns hängen und genauso geisterhaft entspringt sie auch einer Welt, die zwar verwandt ist mit der, in der wir leben, aber trotzdem nicht in der selben Dimension zu sein scheint. Menschen machen Musik, was bedeutet, dass auch sie nicht ganz und nicht nur in der Welt leben, in der sie zu leben glauben.

 

16.03.2018

Du merkst nicht, dass du dich über ein Lebewesen bewegst. Du siehst vertrocknete, brüchige Äste anstatt Nervenenden - die Wurzeln siehst du überhaupt nicht. Du hast Boden unter deinen Schuhen, keine Haut. Du bewegst dich zwischen Bäumen in einem Wald, dessen Natur du nicht verstehst. Die Erde unter dir ist Erde. Der Baum ist ein Baum. Und wenn der Baum abgeschnitten wir, dann wird eben ein Baum abgeschnitten. Man merkt es nicht, man sieht es nicht, man hat nicht gelernt es zu sehen, aber man fühlt es und wenn man genau hinsieht, dann sieht man es auch, dann erinnert der Baum einen nicht an einen Nerv, dann ist der Baum ein Nerv und den Rest - kann man sich denken…

 

07.03.2018

Was ich liebe, ist das Rauschen der Bäume, das sich immer so verhält, als sei der Wind nicht überall, sondern nur in den Bäumen. Wenn die Kronen rauschen, will die Brust ruhen und der Kopf füllt sich mit dem langsamen Schwanken der Äste und dem Rieseln der Blätter. Das Rieseln berauscht und das Rauschen berieselt… 

 

01.03.2018

Einmal hin und zurück. Einmal rauf auf den Everest und zurück. Vielleicht rauf bis zur Spitze und vielleicht wieder zurück - lebendig. Auf jeden Fall bleibt die Gesundheit dabei auf dem Berg. Quälerei ohne Befriedigung und zum Schluss vielleicht das Fazit, dass man froh sein kann, noch am Leben zu sein. 

Einsam und äußerst schwer ist die Reise, kalt und lebensgefährlich… …braucht kaum jemand wirklich. Obwohl - ich kann es nicht beurteilen, ich war noch nie da oben. Vielleicht ist es anders, wenn man da war, vielleicht aber lohnt es mehr seine Gesundheit für etwas anderes auf’s Spiel zu setzen, als für den Aufstieg an die Spitze der Welt?!X 

 

28.02.2018

Ihr seid alle zerschellt an den Klippen, die immer höher gewachsen sind, je steiler nach oben ihr eure Flugzeuge gezogen habt. Aus den Scherben machen nun manche wunderschöne Dinge, doch die Trümmer und Splitter haben den Glanz eurer Blicke getrübt und die Sonne über euren Köpfen verdunkelt.

Ich hatte offenbar Glück, denn mein Flieger hat im Endspurt versagt und ich habe abgedreht. Kein Zerschellen… keine Trümmer… keine Berge… keine Klippen… Der Blick geht noch zur Sonne, so dass noch etwas Glanz entstehen kann…

 

27.02.2018

Die Enten schwimmen im klirrend-kalten Wasser bei fast minus zehn Grad im Bach und ich kann die Schmerzen ihrer im Wasser paddelnden Füße spüren - sie selbst spüren keinen Schmerz…

Ich zittere vor Kälte, während ich ihnen beim Schwimmen zuschaue - sie zittern kein bisschen…

Ich frage mich, wie sowas möglich ist und die Enten fragen sich, wann ich endlich verschwinde, damit sie ungestört weiter paddeln können um nicht zu erfrieren.

 

23.02.2018

Nach langem Hin-und-Her denke ich, ich hab’s verstanden: einen Traum muss man nicht verstehen, man muss ihn erfassen, oder noch besser, sich von ihm erfassen lassen. Das tun Träume ja ohnehin, nur das Hirn vermiest einem im Anschluss das Begreifen der Botschaft. Ich denke, dass kann man so stehen lassen, zumindest in meinem Fall. 

 

17.02.2018

I want a ZIPPO, I love a ZIPPO, I need a ZIPPO. 

A flame, a light and a desire…

It burns inside of me and turns into a fire 

 

17.02.2018

Weiße Wellen aus Papier schwingen und wanken hin und her, schwanken wie das Meer. Sie sind das Meer, das Meer aus Papierwellen die nicht knittern, spitz und glatt, weiß und leicht, transparent und trocken. Weiße Wellen, weißes Papier, leise schmirgelt es aneinander und füllt den Blick bis zum Horizont.

 

15.02.2018

Die Luft ist raus. Das Schöne ist nicht mehr schön, das Echte ist nicht mehr echt. Das Wichtige ist nicht mehr wichtig und das, wofür es sich zu sein lohnt scheint verloren. Es hat alles gegeben, alles hat man schon mal in Händen gehalten oder erlebt oder zumindest vom Hörensagen davon gehört. Nichts ist mehr neu und nichts scheint mehr Freude zu bringen. Und wie die Pole unserer Erde gerade zum Sprung ansetzen, so ist auch unsere Welt im Begriff sich zu verkehren, um dass dann wieder alles von neuem beginnt. Die Luft, sie wird erst wieder da sein, wenn man sie wieder zum Atmen braucht. Die Schönheit wird erst wieder schön, wenn man hässlich von schön wieder unterscheiden kann und das Wichtige wird erst dann wieder wichtig, wenn man es zu schätzen weiß und so kommt auch die Freude wieder, sie kommt wieder, wenn man verstanden hat was einem gut tut und was nicht.

 

14.02.2018

Der perfekte Mensch lebt nicht. Der perfekte Mensch versucht sein Leben lang bei sich, bei anderen und in allem, was ihn umgibt etwas zu erzeugen, das er für perfekt hält, ohne zu wissen, was perfekt ist. Er pfuscht ständig in allem herum und meint, dass nur weil er Einfluss nehmen kann auf die Natur der Dinge, er die Natur der Dinge damit perfektioniert. Mit der Natur geht er nicht mit, er pfuscht, weil er denkt, dass er etwas besser kann als das, was die Natur der Dinge lenkt, nämlich die Natur selbst. Und so treibt er nicht mit im Fluss und erlebt, sondern bremst, manipuliert und versucht sich zum Mittelpunkt all dessen zu machen, was ihn umgibt, weil er nicht verstanden hat, dass es nicht nur um ihn geht. Manchmal, da schafft er es sogar den Lauf der Dinge so massiv zu stören, dass nicht nur er, sondern ganz viele andere zu Schaden kommen, doch er sieht es nicht, denn er kann nicht Teil sein, er ist alles oder nichts.

Der perfekte Mensch kann vielleicht eine bestimmte Sache etwas besser als jemand anderes, vielleicht denkt er es auch nur, doch das genügt ihm um seinen Blick zu verengen auf das, was er entdeckt hat und die Welt damit zu terrorisieren.

 

13.02.2018

Ich bin ein freier Geist. Ich bin ein Geist. Ich bin nicht frei! Ich bin im Geiste…

Im Geiste ein freier Geist. Ein Geist in Freiheit. Ich bin in Freiheit und ein Geist.

 

13.02.2018

Ich wusste gar nicht, dass es so viele Möglichkeiten gibt, etwas zu werden. Ich wusste nicht, dass es überhaupt so vieles gibt, dass man werden kann. Ich wusste nicht, dass all das Viele im Grunde das Gleiche ist, also habe ich gedacht, dass aus mir nichts geworden ist. Ich wusste nicht, dass das nicht stimmt. Ich wusste nicht, dass ich schon immer gewusst habe, dass ich das werden kann, was ich bin.

 

10.02.2018

Etwas wird fest. Zuerst ist es immer fliessend, aber nicht flüssig. Es ist eine Idee, ein Gedanke, ein Geist. Doch wenn es sich verdichtet in seiner Art zu sein, beginnt es Ablagerungen zu Bilden, wie der Kalk im Wasserkocher, oder wie ein Delta eines mächtigen Stroms. Und dann beginnt es sich zu bewegen, wie eine Wanderdüne. Aus der Nähe betrachtet tut sich nicht viel, doch von weiter weg gesehen ist da einiges, das sich ansammelt. Es sammelt sich und wird fester, bis es sich anfängt zu bewegen. Irgendwo, also überall gibt es immer ein paar Sand- oder Staubkörner, etwas, das vom Wind getragen und bewegt werden kann, einen Fluss, einen Bach und ein paar Naturkräfte und so kann ein Geist überall dort, wo es etwas gibt, das verfestigt werden kann auch eine Gestalt annehmen…

 

07.02.2018

Es ist immer leise. Sie sind immer leise: die Einsichten, Entscheidungen und Entschlüsse etwas zu ändern. Sie sind so leise, dass man sie vielleicht sogar überhört oder nicht ernst nimmt, weil man gelernt hat, dass Veränderungen etwas Grosses und Schwerwiegendes sind, das mit Donner, Krach und Getöse daherkommt. Doch dem ist nicht so - es ist leise und wenn man es nicht schafft es zu beachten - dann ist es weg.

 

04.02.2018

Ich sitze jeden Tag vor dem Spiegel und haue rein in die Tasten, die davor liegen. Es sammelt sich und wird immer mehr zu einem Bild, einem Abbild von mir. Ein Bild, das nicht aussieht wie ein Bild - Zeilen, die wenn man die Musse dazu hat sich in sie hineinzuführen, alles abbilden, was ich war, als ich sie geschrieben habe. Eine nicht ganz umständliche Art eines Spiegelbildes, jedoch ein echter Abdruck.

 

28.01.2018

Alles ist so groß wie es ist. Alles ist einfach genau so gross wie es ist und nicht etwa klein oder gross. Es kann sein, dass es gigantisch ist und nichts davon weiss, oder winzig klein und es denkt, es sei das Grösste. Aber nein, alles ist so gross wie es ist.

 

28.01.2018

Es gibt immer eine grössere Zahl, es gibt immer eine grössere Welt, es gibt immer eine Zeit danach. Es gibt immer etwas, das weiter geht, auch wenn alles sich dabei im Kreise nur dreht. Und wenn meine Welt irgendwann mal steht, geht mein Geist mit dem, was sich weiter dreht…

 

28.01.2018

Ein Netzwerk aus Bahnschienen, Ampeln, Schaltungen, Verbindungen, Haltestellen und all den Zügen, die dieses Netz befahren. Das ist künstliche Intelligenz. Bahnverkehr ist künstliche Intelligenz, gesteuert durch Algorithmen echter Intelligenz. Künstliche Intelligenz fährt auf Schienen, die echte Intelligenz baut und programmiert. Und sind da mal keine Schienen, fährt auch kein Zug. Ist unsere Fahrt zu Ende, steigen wir aus dem Zug und gehen zu Fuß weiter. Zu Fuß, neben den Schienen, drüber hinweg, oder einfach ganz woanders hin, dorthin, wo es gar keine Schienen gibt. Nichts, das intelligent ist, braucht Schienen, es kann sich seinen Weg selbst suchen, selbst entscheiden, spontan reagieren und dazu lernen. Ein Zug wird sich niemals von der Stelle bewegen ohne die Geister, die ihn erschaffen.

 

24.01.2018

Müde Männer. Männer werden müde, furchtbar müde, müde überall, am Körper, im Kopf, auf der Arbeit und daheim. Müde Männer sind Männer. Männer sind müde.

 

20.01.2018

Wir kennen alle den Tod. Wir haben ihn alle mindestens ein Mal hinter uns, weil wir leben. Nach jedem Leben kommt ein anderes Leben und dazwischen kurz der Tod, der uns das Leben, das wir zuvor gelebt haben vergessen lässt. Die Geburt lässt uns den Tod vergessen und so kann ich mich nicht mehr an mein Leben zuvor und an den Tod erinnern. Doch so muss es sein, denn nach jedem Leben kommt ein neues Leben…

 

17.01.2018

Alle verlassen das sinkende Schiff. Alle Schiffe sinken. Alle Schiffe werden verlassen. Alle finden ein neues Schiff und denken, dass es nicht sinkt. Vielleicht war das Schiff, das jeder verlassen hat gar nicht am sinken?!X Was, wenn das neue Schiff am sinken ist?!X

Alle Schiffe sind neu besetzt und keiner weiß ob sie sinken oder nicht, bis jeder wieder das Gefühl bekommt, dass sein Schiff sinkt.

Alle Schiffe schwimmen bis sie zu alt dafür sind und sinken.

 

17.01.2018

Irgendwas werden in dieser Welt, Lehrer oder irgend jemand, der so tun kann, als hätte er ein geregeltes und sicheres Leben in dieser Welt, die alles regelt, was auf ihr ist.

 

12.01.2018

If you wanna be the one, who always knows what to do in every kind of situation no matter how hard or difficult the situation is, you will become that person, you will always know what to do, you will lose your fear to fail and you will find a way to know what to do, you will become that person, because you want it. And you will start facing all problems and difficulties in all kind of situations, because you wanna be the one. 

 

10.01.2018

Die alten Hände öffnen ein Buch und sie blättern darin. Sie haben recht - sie haben viel gesehen und viel erlebt, aber sie sind auch einsam und in ihrer Scharfsinnigkeit zynisch geworden. Sie wälzen Gedanken, sie treffen den Kern, aber manchmal, da scheint sie durch, die Einsamkeit und sie bringt die Waage der Scharfsinnigkeit aus dem Gleichgewicht und dann hilft alles nichts, keine schönen Worte, kein klarer Blick, keine eingebildete Objektivität, denn dann spricht nur die Einsamkeit und der Wunsch den ganzen Mist einzutauschen gegen etwas vertraute Gesellschaft. Das ist das, was die alten Hände sagen und so viel sie auch im Recht sind, sie können es durch nichts verheimlichen, dass sie einsam sind. 

 

08.01.2018

Ein kleiner Junge schreibt ein Gedicht - zum ersten Mal. Er weiß nicht ob es gut oder schlecht ist, denn es gibt so viele gute Gedichte von echt guten Dichtern. Also, versteckt er sein Gedicht und traut sich nicht es jemandem zu zeigen. Jedes Mal, wenn er denkt: jetzt, jetzt kann ich mein Geheimnis lüften, fällt ein falsches Wort, schaut ein komischer Blick und der kleine Junge lässt es lieber sein - bis er groß ist und alles vergessen hat, was er als Kind gelernt hatte und so kramt er sein Gedicht heraus, das er als kleiner Junge geschrieben hatte und er liest es und er sieht, dass er ein guter Dichter war.

 

04.01.2018

In der Nacht, wenn es ruhig wird, kann man gut hören und gut verstehen. Man kann Antworten hören auf all die Fragen, die man sich am Tag gestellt hat. Doch wir schlafen in der Nacht. Wir hören zwar und wir verstehen, wir vergessen jedoch oft alles, sobald wir aufwachen. Und wenn wir uns doch mal erinnern, dann glauben wir es seien bloß Träume und Träume sind ja bekanntlich nur Schäume.