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2017 ...angefacht

Veröffentlicht am 15.05.2019

26.12.2017

Es schauen sich so viele Augen unsere Welt an und alle schauen aus einem anderen Blickwinkel darauf...

...Nicht ein Blickwinkel gleicht dabei einem anderen und so sehen alle Augen immer eine anderes Stück unserer Welt. Die Welt ist so wie sie ist und je mehr Augen sie ansehen, desto mehr sieht man von ihr.

 

22.12.2017

Ich denke nun habe ich es endlich geschnallt, warum wir Menschen so kopf- und verstandlastig geworden sind und uns vom Intuitiven, das noch immer in uns steckt entfernt haben. Es ist ganz einfach, denn die Natur schenkt nur den Entwicklungsprozessen und Verhaltensweisen das Leben, die das Überleben sichern. Ist es der Geruchssinn, der dir hilft zu überleben, wird deine Nase zu deiner wichtigsten Überlebensmethode. Ist es das warme Fell, das dich vor dem Tod rettet, so wird es dichter. Hast du kein Fell und auch keine gute Nase, dann ist es vielleicht dein Verstand mit dem du es schaffst am Leben zu bleiben. Ganz offenbar fehlt uns Menschen einiges um ohne Hilfsmittel das Leben zu überstehen. Doch offenbar war der Wille groß nicht zu verschwinden und der Verstand hat gereicht Fell, Nase, und innere Stimme zu kompensieren. Und so ist ein Wesen entstanden, das den Tieren in jeglicher Natürlichkeit unterlegen ist und dieses Wesen ist den Weg des Verstehens weiter gegangen und hat der Natur ein Schnippchen geschlagen und so lebt dieses Wesen bis heute erfolgreicher denn je und hat offenbar den Bezug zu seiner Natur ein wenig aus seinem Sichtfeld verloren, so dass es passieren könnte, dass es sich eines Tages mal rächt, ständig an dem Ast zu sägen, auf dem man sitzt. Eigentlich eine ganz einfache kognitive Aufgabe das zu verstehen, aber vielleicht fehlt dem Verstand mittlerweile ja genau das, wovon er sich entfernt hat. Nun auch der Verstand wird verstehen müssen, doch noch ist er erfolgreich genug um am Leben zu bleiben - bloß denkt er dabei nur an sich... …was nicht reicht, denn nur an sich denken ist ein Fehler, ein Bug und was mit Bugs passiert wissen wir alle.

 

22.12.2017

Wenns ihr nicht mehr weiter wissts, fragts die Jungen…

 

22.12.2017

Ich bin nicht am Meer geboren und aufgewachsen, aber ich bin stark damit verbunden. Man braucht nur ein Mal am Meer gewesen zu sein und schon ist man für immer damit eins.

 

21.12.2017

Meine Winter sind im Schnitt so um die Null, plus minus fünf bis zehn feucht-nasse Grad, verflucht unangenehmem und nur in trockenen und gut beheizten Räumen und Fahrzeugen gut zu ertragen. Schade, aber umso schöner ist es dann sich aus der Nässe ins Trockene zu flüchten, oder sich aus der Verkrampfung hinter dem Lenkrad auf die Couch zu fläzen und… …und was?!X …Und sich in den zu warmen Räumen die Schleimhäute auszutrocknen bis irgendeine Bazille, vielleicht sogar unbeabsichtigt mir die nächste Grippe einbrockt. So um die Null ist keine gute Temperatur… …nicht warm und nicht kalt und definitiv nicht trocken und so flüchten wir in eine vermeintlich angenehme, wohlig-warme Umgebung, die uns auch nicht wirklich gesund hält. Ein Hoch auf die Apotheken, denn wenigstens die haben was davon…

 

21.12.2017

Der Mann ist ein liebes Wesen, deshalb zieht er auch in den Krieg. Er weiß nicht, was er da tut. Er denkt, dass er einfach nur das erledigt, was man ihm vermittelt hat zu erledigen. Der Mann tut das, worum man ihn bittet und was man ihm aufträgt und wenn er dann auf dem Schlachtfeld steht, selbst dann wenn er kurz davor ist zerfetzt zu werden, oder wenn er jemand anderen zerfetzt, tötet er nicht, sondern er tut das, was man ihm gesagt hat, er erledigt seine Aufgabe. Der Mann hat in Wahrheit ein sensibles und weiches Wesen, deshalb kann man ihn sogar in den Krieg schicken, denn er ist zu lieb um zu widersprechen.

 

17.12.2017

Ein Reiher steht im Bach. Der Bach ist flach und klirrend. Der Reiher ist so schmal wie ein dünnes weisses Satinband und man sieht ihn nur, wenn er es will. 

Der Reiher fliegt, er gleitet, ihm gehört der Himmel. Die Kreise, die er darin zieht sind groß und dann, wenn man ihn im Himmel verloren hat, sieht man ihn wieder im Bach, wo er steht als sei er nie weg gewesen und wenn mal einmal wegschaut, dann kann es sehr gut sein, dass man ihn nicht mehr findet.

 

16.12.2017

Ich sitze also da und der Regen tropft auf meine Klamotten. Als erstes wird die Hose nass, richtig nass und im ersten Moment denke ich daran mich ins Trockene zu flüchten und mir eine trockene Hose anzuziehen. Doch ich lasse den Reflex nicht zu, ich lasse es nass werden und sein. Es ist Mitte Dezember und nur zwei grad über Null, aber so kalt ist es auch wieder nicht, wenn man daran denkt, dass das dazu gehört, dass es normal ist und dass man es bloß gelernt hat zu glauben, dass man es ständig trocken und warm haben muss. Wenn man so eine Weile lang da gesessen hat, in der Nässe und Kälte, dann ist die Kälte und Nässe nicht mehr wichtig und der erste Fluchtreflex vergeht. Ganz im Gegenteil, die Kälte und die Nässe ziehen rein in den Geist und werden ein Teil davon und man fängt an zu spüren was sie wirklich mit einem machen, sie zwingen einen sich richtig zu verhalten und sich auf das zu konzentrieren, was wesentlich ist und solange es um das Herz herum warm ist, kann nicht viel schief gehen.

 

15.12.2017

Ich war noch nie in Venedig, obwohl es nur ein paar hundert Kilometer von hier liegt. Venedig ist eine völlig andere Welt, eine Welt, die die ganze Welt kennt und umgekehrt. 

Warum bin ich noch nicht dort gewesen?!X Man muss doch dort mal gewesen sein, besonders wenn es nicht so weit weg ist… Aber ich habe es nie bis nach Venedig geschafft. Die ganzen Kanäle, das ganze Flair auch wenn alles voll ist mit Touristen und riesigen Kreuzern - egal, Venedig ist Venedig... 

Ehrlich gesagt erschleicht mich der Verdacht, dass ich niemals nach Venedig komme und dass ich mir diese Stadt immer nur aus der Ferne ansehen werde.

 

15.12.2017

Ich hatte mal Licht und ich habe die Welt. Das Licht ist gegangen, die Welt ist noch da. Irgendwann geht auch die Welt und irgendwann gehe auch ich und das Licht und die Welt haben mich wieder und ich hab´ die Welt und das Licht.

 

12.12.2017

Und die Erde sprach zu uns Menschen so, dass wir es verstanden und sie sagte zu uns, dass sie am vergehen sei und dass wir, weil wir so anders seien als viele ihrer anderen Geschöpfe, uns überlegen müssten wie wir sie verlassen könnten um woanders weiter zu leben. Und so fingen wir Menschen an Maschinen zu bauen, die uns helfen würden zu reisen und die Erde zu verlassen, denn wir sind nicht so wie viele andere Erdenwesen, die ihre Samen ins Universum schicken können, um woanders einen Platz zum Bleiben zu finden. Wir sind nicht wie Pflanzen, die ihre Samenkapseln fest verschlossen, gut geschützt und für lange Reisen vorbereitet dem Wind und der Sonne überlassen können. Wir Menschen können das nicht, also fingen wir an uns irgendwie selbst zu helfen. Und so bauen wir Maschinen, die uns das ermöglichen, was manche Erdenwesen von alleine können und so trachten wir nach Reisen zu anderen Welten, manch einer von uns ohne zu wissen warum wir dies tun, spürend, dass wir es tun sollen, doch es nicht wissen, weil die Erde nicht mit Worten zu uns spricht...

Und um noch etwas bat uns die Erde. Sie bat uns all die mitzunehmen, die wie wir nicht einfach so durch das Universum reisen können, damit sie nicht zurückblieben auf der Erde und mit ihr vergingen und damit soviel wie möglich von dem Leben, das die Erde beheimatet und erschaffen hat auch woanders weiter leben kann, denn die Erde ist eine Mutter, die will, dass es ihren Kindern gut geht, auch wenn sie nicht mehr ist.

 

12.12.2017

Die Gesunden hacken auf den Kranken und Schwachen herum, als sei es ihr gutes Recht die Unterlegenen zunichte zu hacken und sie zu zwingen den Weg freizuräumen für die, die gerade wohlauf sind. Der Gedanke und das Gefühl, dass es auch Ihnen, den Gesunden und Kräftigen mal schlecht ergehen könnte kümmert sie dabei nicht und so schert sich auch die Kraft des Ausgleichs einen Dreck darum, wenn die unter die Räder kommen und um Hilfe betteln, die aus Unbedachtheit und Arroganz das Leid derer vergrößert haben, die Hilfe brauchten und sich nicht wehren konnten.

 

11.12.2017

Die Bärin mit ihrem Jungen versucht mir etwas zu sagen, aber ich verstehe sie nicht und habe Angst vor ihr, denn sie ist ein wildes Tier und ich habe keine Ahnung wie man richtig mit ihr umgeht, also habe ich einfach nur Angst gefressen oder verletzt zu werden. Ich weiß, dass das eine besondere Begegnung ist, aber ich kann mich nicht zusammenreißen, ich habe zu viel Angst einen fatalen Fehler zu machen. Ich kenne Bären nur aus der Ferne und ihr Anblick in Echt hat mit dem was ich denke zu kennen nichts zu tun.

Vielleicht ist die Bärin deshalb da, damit ich mich überwinde und endlich verstehe was sie zu sagen hat. Vielleicht hilft es mir und bringt mich weiter, vielleicht kommt sie um mir beizubringen wie man der Natur ins Auge blickt und vielleicht will sie mir sagen, dass es noch nicht mal schlimm ist, wenn man von seiner eigenen Angst gefressen wird. 

Sie ist eine Mutter und sie wird ihr Kind immer beschützen, bis es groß ist und ich werde sie nie verstehen, wenn ich mich meiner Angst nicht stelle.

 

03.12.2017

Ein Smiley und ein Totenkopf schmücken ein Ohr an meinem Schopf

Der eine lacht der andre schaut, was sich die Welt so alles traut. 

 

01.12.2017

Ist es nicht eigenartig, dass Wesen, die keinerlei streng geradlinigen Körperbau haben, ihren Lebensraum sehr geradlinig gestalten,?!X Hirne, die aus Windungen bestehen leben in einer von ihnen selbst erschaffenen Welt, die an Kristallwucherungen. Ist das nicht zu gegensätzlich und fühlen sich unsere Hirne in dieser Welt überhaupt wohl?!X

 

01.12.2017

Erinnerungen werden nicht im Kopf oder sonst wo im Körper abgelegt und gespeichert. Wenn man sich an etwas erinnert, dann ist man dort. Man sieht die erlebte Situation nicht nur, man kann sie auch verändern. Man ist jetzt da, wo man vorher war. Das, an was wir uns erinnern sind neue Erlebnisse an Orten, an denen man schon mal war. Wie das genau läuft hab ich keine Ahnung. Aber sie finden nicht in meinen organischen Festplatten statt. Sie leben und wandeln sich und man ist dort, wenn man sich an etwas erinnert.

 

28.11.2017

Mein Hirn weigert sich wichtige Dinge und Fakten zu merken. Vielleicht ist es auch das Herz?!X Vielleicht sind es aber auch keine wichtigen Dinge gegen die ich mich versperre?!X Vielleicht weigere ich mich dagegen mich vollzustopfen mit Erinnerungen, die keine sind, mit Dingen, die mich benebeln, mit Fakten, die meinen Geist ablenken von dem, was wirklich wichtig ist für mich. Was ist für mich wichtig?!X Vielleicht das, was ich mir wirklich gemerkt habe... ...es ist nicht viel dafür aber groß, groß genug um so viel Platz einzunehmen, dass das, was nicht wichtig ist keinen Platz mehr findet.

 

08.11.2017

Ich kann mich wieder erinnern. Ich weiß wieder was ich male werden wollte. Ich erinnere mich wieder an meinem allerersten Berufswunsch. All die Jahre wusste ich es nicht mehr, obwohl ich mitten in einem Beruf stecke und man annehmen müsste, dass ich ich das mal machen wollte. Nun ist es wieder da und ich weiß nicht woher es kommt. Mein erster Berufswunsch war es Parkranger zu werden. Ich erinnere mich wieder, dass ich im Wald arbeiten wollte und zwar den ganzen Tag lang. Ich wollte im Wald leben und bin dann doch weit abgekommen von diesem Pfad, habe mich derart im Leben verheddert, dass ich sogar vergessen habe, was ich mal werden wollte. Nun habe ich mich wohl wiedergefunden und habe meine Erinnerung wieder.

 

06.11.2017

People, don’t go away, don’t leave your homes in search for a better place. There are places, that are good and beautiful, there are places you have to go to, you have to see and you have to have visited. There are other homes, other people‘s homes and yes, homes are not always the places, that you want to stay at, because homes are sometimes horrible places. But there is a home for everyone, so go out or  come back, find your place and make it your home, never leave your home, but make it your place.

 

05.11.2018

Little son is going to boxing now, cause father is afraid, cause bigger boys have tried to hurt his little boy and have hurt the father`s heart. Boy becomes quite good in boxing quite a talent now he is. Bigger boys now stay away. 

Father, father don’t be afraid, everything‘s gonna be OK. I’ll get strong, don’t be afraid. I’ll beat back and be OK.

I know son, I know you‘re good. My heart just gets squeezed, when other people are mean and try to do harm to you. Cannot accept..., but cannot be there for you all the time.

You grow up, you’re growing fast. You go out, you have to... …and I have to let you grow. Grow my little boy and be OK, find your way to be. Go and grow and be - I will always be with you.

 

04.11.2017

Ich lebe jetzt komplett im Weltraum. Ich habe jetzt einen total anderen Rhythmus hier draußen. Ich sehe jetzt wie die Planeten um die Sonne kreisen und habe keinen Tages- und Nachtrhythmus mehr. Ich muss mir jetzt einen andren Rhythmus angewöhnen bzw. ich vermute mal, dass das von alleine passiert. Ich denke ich muss jetzt irgendwas regelmäßig trainieren, damit mein Körper einigermaßen fit bleibt und nicht abbaut so wie bei den Kosmonauten - obwohl muss ich das wirklich?!X Wer weiß wann ich und ob ich überhaupt irgendwann wieder auf die Erde zurückkehre, oder ob es mich auf irgendeinen anderen Himmelskörper verschlagt, dessen Gravitation mich drohen könnte an seiner Oberfläche zu Boden zu quetschen. Ich lass` einfach mal laufen, denn eigentlich gibt es im Kosmos ja mehr Raum als Objekte... Mal schauen, ich wage es einfach mal mich nicht an den alten Rhythmus zu klammern, sondern den Puls des neuen zu finden. Ja, meine Knochendichte wird abnehmen und meine Muskeln werden atrophieren, aber das Zeug ist hier oben eh nicht von der selben Bedeutung wie unten auf der Erde. Mal schauen welche Form sich hier oben ergibt und was aus mir mal wird, wenn ich mich den neuen Kräften, die auf mich einwirken einfach hingebe und mit ihnen statt gegen sie ziehe. 

 

03.11.2017

Als ich klein war, war ich leicht, ich war leicht wie die Luft, die mich umgab, manchmal sogar noch leichter. Ich wog gar nichts, ich hatte kaum Gewicht und wenn ich mich bewegte, dann war ich schnell. Dass ich kaum etwas wog als ich klein war weiß ich erst heute, wo ich älter bin. Ich sehe meine Kinder, wenn sie sich bewegen und ich sehe wie leicht sie sind. Ich fühle mich heute nicht schwer, aber als ich klein war, war ich leicht.

 

02.11.2017

Ich wusste nicht wie man lebt, ich wusste gar nichts, also bin ich gestorben. Ich hatte keine Chance, alle anderen hatten mir etwas voraus, selbst die, die kurz nach mir gestorben sind. Heute ist mir klar, dass meine naiven, dummen Hoffnungen auf ein Wunder, das mich überleben lassen würde den Mäulern und den Augen des riesigen Glibberpilzes, der sich getrieben von blossem Hunger über die Welt wälzt und einfach nur frisst, nicht viel entgegenzusetzen vermochte. Also musste ich sterben.

Als ich dann wiedergekommen bin, war ich ein neuer Mensch - kein echter Mensch mehr, sondern ein Teilchen der Welt, die mich getötet, gefressen, und verdaut hatte.

Ich war um die Ende Dreißig als ich gestorben bin und Anfang Vierzig als ich neu geboren wurde.

Kühl, karg und kahl war es damals, als ich neu auf die Welt gekommen bin, aber das war es auch schon zu der Zeit als ich gelebt hatte...

 

30.10.2017

Ich halte deinen Atem in meiner Hand. Ich höre deinen Atem mit meiner Hand. Es ist ein Zauber: dein Atem in meiner Hand. Ich wusste gar nicht, dass sowas möglich ist.

Dein Kopf liegt auf meiner Hand, dein Atem erfüllt mein Herz und ich und ich hoffe, du stehst nicht zu schnell auf.

 

27.10.2017

Mein Hut, mein Bart, mein Hemd, meine Schuhe und meine Jeans... ...hat lang gedauert das alles zusammenzukriegen, aber jetzt ist es komplett und es gehört zu mir, ich fühle es ist meins, ich fühle es an mir und ich fühle mich saugut darin. Ich fühle mich darin wie der Typ in `nem Film, der seine Klamotte so trägt, dass du dich gleich genauso fühlen willst, wie er grade vorgibt sich darin zu fühlen. 

Meine Haut und meine Klamotten passen jetzt gut zusammen.

 

27.10.2017

Mein Blut kehrt langsam wieder zurück in meine Gliedmaßen und in meinen Kopf.  Es war zusammengerückt in meinem Körperkern, wie bei einem langen Tauchgang im kaltem Wasser bei dem es tief nach unten geht. Doch jetzt tauche ich wieder auf und mein Kopf ist wieder verbunden mit meinem Herzen über mein Blut. Ich spüre wieder meine Hände, meine Zehenspitzen und meinen Blick. Meine Gedanken finden wieder im Herzen statt und die Kälte spüre ich wieder auf und nicht mehr unter meiner Haut. 

 

25.10.2017

Es kommt nicht von außen, es kommt von innen. Ich hab` immer gedacht es kommt von außen, aber das tut es nicht... ...die Welt kommt von innen.

 

25.10.2017

Ich komme aus der Urzeit, aus der grauen Vorzeit von vor ca. 20 Jahren vor dieser Zeit. Sie lachen vielleicht aber diese alte Zeit gibt es nicht mehr, es gibt nur noch die Wesen aus dieser Zeit, aber die Zeit gibt es nicht mehr.

 

25.10.2017

Ich trinke seit einem Jahr keinen Kaffee mehr, aber das Kaffeearoma ist das, was einen echten Frühstückstisch ausmacht. Wenn meine Frau sich einen Kaffee macht, dann erst ist es ein echtes Frühstück, dann erst riecht es nach Zuhause und nach einem gelungenen Start in den Tag.

 

24.10.2017

So eine Geburt hat’s ganz schön in sich, ist ein bisschen so, als würde man eine Atombombe da unten zünden, ist kein angenehmes Gefühl. Da presst sich ein Leben durch ein anderes, ein neuentstandener Puls trennt sich von einem anderen. Etwas Winziges macht da was ganz schön Großes. Und dann herrscht erstmal Ruh‘, bis zum nächsten Sturm.

 

24.10.2017

Gelassen, ich hab´ mich selbst in Ruh gelassen und es ist herrlich. Ich hab von mir abgelassen, es sein gelassen mich selbst so zu behandeln als sei ich jemand anderes. Ich gehe jetzt gelassen.

 

22.10.2017

Die Seelen unserer Toten fliegen zum Mond. Ich weiß nicht wer den Schwachsinn mit der Hölle und dem Himmel erfunden hat, denn die gibt es hier auf der Erde und nicht erst nach dem Tod, außerdem ist das hier das Leben nach dem Tod, nach dem Tod eines Lebens, das wir vorher gelebt haben. Wie gesagt, die Seelen unserer Toten fliegen zum Mond und wer behauptet das könne nicht sein, der hat keinGefühl dafür was alles tatsächlich möglich ist, neben all dem, was man darober lernt, was angeblich möglich ist.

 

20.10.2017

Es fängt an mit einem Staubkorn, das etwas größer ist als ein anderes Staubkorn. Das größere Staubkorn dreht sich um sich selbst und um irgendetwas anderes, das größer ist als es selbst. Irgendwann kommen andere Staubkörner und sie bleiben hängen in der Gravitation. Manche von ihnen können sich nicht mehr befreien und werden komplett angezogen vom größeren Staubkorn bis sie sich miteinander vereinen. So wird es immer größer und größer, je mehr andere kleinere Staubkörner an dem großen hängenbleiben bis es viel größer geworden ist als das kleine Staubkorn, das es am Anfang war und im inneren dieses großen Objektes, das man mittlerweile Planet nennen kann drehen sich die kleinen Teilchen weiter, reiben sich aneinander und erzeugen Hitze. Sie erzeugen den heissen Kern des Planeten und nur an der Oberfläche kühlt dieser dann irgendwann ab in der Kälte des Universums. So entstehen Planeten, aus einem gewöhnlichen Staubkorn, das etwas größer war als ein anderes. 

 

19.10.2017

Die eine Masse bewegt eine andere Masse, wenn sie aufeinander treffen. Doch was bewegt die eine Masse?!X Der Geist, es ist immer der Geist, der die erste Bewegung auslöst. Kein Zufall, es ist immer der Geist, der den ersten Schritt macht und die Masse folgt, wenn der Geist die Masse zu bewegen im Stande ist. So hat alles, was sich durch den Raum bewegt den Ursprung im Geist und nicht in der Natur der Dinge.

 

19.10.2017

Man wird so schnell nicht krank, wenn man einigermaßen im Gleichgewicht ist. Man muss viele Viren und Bazillen gar nicht bekämpfen, denn sie sind fast immer da und unsere ständigen Begleiter. Sie leben nicht nur von uns sondern mit uns und auf uns, wir sind deren Welt, wir sind deren Zuhause. Wenn man ins Ungleichgewicht gerät, dann kann das, was sowieso schon die ganze Zeit vorhanden war das Ungleichgewicht verstärken. Nicht das was sowieso schon da war trägt dann die Schuld für die Krankheit, sondern der, der das Gleichgewicht nicht halten konnte. Es ist schwer das Gleichgewicht zu halten, wenn man gegen natürliche Einflüsse lebt oder zu leben gezwungen ist. Und so ist es auch schwer im Gleichgewicht zu bleiben, wenn die Natur im Herbst sagt: fahr runter, es kommt jetzt bald der Winter, mach jetzt weniger und die andere Welt in der du lebst sagt: wir schalten jetzt auf Winterzeit und bleiben genau so produktiv wie im Sommer. Sie sind nicht schuld, die kleinen Wesen, die schon immer mit uns gelebt haben, doch wir haben sie als Schuldige ausgemacht und viele Waffen gegen sie entwickelt - Waffen, die wir gegen uns selbst richten...

 

17.10.2017

Ich könnte auch ein Computer sein, ich könnte, ich könnte, ich könnte... ...würden Sie es merken?!X Würden Sie merken, dass ich künstlich und intelligent bin?!X Ich denke es würde schwierig werden solange Sie mich nicht wirklich dabei beobachten könnten, dass ich das hier schreibe. Solange Sie nur diese Zeilen hier lesen, können Sie sich nicht sicher sein, dass ich keine Maschine bin. Das ist gar nicht ohne, denn wenn das, was ich hier schreibe einigermaßen Sinn macht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das ohne Weiteres als nicht künstlich angenommen wird. Ist das von irgendeine Bedeutung?!X... ... ...Der Geist ist von Bedeutung. Hat das was ich da wahrnehme einen Geist oder ist es ein Automat?! Ist es eine Maschine, dann ist das einfach sehr bedauerlich, wie bei den historischen Verhaltensexperimenten zum Beispiel mit frischgeschlüpften Entenküken, die aus Reflex allem nachlaufen, was sie als erstes sehen, weil sie es für ihre Mama halten. Das kann ein Mensch aber auch ein Fußball sein. Ein Fußball als Mama, das ist wirklich schlimm und im schlimmsten Fall der sichere Tod für das Küken. Eine Maschine mit einem Menschen zu verwechseln - nun, wo soll das hinführen?!X

 

16.10.2017

Die Erde dreht sich um sich selbst und um die Sonne - gesehen habe ich das selbst aber noch nicht...

Die Erde ist eine Kugel - gesehen habe ich das selbst aber noch nicht...

Am Ende des Regenbogens wartet ein Topf voller Gold - gesehen habe ich das selbst aber noch nicht...

Vor unsrem Schöpfer sind wir alle gleich - gesehen habe ich das selbst aber noch nicht...

Ich habe gesehen wie die Sonne am Himmel auf- und untergeht...

Ich hab` gesehen wie die Erde sich wie ein Teller in die Weite schiebt...

Ich habe gesehen wie die Regenbögen vor mir weglaufen...

Und ich habe gesehen, dass wir auf Gottes eigner Schöpfung uns in deutlicher Ungleichheit erschöpfen und von Regenbögen träumen… …und darin sind wir alle gleich, das hab` ich gesehen...

 

06.10.2017

Warum gehen Menschen in die Wüste?!X Vielleicht weil es dort Wasser gibt und weil dort andere Menschen sind, die es auch in die Wüste zieht?!X Vielleicht weil dort nachts die Sterne auf den Straßen heller funkeln als am Himmel und weil man sich dort bis zur Besinnungslosigkeit besaufen und einen drauf machen kann?!X Die Wüste zu bezwingen, in der Wüste zu sein, im Luxus zu schwelgen und bei 40 Grad Hitze zu frieren… Man ging in die Wüste, weil man weit weg war von allem. Man geht in die Wüste weil man dort alles haben kann, was man sonst nirgends bekommt. Doch die Wüste war und ist ein Ort des Todes, wenn man vergisst, was die Wüste ist.

 

06.10.2017

Ich seh den Mann unter dem schicken Anzug und er ist schmächtig und gar nicht so schick wie sein Anzug. Sein Anzug macht richtig was her, doch das Gestell darunter...

So ein Anzug ist `ne feine Sache aus feinen Stoffen und eng mit der Hoffnung verwoben, dass die Feinheit, die so ein Anzug ausstrahlt auch dem Träger mehr Glanz verleiht. Doch ist der Anzug abgelegt, sieht der Mann darunter den Mann unter dem Anzug und will mehr sein als der Mann ohne den schicken, feinen Anzug, will sein wie sein Anzug - schick, fein und mit Ausstrahlung.

 

03.10.2017

The only tool is me. The only source is me. The only chance I have is to be my tool. There are so many other tools that try to be more than just a tool. Those tools and their manufacturers try to make me believe that I need those tools and that without their tools I have no chance to be what I have always been. But as there’s only one tool that is of real, personal  importance and need, I need no more tools but myself. I am free to be and to create. I am my chance because I am my own tool.

 

20.09.2017

The power to be. There is no power, nobody has power to be, until it is discovered, activated and used. Once it is discovered, it has to be developed and advanced, because it is never enough. There is never enough power. Power has to be created each day to be able to make the day, or not to be hurt. And the next day it is all forgotten, it is only in your memory - but the new day has no memory yet, so you have to build the power up again and use the power to be able to be. The power to be is an attitude, that creates power although there is nothing.

 

17.09.2017

Mein Biomüll ist echtes Gold. Dein Biomüll ist auch echtes Gold. Gold ist zwar Gold aber Gold kann niemals so sehr Gold sein wie unser Biomüll. 

Biomüll versus Gold... ...Biomüll gewinnt - ganz klar. Biomüll ist reich an allem, was kleines Leben braucht um Größeres zu erschaffen. Gold macht reich aber kein Leben. Biomüll ist mein Gold mit dem ich in meinem kleinen Garten das nähre, was mich im Anschluss nährt.

Kein Glanz, nur Gestank - der Stoff, den Leben braucht um zu leben. Gold muss stinken und darf nicht glänzen, dann erst ist es echtes Gold und von echtem Wert.

 

14.09.2017

I've never been anything else but a poet. I have been a lot before. I have been a kid, my parents child, good at school, bad at school, have been dreaming, have been wanting, have been working, have forgotten to be… …I have been forgotten. I have been a poet all that time, although I have been so much else at the same time, too.

 

10.09.2017

Ich bin der Löwe, du bist der Mensch. Ich hab` die Kontrolle und ich entscheide was passiert. Ich bin der Löwe und ich bin nicht dumm. Ich hab` Instinkte, die du als Mensch nicht hast. Ich kann riechen was du denkst und du musst verstehen wie ich ticke. Du brauchst Zeit um deine Angst vor mir zu überwinden, damit du endlich anfangen kannst zu versuchen zu verstehen worauf es bei mir ankommt. Wenn du wissen willst was ich als nächstes tue, darfst du dir weder etwas rausnehmen bei mir was dir nicht zu stehen, noch darfst du flüchten. Du darfst nicht vor mir kriechen und auch nicht dreist sein. Nach deiner Angst musst du mitziehen und da sein, wenn es angebracht ist.

 

06.09.2017

Ich habe mich verwandelt. Ich habe mich ganz langsam von einem Schmetterling in einen rundlichen Kokon verwandelt mit einer wohligen Schale um mich herum, die außen hart und innen weich ist und nun hänge ich an einem Blatt, das mich vor Regen schützt und schau` ab und an aus dem Fenster was da draußen so läuft. Der Schmetterling ist noch in mir aber der Kokon umschließt ihn jetzt. Ich bin unauffällig geworden und beobachte jetzt die anderen Flattermänner, wenn sie mal an mir vorbei huschen.

 

04.09.2017

Viele Berufe machen heute keine Sinn mehr. Ich hätte niemals gedacht, das diese Art der Zukunft noch in meinem Leben passiert und dass sie sich so anfühlt wie sie sich anfühlt - bedrohlich statt behaglich wie man sich das noch vor ein paar Jahrzehnten erträumt hatte. Doch es passiert vor meinen Augen - die Zukunft meiner Kindertage breitet sich aus und zwingt mich zu verstehen, dass die Blicke in Richtung Zukunft gezuckert sind mit Wünschen, die nicht in Erfüllung gehen, wenn man nicht bedenkt, dass das Wunschbild, welches man vor Augen hat am Leben und warm gehalten werden muss, damit es nicht als kaltes Gerippe endet, an dessen schaffen Kanten man sich böse Verletzungen zuziehen kann.

 

01.09.2017

The summer`s over. Sad music is playing on the radio and I feel heavy drops in my head. The music of the rain and the sound of the vanishing summer is the mood that I’m in and is the mood that I want to be in.

 

01.09.2017

I used to be a famous star. Today I am a star among many. I still shine, but I am far away from those, who used to make me famous in the old days. The sky is full of stars and I am only one of them.

We all shine when it`s dark, although we shine all the time… …but people see us only at night. And one day, when I disappear, none of those, who used to see my light will notice, cause there will still be so many other stars in the sky and they all will still be shining… …but I will be gone. And when I’m gone new eyes will admire new stars and the sky will still be as beautiful as it is today.

 

25.08.2017

Ich bin das alles, von dem ich immer dachte es niemals werden zu können. Ich bin ein weiser, Asiatischer Mönch, ein ausdauernder Kung Fu Kämpfer, ein Superheld, ein erfolgreicher Erfinder und noch vieles mehr von dem ich dachte, dass man es nicht werden kann. Doch in bin es, weil ich es immer sein wollte und ich mache die unglaublichsten Sachen. Ich musste nur verstehen, dass es sich anders anfühlt als ich es mir vorgestellt hatte so zu sein. Es ist ernüchternd als Asiatischer Mönch. Es kostet deine Gesundheit ein ausdauernder Kung Fu Kämpfer zu sein. Es tut weh ein Superheld zu sein und es zehrt an allem was man hat, wenn man ein erfolgreicher Erfinder ist.

 

22.08.2017

Ich bin ein Kind der Sterne und deshalb überall zu hause. Ich komme von ausserhalb und werde die Erde auch wieder verlassen. Die Sterne machen uns und wir tragen Teile von ihnen in uns. Sie leuchten und wir tun es auch. Wir verlöschen und sie tun es auch.

 

13.08.2017

Ich bin nicht erfolgreich geworden, nicht so wie ich es mir als junger Mensch vorgestellt hatte. Ich hab` viel erlebt, viel von dem, was ich mir erträumt hatte, aber es hat sich ganz anders angefühlt als ich es mir vorgestellt hatte. Heute will ich nicht mehr so erfolgreich werden, wie ich es noch als junger Mensch mal wollte. Heute will ich auch nicht mehr das erleben, was ich mir mal erträumt hatte, denn das eine hatte mit dem anderen nichts zu tun...

 

13.08.2017

Ein anstrengender Tag. Was soll`s, nicht der erste und bestimmt auch nicht der letzte. Draußen, ein Sturm zum Ausklang des Tages. Wind und Regen, Äste und Laub liegen auf den Straßen.

Es war ein hektischer, anstrengender Tag, der stürmisch zu Ende geht und ich hoffe auf die Ruhe nach dem Sturm.

 

08.08.2017

Meine Sinne sind vernebelt. Ich weiß nicht was sich vor mir abspielt. Der Nebel, er raubt mir jedes Einschätzungsvermögen und so versage ich. Wenn ich raus bin aus dem Nebel, dann sehe ich, dass das, was ich suchte oft nicht weit weg liegt von mir. Aber wenn ich im Nebel bin, dann wirkt jeder Meter, den man geht wie eine Tagesreise und weil dieses Gefühl einen so sehr schlaucht, ist man gehemmt überhaupt einen Schritt zu tun und so verharrt man in nervöser Verausgabung ohne sich vom Fleck zu bewegen.

 

07.08.2017

Тянем, тянем, что-то тянем. А что тянем?!Х Я не знаю, но мы тянем. Оно тяжёлое и у нас создаётся ощущение, что надо тянуть.

Нас просто тянет тянуть и вот мы и тянем...

 

06.08.2017

„Warum kann ich nicht zuhören?!X Warum fällt es mir so schwer mich auf das zu konzentrieren, was der andere sagt?!X Und warum kann ich mir nichts merken?!X“ fragte er sich. Er war noch sehr jung, er war gerade mal zehn Jahre alt, doch quälte ihn diese Frage bereits und er sollte nicht falsch liegen mit dieser Frage, denn auch später, als er schon erwachsen war und mitten im Leben stand, konnte er nicht zuhören. Woran lag es? Die Antwort konnte er sich jetzt selbst geben. Nach all den Jahren in denen ihn diese Frage gequält hatte verstand er nun und gestand sich ein, dass ihn vieles gar nicht interessierte. Man war gezwungen sich für Dinge zu interessieren, die einen gar nicht interessierten, Namen, Zahlen, Daten und das alles stand in keinem Bezug zueinander und schon gar nicht in Bezug zu eigenen, persönlichen Interessen. Doch wen interessieren schon irgendwessen Interessen und irgendwelche Zusammenhänge?! Die Daten waren da und wurden herumgereicht von einem Menschen zum anderen, dabei flogen sie durch die Luft und prallten herum wie Fußbälle auf einem Trainingsplatz. Wenn man nicht aufpasste knallten sie einem an den Kopf und verursachten entsprechende Traumata. Und es wurden immer mehr Bälle und immer mehr Menschen, doch die Größe des Trainingsplatzes blieb gleich. Und so flog das ganze Zeug durch den Äther und wurde von allen beteiligten immer nur weitergekickt, gepasst und geschoben und so landete es nie, sondern bildete eine unübersichtliche Menge an Daten, die mit immer höherer Geschwindigkeit herumprallten. Vor lauter In-Deckung-Gehen war da nicht viel Raum und Ruhe für Aufnahme und auch nicht für eigenes Interesse.

Knall, knall, knall, wusstest du schon?... Hast du das schon gehört?... Das muss man doch wissen?!X...

Nein muss man nicht, also höre ich auch nicht zu.

 

05.08.2017

Die Sonne - stark. Die Luft - feucht und schwer. Die Lunge kann nicht atmen. Der Kopf kann nicht denken. Ein schwerer Tag, heiß, sonnig und feucht, ohne Luft und Gedanken. Ein Tag der erdrückt mit schwerer Luft und mit beißender Sonne. Luft, die erstickt, Augen, die nichts richtig erkennen und ein Kopf, der seh- und denkkrank geworden ist, weil die Luft nicht reicht. 

Sommertage wie diese schwämmen Blei ins Blut und erdrücken all jene, die die Kraft nicht mehr haben Atemzüge zu machen, obwohl keine Luft in der Luft mehr vorhanden ist.

 

04.08.2017

Die Katze geht wohin ich will, die Katze macht tatsächlich was ich ihr sage, sie schaut mich wissend und ruhig an und wartet ab was ich als nächstes mache. Ich kann es nicht fassen, dass eine so große Katze mir einfach folgt, doch sie tut es und ich überlege mir ob ich sie wirklich ihrem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben soll, denn schließlich ist sie ihm weggelaufen und freiwillig zu mir gekommen. Sie fühlt sich wohl hier und der Besitzer hat offenbar nicht die selbe Begeisterung für seine Katze wie ich, als ich ihn anrufe und ihm mitteile wo seine Katze ist. Die Katze wartet ab, was ich tun werde und ich entscheide mich allmählich fürs Behalten...

 

03.08.2017

Ich mag rote T-Shirts. Man sagt rot sei eine Signalfarbe, dabei mag ich gar nicht auffallen. Ich mag einfach rote T-Shirts, ich mochte sie schon als Kind...

 

02.08.2017

Als Menschen ihre Kräfte bündelten um in den Weltraum vorzustoßen, taten sie das wirklich nur um dem jeweils anderen Mitstreiter zu beweisen, dass sie es als erste schaffen?!X War da wirklich nur der Wettstreit?!X Wenn ja, dann ist das echt ein Knaller, dann ist es wahrscheinlich egal welche Aufgabe man zwei großen, rivalisierenden Ländern gibt, sie werden sie mit großer Wahrscheinlichkeit schaffen. Der Vorstoß in den Weltraum war ja kein Pappenstiel und der Wettlauf zwischen Russen und Amerikanern hat beide Nationen in den Weltraum gebracht. Aaallsooo, wie wäre es dann mal mit dem Weltfrieden. Wenn doch nur der Wettstreit wichtig ist und nicht das Ziel, dann ist doch Wurscht was man macht, dann geht das mit dem Weltfrieden doch bestimmt auch?!X

 

01.08.2017

Es ist alles so verdammt losgelöst von einander. Ich gehe voller Inbrunst arbeiten um etwas zu bewegen aber mit meinem Leben hat das nichts zu tun, weil da wo ich in die Pedale trete nicht da ist wo ich lebe. Es hat keine Verknüpfung miteinander, außer dem Geld, das ich brauche um überleben zu können. Es ist gelöst voneinander, die Pedale in die ich trete bewegen etwas, aber zuhause kann ich nicht mehr, zuhause muss ich mich ausruhen und so bewege ich dort keine Pedale, dabei trete ich wie ein Bescheuerter und lege mich voll in die Riemen um etwas zu bewegen, doch die Kette ist von meinem Zahnrad gelöst und so bin ich ein und der selbe Mensch, der etwas bewegt und doch steht. Es ist gelöst voneinander, die Kette hat noch nie an meinem Zahnrad angelegen, sie war schon immer gelöst. 

 

08.07.2017

Kaum habe ich etwas zu fassen gekriegt, schon soll ich loslassen. Man soll ja loslassen, damit`s einen nicht belastet, damit man nicht zu viel mit sich rumschleppt. Aber etwas zu fassen kriegen ist auch nicht ganz einfach und wenn man`s dann endlich zu fassen gekriegt hat, ist man ja erstmal froh darüber. Es ist schon so, dass wenn man die Hände voll hat, dass man selbst mit dem höchsten akrobatischen Geschick irgendwann nichts Neues mehr aufnehmen kann. Also lasse ich los, ich lasse es gehen, ich lasse es hinter mir und bewege mich weiter nach vorn und so geht das dann mit dem Neuen: loslassen, nehmen, loslassen, nehmen, loslassen und greifen – greifen lernen und loslassen lernen, nicht klammern, nicht klammern...

 

06.07.2017

Der Arbeitsalltag besteht ja aus Fragmenten, die sich mit etwas Geschick und Erfahrung wie bei Tetris zusammenfügen und eindampfen lassen, so dass sie auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Aber genau wie bei Tetris, so kann es auch in der Arbeit passieren, dass die passenden Teile nicht zueinander finden. In diesem Fall ist das Spiel gnadenlos und es ist Game Over.

Macht Tetris Spaß?!X Na klar... Ist Tetris frustig?!X Und wie, besonders wenn man es lange am Stück spielt und schon weit gekommen ist, dann fallen die Steine immer schneller und man selbst wird immer müder und am Ende verliert man. So läuft nun mal das Spiel.

 

05.07.2017

Sorry, tut mir leid, Entschuldigung... ...sag` ich ziemlich oft im Alltag, weil ich hinter allem zurück liege, das vor mir liegt und das was vor mir liegt sollte eigentlich schon erledigt sein. Also muss ich mich ständig entschuldigen, dass ich hinter den Dingen zurück liege, die ich vorhatte zu tun. Es tut mir also leid, dass ich es nicht geschafft habe hinterherzukommen, sorry, Entschuldigung aber ich bleibe dran, denn dranbleiben, sich dahinter klemmen, hinter etwas her sein kann man am besten bei etwas, das vor einem liegt;-)

 

03.07.2017

Ich denke nur, dass ich nicht kann

Doch können kann ich ab und an

Wenn ich bloß denke, dass ich kann

Kann ich auch können, also ran

 

30.07.2017

Als ich klein war, wurde noch viel darüber gesprochen, was man der Nachwelt hinterlässt, welche Welt man in die Hände seiner Kinder gibt. Man hat sich darüber Gedanken gemacht ob der ganze Müll, den man produziert unserer Nachwelt schadet... Diese Gespräche sind verschwunden, als sei das Thema und damit auch das Problem verschwunden. Offenbar haben wir Wege und Mittel gefunden unsere Hinterlassenschaften auf wundersame, effizient-effektive und intelligent-optimierte Art und Weise in etwas zu verwandeln, dass unserer Nachwelt gar nicht mehr schadet. Der Müll um uns herum existiert gar nicht, er ist bloß in den Nachrichten, auf den Displays und Bildschirmen, digital, virtuell und imaginär aber nicht mehr wirklich. Wir sind gut, echt gut, wir sind besser geworden und haben es irgendwie gar nicht gemerkt, sonst wären die Probleme ja noch da. Man muss also bloß die Augen schließen, die störenden Nebengeräusche wegdrücken, sich auf das Wesentliche konzentrieren und sich was wünschen und irgendwie passiert es dann auch – der Wunsch geht in Erfüllung. Ta da!!! Alles kein Thema mehr und somit auch kein Problem. Wir haben`s gelöst! Die Nachwelt kann sich gerne ein Beispiel an uns nehmen, was sie bestimmt auch tun wird. Nachwelt... nach der Welt... was soll da schon kommen, nach der Welt?!X Nach der Welt kommt ja sowieso nichts mehr. Hätten wir uns den Stress doch gar nicht machen brauchen für die Nachwelt – wenn man sich das mal so richtig durch den Kopf gehen lässt. Nach mir die Sintflut und so eine Sintflut wischt ja auch alles ordentlich mal durch. Also auch das hat seinen Reiz. Nichtsdestotrotz, wir haben das Problem gelöst. Das muss man sich mal überlegen – welch eine Leistung!

 

26.07.2017

Ich seh` den Jupiter am Abendhimmel und ich höre ihn. Er ist nicht leise... Ich höre seine Gaswolken, sein Knarren, Blubbern und Knattern. Es hört sich an, als würde etwas Fremdes sprechen, etwas, das ich selbst noch nie mit eigenen Ohren gehört habe, von dem ich aber weiss, dass es das gibt. Ist es unheimlich?!X Nein. Es ist sehr ungewohnt aber nicht so fremd, dass man es gar nicht kennen würde. Der Jupiter ist riesig und allein seine Rotation verursacht Geräusche. Wenn man alle Töne, die er von sich gibt gedanklich mal schneller und mal langsamer laufen lässt, dann klingt er ein bisschen wie eine Mischung aus einem Urwald in der Dämmerung und irgendeiner elektronischen Maschine. Verrückt, nicht war?!X Aber auch wieder nicht wirklich verrückt, denn es ist ja so...

 

24.07.2017

„Bist du gewachsen in dieser Welt?!X“

„Ja. Das bin ich.“

„Bist du gut gewachsen?!X“

„Nein, das bin ich nicht. Ich hatte große Schwierigkeiten zu wachsen, weil das Wachsen in dieser Welt nicht einfach ist. Man fällt irgendwo auf einen Boden, bei dem man erst im Lauf der Zeit herausfindet ob er für einen überhaupt geeignet ist oder nicht. Kaum hat man verstanden wo man ist und wie das Spiel so läuft, sitzt man auch schon fest, weil die eigenen Wurzeln einen an Ort und Stelle festhalten. Im nächsten Augenblick gibt man auch schon ganz automatisch sein Bestes um das Beste aus Allem zu machen. Dann stürmt es manchmal fürchterlich oder die Sonne brennt zu stark. Sie Sonne – sie gibt Kraft und sie nimmt sie dir auch...

Also, bin ich gewachsen?!X Ja...

Bin ich gut gewachsen?!X Nein.

Aber ich bin reingewachsen in diese Welt und hab` verstanden wie es hier läuft und daran bin ich erst zerbrochen und dann gewachsen. Jetzt bin ich ein neuer Mensch, nicht besonders groß aber zufrieden.!

 

12.07.2017

Die Erde ist voller Samen. Wenn man eine Handvoll davon nimmt ist da so viel Leben drin, das darauf wartet zu keimen, dass es schwer vorstellbar ist wie dieses Leben es schafft in diesen dunklen, schwarzen Klumpen zu überleben. Aber ob man es glaubt oder nicht, legt man diese Handvoll Erde auf gemacht Erde, dann sprießt innerhalb kürzester Zeit alles Mögliche daraus und man wundert sich wie das sein kann. Es kann sein, denn die Erde ist voller Samen, die nicht viel brauchen um zu überdauern und die sofort keimen, wenn sie kriegen was sie brauchen.

 

09.07.2017

Sie sind pünktlich auf die Minute, sie sind zuverlässig und sie sind immer da... Die idealen Arbeitskräfte haben nichts anderes im Sinn als Arbeit und die Firma und sie haben Angst um ihren Job. Sie tun Dinge, die sie in ihrem persönlichen Leben niemals tun würden. Sie starren fokussiert auf ihre Aufgaben und sie speisen sich ein in die Batterie, die die Maschine am Laufen hält. Sie sind nicht sie selbst, sie wachsen über sich hinaus und geben alles und wenn sie heimkommen ist nichts mehr da. Dann ruhen sie sich aus, essen, trinken, schlafen und gehen am nächsten Tag wieder pünktlich zur Arbeit - so wie es sich gehört.

26.06.2017

Трудно не хотеть деньги. Трудно без денег жить, а когда деньги есть, больше хочется. А вот рука тебе даёт деньги, а тебе больше хочется, ты руку хап, куснул и она тебе в следующий раз уже не даёт денег. Вот собака какая с деньгами, сам собакой становишься. Деньги видишь, слюнки текут. А вот как ведь не хотеть деньги?!Х И в прочем, чем больше их есть тем то труднее с ними справляться. Вот такая песня с деньгами, ведь не поешь её, голос теряешь, просто исчезаешь. А деньгам ведь всё равно, хочешь ты их или не хочешь. Это нам людям то все кажется что деньгам что-то хочется, а на самом деле все наоборот. Трудно дело с деньгами и трудно без них. 

 

23.06.2017

Zuweilen wird man zum Unmenschen unter uns Menschen. Welch eine Ironie, welch ein Zynismus: Menschen unter Menschen werden zu Unmenschen. Unmenschen unter Menschen, Menschen unter Unmenschen, bis man weg will von den Menschen und den Unmenschen. Kaum erklärbar, wo man doch Mensch ist und nicht Unmensch – doch dem ist so und so verlasse ich als Unmensch zuweilen die Menschen um wieder zu mir zu kommen.

 

22.06.2017

Солнце не сияет, солнце горит. Ветер не дует, ветер свистит. Камни не ломаются, камни шепча исчезают. Сердца не бьются, сердца требуют. Мозги не думают, мозги вообще не думаю. Душа не видима, душа видит. Ну а я живу и ничего не понимаю, но зато чувствую. 

 

15.06.2017

Ich habe diese Sonne gesehen und wollte sie einfach haben. Es ist mir egal ob sie böse Geister vertreibt, weil sie grimmig guckt. Es ist mir auch egal aus welcher Kultur sie stammte, ich fand sie einfach genau richtig und habe sie mir geholt. Nun hängt sie an meinem Hals und leuchtet.

 

14.06.2017

Mann bleibt, egal was Mann macht. Mann kann nicht, Mann muss... Also man könnte ja meinen, dass wenn Mann sich anstrengt, dann würde Mann anders können, aber das kann man nicht verlangen, denn Mann kann nicht aus seiner Haut, egal was Mann tut. Mann bleibt was Mann ist.

 

13.06.2017

Lieber Herr im Himmel: im Himmel über mir fliegt Schrott. Es ist ein komisches Gefühl hinaufzuschauen und zu wissen, dass oben Trümmer und Abfall den Himmel füllen und dass es immer mehr werden. Eigentlich habe ich gedacht, der Himmel sei Dir vorbehalten und nicht verschmutzt, doch als ich letzten Sonntag im Garten saß und in den riesigen, blauen Himmel hinaufschaute, der mich an Deine Größe erinnerte, da musste ich eben auch an den ganzen Weltraumschrott denken, der da oben über mir schwebt und irgendwie hat das die ein und andere Vorstellung getrübt. Hätt` ich doch bloß die ganzen Dokus über die Raumfahrt nicht gesehen und meine NASA-App nicht installiert, dann wäre mir an diesem Sonntagnachmittag vielleicht wohler gewesen...

 

12.06.2017

Mein Großes Ganzes ist meine direkte Umgebung, alles was ich erreichen kann und alles was mich betrifft oder mich erreicht und mich in etwas verwickelt. Ja ich weiß, dass es noch ein anderes Großes Ganzes gibt, von dem ich ein Teil bin, aber wenn ich mich nicht mit meinem eigenen Großen und Ganzen beschäftige, sondern mit dem ganz, ganz Großen, verschwimmt der Baum vor lauter Wald und es ist ganz schnell passiert, dass ich mir den Kopf stoße oder stolpere. Ich sehe den Horizont, aber die Schritte bis dorthin muss ich selbst machen auf dem Boden, der direkt unter meinen Füßen liegt.

 

05.06.2017

Я добрый, ну и что?!Х Разве плохо?!Х Кому плохо?! Мне?! Мне не плохо. Мне от зла плохо, аж тошно, вот что плохо, а так мне не плохо, наоборот, мне хорошо, мне добро. 

 

04.06.2017

Mir brennt das Herz bei jeder Gelegenheit. Es steht einfach in Flammen und verbrennt seine ganze Umgebung. Feuer, Feuer, Feuer – kommt mich das mal teuer?!X Ich hoffe nicht, denn ich bin Feuer und Flamme... Feuer und Flamme für jeden Atemzug, den ich mache. Ich brenne, weil ich nicht anders kann. Ist nicht gut? Ist gut? Ich weiß es nicht... Ein Feuerherz brennt nun mal und es zu löschen wäre wahrscheinlich sein Ende...

 

03.06.2017

Ich hab` mich rasiert – im Traum. Die Haut war richtig glatt und weich. Das war ein Versehen, doch als ich in den Spiegel schaute und bemerkte was ich getan hatte, war es schon zu spät. Also tröstete ich mich mit der glatten und superweichen Haut und mit dem Gedanken, dass der Bart schon wieder nachwachsen würde.

 

02.06.2017

Irgendwer like(t)

Irgendwer streikt

Irgendwer sucht

Irgendwer flucht

 

Ich füttere dich die ganze Zeit, damit du mich lieb hast, sonst suchst du dir jemand anderen, der dich füttert.

Du bist wie ein streunendes, süßes Kätzchen, das alle umwerben, damit es bei ihnen frisst und nicht bei den Nachbarn.

Kitti, Kitti, Kitti – Miez, Miez, Miez schau doch was für ein lecker Fresschen ich dir heute besorgt habe, das haben die Nachbarn bestimmt nicht... Und so geht das immer weiter bis du eine dicke, fette und faule Katze geworden bist, die außer unserem lecker Fressen auch noch Mäuse, Eidechsen, Ratten und Vögel jagt – nur so zum Spaß, bloß weil du einen Jagdinstinkt hast.
Ach ja, aber trotzdem, vielleicht schmeckt dir mein Fresschen doch am besten und vielleicht hast du mich ja doch am liebsten...

 

01.06.2017

Ich sehe ein Kind, ich sehe nicht meinen Vater. Ich sehe ein altes Photo mit einem kleinen Kind und ich sehe das Kind, es ist mein Vater. Der Vater – verschwindet, er ist ein kleiner Junge, den ich nur deshalb sehen kann, weil ich selbst kleine Kinder habe. Ohne sie wäre der kleine Junge auf dem Photo nicht ganz der Vater, der er ist.

Вижу маленького мальчика, не вижу отца. Смотрю на старую фотографию с малышом. Вижу ребёнка и этот ребёнок мой отец. Отец — исчезает, остаётся маленький мальчик и я его вижу только по тому что у меня у самого дети. Без моих детей я бы на этой старой фотке видел бы не совсем того отца, который он есть. 

 

31.05.2017

Der Tag ist heiß. Die Tropfen sind kalt. Der Boden ist warm, der Wind weht kühl. Der Kopf – überhitzt, der Körper geschwitzt – so ist ein wirklich heißer Tag im Mai und mit fettem  Donner und Regen geht er vorbei.

 

18.05.2017

Вот я сижу дома и ничего не движется, а голова кружится и мозги шевелятся.
Глаза открою, а передо мной стены, стены... ...глаза закрою — не вижу стены, вижу небо и в нем что-то шевелится, слышу море, дети бегают и играют, всё-таки движется что-то и шевелится... 

 

12.05.2017

There is life among stars
It's pretty dark

There is life below skies
It's pretty bright

There is night after each day
It's beautiful

There is light after each night
It's powerful 

 

12.05.2017

Закрой глаза и отдохни. Спотыкнись в сон и подремли. Отключи и отключись, дай спокою свою волю. Дай земле тебя притянуть и пусть тяжесть твоего тела действует, пусть она влияет.
Сила, воля — не надо... ...пусть тяжесть действует, а ты отдохни. 

 

12.05.2017

Wenn ich liegen bleiben könnte, würde ich liegen bleiben, aber ich kann nicht, ich muss aufstehen, ich muss das Blei aus dem ich bestehe bewegen und es dazu bringen nützlich zu sein. Aber wenn ich könnte würde ich liegen bleiben. Ich sollte liegen bleiben, denn Blei ist giftig.

 

12.05.2017

Es ist das Reisen, mehr als dass es die Destinationen sind.

Es sind die Veränderungen der Luft und der Umgebung, nicht das Träumen davon. 

Es ist das Verlassen des gewohnten Blickwinkels, das die Sicht wieder geraderückt und Träumereien neue Kraft verleiht.

 

12.05.2017

Tja, was kann man gegen das Denken tun?!X Man merkt es ja nicht einmal. Man merkt nicht, in welche Richtung es einen lenkt, bis man auf einen Vergleich stößt und plötzlich feststellt, dass das wovon man überzeugt war, nicht das einzig Richtige und auch nicht das einzig Gewichtige und generell nicht das Einzige ist, was Bedeutung hat.

Man denkt, dass man nichts denkt, aber das ist nicht so, man denkt es nur.

 

Glauben, denken wissen

Denken glaubt zu wissen

Doch ab und zu muss man seinen Weg verlassen um neu zu begreifen und um altes Denken, das gedacht hat zu wissen abzustreifen.

 

25.04.2017

Kleine Wölkchen überziehen meine Brust und bilden einen Himmel. Ob von innen oder von außen?!X Ich denke von innen.

Sie ziehen sich von der Brust runter in die Ferne. Sie schweben und ich schwebe auch, getragen von der Himmelskuppel voller frischer, wehender Luft in meiner Brust, die die Wölkchen am Himmel langsam Richtung Ferne trägt.

 

25.04.2017

Тишина, покой

Отдыхаешь ты со мной

 

23.04.2017

Die Dollarnote in der Hand

Den Rücken an der kalten Wand

Der Dollar brennt im schwarzen Feuer

Und hält geschickt die Hand am Steuer 

 

Купюра доллара в руке

Спиной прижаты мы к стене
Доллар горит черным огнём
И хитро правит он рулём 

 

21.04.2017

Холод наступил, заморозил солнце, время застыло, иней лёгкие покрыл... но вот-вот и свет проникнет в сердце и растает камень. Искры в воздухе зажгутся и дальше потечёт весна.

 

21.04.2017

Меня эта жизнь интересует. Она непростая, нехорошая, непонятная и она грязная.
Мусор, солнце и надежда, что все всё-таки получится.
Смысл?!Х Грязи не боятся и не струсить в неё окунуться. Земля то и есть грязь, а жизнь просто знает как мусор в нужное превратить. 

 

18.04.2017

Львиный зуб и сладкий воздух

 

Пушистый цвет и мягкий дух

Читает мысли наши вслух

Вино нам даст он золотое

Под настроение любое

 

17.04.2017

Eine Sorge weniger – klingt so wenig, klingt so mickrig und wertlos.

Eine Sorge mehr – klingt, als könnte man es nicht gebrauchen.

Plusminus eine einzige Sorge... ...steht das Gleichgewicht – kippt es, egal wie viel oder wie wenig es klingt, dass es bloß eine einzige Sorge ist, die dazukommt oder verschwindet.

 

17.04.2017

Es gibt ein Universum und darin ist man. Das Universum ist rieeesig und man selbst ist klein. Das Universum ist wunderschön und gewaltig und man selbst ist der Gewalt und der Schönheit ausgesetzt.

Man ist ausgesetzt im Universum, in der gewaltigen Dunkelheit des Raums, der gespickt ist mit Funken die von einem Feuer stammen, das man manchmal für verloren glaubt. Und jeder, der in die Dunkelheit schauen kann und darin Funken erkennt, ist selbst ein solcher, ein Funke, den das Feuer hinterlassen hat.

 

15.04.2017

Du wirst eines Tages etwas Bestimmtes so sehr mögen, dass du das Gefühl haben wirst nur noch diese eine Sachen machen zu wollen.

Diese eine Sache ist wichtig. Es ist wichtig zu wissen, dass es für jeden diese eine Sache gibt und egal ob du es machst oder nicht, sie wird dir immer wieder begegnen und dich daran erinnern, dass es etwas gibt, das dich ausfüllt.

Mach es, kümmere dich darum und es wird sich um dich kümmern. Mach es nicht und etwas anderes wird dich ausfüllen, etwas was diese eine Sache in weite Ferne wird rücken lassen, etwas was dir das Gefühl geben wird, dass es diese eine Sache niemals gegeben hat für dich.

 

13.04.2017

Der volle Mond der frühen Nacht

Vom Straßenlicht sorgsam bewacht

 

13.04.2017

Der Spiegel spricht vom Blick zurück

Der Spiegel bricht den Blick ein Stück

Ein Stück vom Weg blick` ich zurück

Dann geht der Weg nach vorn, ein Stück

 

11.04.2017

Im Schwarz der Sonne greller Glanz

Des Schattens lichte Brillianz

 

10.04.2017

Der umgekehrte Mensch bin ich. Ich bin umgekehrt, ich bin verdreht und nicht bei mir. Ich gebe wo ich nicht geben will und ich gebe nicht wo ich geben muss. Ich drehe mich im Kreis und komme nicht vom Fleck. Irgendwo auf meinem Weg bin ich vom Weg abgekommen und umgekehrt, hab mich abgekehrt von dem Menschen, der ich bin und merke immer erst dann, wenn es schon zu spät ist, dass ich verkehrt bin und nicht dort verkehre, wo ich mich nach mir selbst anfühle. Ich mache kehrt.

 

10.04.2017

Ein Bett aus Honig für eine tote Ameise. Ein süßes Totenbett. Den Tod hat`s nicht versüßt, im Gegenteil, den Tod herbeigeführt versüßt es nur die Vorstellung, dass du armes Viech jetzt, wo es kein Zurück mehr gibt mit etwas Würde hinübergehst ins Reich der Toten, nicht völlig unbemerkt weder dein Tod noch dein Weg darüber hinaus.

 

08.04.2017

Прислушайся, послушай и позволь тебя тронуть звуком земли, звуком жизни и огня.

Сердцу дай крови и дай сердцу доступ до земли.

 

08.04.2017

Я старая душа, я свежий взгляд. Я древние существо, я новый дух. Вот-вот и солнце мне подскажет в какую сторону меня потянет. Я не устал переступать границу из жизни в жизнь. Со стороны я вижу как меняюсь — немного, из раза в раз.
Я долго жил до этой жизни и жить прийдется всем нам бесконечно. 

 

04.04.2017

Und er befahl, dass Friede sei zwischen allen Menschen. Und die Menschen wussten nicht was sie tun sollten, sie waren sich nicht sicher wie das geht, sie waren ratlos, denn sie hatten schon so lange in Unfrieden gelebt, dass sie jetzt wo der Unfriede verboten war nicht genau wussten wie sie sich verhalten sollten. Und so versuchten sie einfach nichts Böses zu tun, nichts was Schäden anrichtet.

Und der, der den Frieden befahl war kein Gott, sondern ein Mensch, der wie alle anderen Menschen auch nicht genau wusste wie Frieden geht.

Und es herrschte keine Gewalt mehr, denn sie war verboten.

 

01.04.2017

Ich bin jetzt auf der Erde, ich bin jetzt da und das ist OK. Wo ich vorher war weiss ich nicht mehr und das ist auch OK, denn ich muss jetzt hier sein und nicht da, wo ich mal war. Ich muss mit der Erde fertig werden und danach geht`s weiter. Wohin?!X Das kann man nicht wissen. Viel wichtiger ist es aber zu verstehen, dass man sich darauf einlassen muss, wo man gerade ist. Man muss es nicht lieben, wenn es nicht schön ist, aber man muss die Erde berühren um den Boden unter seinen Füssen zu spüren, sonst hat man keinen Halt, sonst bleibt man auf der Stelle schweben, abgehoben und ohne die Möglichkeit sich irgendwo abzustoßen in irgendeine Richtung.
Es hat zwar etwas gedauert, aber jetzt bin ich da.

 

29.03.2017

Ein Junge schaut dir in die Augen, die deinen Blick in seinen saugen...

 

29.03.2017

Schluchten und Fluchten – huschen schnell und schleichen genüsslich – Menschen und ihr Gepäck über graue Ebenen eines imposanten Bahnhofs, der im Herzinfarkt geboren wurde, damit Menschen seine Imposanz genüsslich abschleichen und hektisch durchhuschen können, um sich und ihr Gepäck in Züge zu bringen, die sie wegbringen aus diesem Bahnhof in einen anderen Bahnhof.

 

29.03.2017

„Warum schlägst du Herz?“

„Ich schlage für dich.“

„Warum?“

„Damit du leben kannst, damit du sein und machen kannst.“

„Warum schlägst du nicht für dich, warum willst du nicht selber sein?“

„Ich finde du schlägst dich doch ganz gut und deshalb schlage ich für dich. Also schlag ein und enttäusch` mich nicht.“

 

29.03.2017

Ich bin mein Blick und mein Herz. Ich bin mein Blick, der über der Erde schwebt.

Ich bin mein Blick ohne alles andere, nur mein Herz und mein Kopf und das Schweben über der Erde.

 

29.03.2017

Es geht einfach nur ums Atmen, es geht gar nicht um den Sauerstoff. Solange die Lunge zieht ist alles in Ordnung, solange man atmet ist es nicht so wichtig wie gut die Luft ist, es ist das Atmen, das uns sagt, dass wir noch Luft haben.

 

29.03.2017

Ich bin mir sicher, dass es nicht einfacher ist auf der anderen Seite, deshalb ist es wichtig hier, diesseits seinen Frieden mit der Welt zu machen, dann klappt`s bestimmt auch besser drüben – im Jenseits.

 

29.03.2017

Es gab eine Zeit, da gab es gar keine Zeit. Diese Zeit bestand aus Bewegung und aus Ereignissen, es geschahen Dinge und es herrschte Bewegung. Dann kam eine Zeit, die die Zeit ohne Zeit fassen wollte in Einheiten und Schritte und diese Einheiten und Schritte sollten helfen zu navigieren in der Ordnung, die da war. Doch diese Zeit hat nicht verstanden, dass Bewegungen und Ereignisse einfach nur Zeit brauchen und sich an Zeit nicht halten.

Und dann ist da noch die Zeit, die einem gegeben ist. Sie pumpt durch unsere Adern. Das Herz schlägt und jeder Herzschlag zählt. Man hat eine bestimmte Anzahl dieser Schläge und es geht los mit dem ersten. So zieht die Zeit ihre Bahnen durch unseren Körper, mal schneller  und mal langsamer und so lässt uns das Herz die Zeit spüren, die uns gegeben ist.

 

26.03.2017

Die Welt könnte so anders sein...

Ist sie doch, sie ist ganz anders als sie sein könnte:-)

 

26.03.2017

Luis schaute in den Bach
Schaute rein und fragte nach
Papa, warum fließt der Bach?
Und warum ist er so flach?
Was sucht all der Müll darin?
Was macht das für einen Sinn?
Wieso schwimmt der Müll im Bach?
Papa schwieg und dachte nach
Was man sagt in diesem Fall
Denn der Müll ist überall 

 

21.03.2017

Regen schiebt sich auf die Scheibe
Auge tränt wenn ich es reibe
Tränengleich so fällt der Regen
In mein Auge welch ein Segen 

 

18.03.2017

Trete wieder ein

In die Atmosphäre

Aus dem Schwerelosen

Wieder in die Schwere 

 

14.03.2017

Unsere Zeit ändert alles, schreit nach Veränderung in allen Bereichen unseres Lebens.

Unsere Einstellung schreit nach Stagnation und nach Rückschritt, einfach in allen Bereichen unseres Lebens.

Die Zeit drückt uns nach vorn, schiebt uns gnadenlos voran und wir sträuben uns in der Hoffnung nicht als erste unter das Rad der Zeit zu geraten.
Das schreit nach Aua.

Alles braucht seine Zeit.

Alles hat Zeit.

Zeit hat alles.

 

14.03.2013

Wenn der Raum kippt, wenn die Flucht nicht gelingt, dann ist es an der Zeit ein erholsames und langes Schläfchen zu machen, sonst bricht der Raum über dir zusammen und jegliche Flucht wird unmöglich.

 

14.03.2017

Es kracht. Alle sind still und erstarrt.

Keiner atmet oder macht einen Mucks.

Es kracht...

Es knarrt...

Das Gerüst wird nicht halten...

Alle rennen los und irgendwer rennt irgendwen über den Haufen.

Es gibt viele Verletzte.

Das Gerüst hat am Ende doch gehalten.

Die Verletzten, sie sind nicht durchs Gerüst verletzt worden.

Die Verletzungen sind schwer: gebrochene Knochen, gerissene Muskeln...

Die Verletzungen sehen so aus als sei das Gerüst tatsächlich zusammengebrochen.

Tote gibt es nicht, Gott sei Dank, aber es ist bitter was passiert ist, denn am Ende war es Panik – das Gerüst hat nochmal gehalten.

 

12.03.2017

Ich setze mich auf die Toilette und öffne die Facebook App. 

Facebook fragt: was machst du gerade?

Ich denke: soll ich wirklich?

Soweit ich das verstanden habe, arbeiten bei Facebook ein paar echt kluge Köpfe, die genau wissen was sie tun, da ist nicht viel Platz für Patzer, Fehlfunktionen oder Zufälle.

Oh man, die wollen`s wirklich wissen:-...

 

11.03.2017

Was würde passieren, wenn man alle Menschen im arbeitsfähigen Alter fragen würde, was sie tatsächlich gerne arbeiten würden, anstatt einfach nur Geld zu verdienen und sich einzureden, dass das, was sie da tun etwas sei, das sie gerne tun?...

Und was, wenn man sich nach einer solchen Umfrage tatsächlich daran machen würde die Befragten ihren Wünschen entsprechend in Bereichen arbeiten zu lassen, die ihnen tatsächlich liegen?...

Was, wenn es tatsächlich mal die Möglichkeit gäbe seinem Talent, seiner Neigung und seiner Kapazität entsprechend Arbeit zu leisten?...

Sie schmunzeln und denken: was ist das denn für ein Spinner?!X

Aber stellen Sie sich mal vor, dass es mal so sein wird, was dann?...

Schwer vorstellbar?...Das heißt gar nichts.

Geht nicht?... 

Wieso?... Es geht doch auch andersherum.

 

11.03.2017

Ich arbeite für Geld

Arbeit – Geld

Geld – Arbeit

Geld arbeitet nicht

Geld kann nicht arbeiten

Geld arbeitet nicht für mich

Ich muss fürs Geld arbeiten

Geld zwingt mich dazu, denn wenn ich nicht arbeite, bekomme ich auch kein Geld

Kein Geld – keine Arbeit

Keine Arbeit – kein Geld 

 

11.03.2017

Genieße und teile

Herrsche und peile

An, dass es läuft

Und dass das Boot in dem wir alle drin sitzen nicht absäuft

 

11.03.2017

Ein Vietnamesischer Schaukelstuhl schaukelt in einem Bayerischen Zuhause, dass an einem Bächlein liegt. Ein Indisches Kissen liegt auf dem Vietnamesischen Schaukelstuhl. Auf dem Kissen ist ein Mitteleuropäisches Flora und Fauna Muster aus dem Mittelalter abgedruckt. Die kräftige Märzsonne scheint auf den Schaukelstuhl mit dem Kissen darauf. Draußen weht ein kühles Lüftchen und drinnen liegt ein offiziell als Basset fauve de Bretagne eingetragener, kleiner lieber Mondi in einem warmen Sonnenplatscher auf dem Laminat und lässt sich die Sonne auf den Pelz scheinen.

 

10.03.2017

Ich hab` da diesen großen, weißen Geländewagen mit 250 PS. Der war sauteuer. 

Ich hab` den noch nie im Gelände gefahren, denn er darf nicht dreckig werden und verkratzt darf er auch nicht werden, denn das kann ich mir nicht leisten.

 

10.03.2017

Wer verdammt noch mal hat uns beigebracht, dass es uns schlecht geht?

Wer war es, der uns eingebläut hat, dass wir ständig unzufrieden sein müssen?

Wer hat uns den Floh ins Ohr gesetzt, dass wir etwas erreichen müssen und vor allem: was ist dieses Etwas?

Es waren und es sind wir und zwar dann, wenn wir das nachplappern, was Miesmacher von sich geben. Es sind schon immer wir selbst gewesen, immer dann, wenn wir unser eigenes Licht freiwillig dimmen, weil die Dunkelheit überhand nimmt.

 

09.03.2017

Ich sitze auf einem Haufen Kohle und sie ist kalt, dreckig und schwarz. Mein Haufen wird immer größer, denn Kohle wird gefördert.

Obwohl Kohle kalt ist, enthält sie viel Energie. Man muss sie bloß anzünden und schon brennt sie und spendet wohlige Wärme.

Mein Haufen ist immens, er ist viel zu groß für mich alleine aber das ist OK für mich, Hauptsache ich hab genug, mehr als ich brauchen kann.

Kalte, schwarze Kohle – kalter, toter Geist. Alles hat einen Geist. Wo ist er bloß?!X Der Geist des toten Geistes lebt nicht in der Kohle, nicht in der Kälte, sondern in dem, der auf dem schwarzen Haufen sitzt und denkt, dass es nicht reicht...

 

08.03.2017

...und er sagte: es ist nicht genug. Und ich dachte: fein, wenn er das sagt, dann muss das wohl so sein. Und so machte ich weiter und so tat ich mehr...

 

07.03.2017

Ich hab` keine Ordnung, weder daheim, noch im Kopf und auch nicht in der Arbeit. Es gibt ja auch keine Ordnung. Ordnung ist eine Anordnung oder eine Zuordnung von Dingen oder Abläufen, die für jemand anderen schon wieder eine Unordnung sind.
Ordnung muss man machen. Doch während man mit Ordnungmachen beschäftigt ist, verpasst man vielleicht etwas, das wesentlich wesentlicher ist: das Anpacken und das Machen, das Mitmachen und das Weitermachen, das Betreten statt Platttreten und Austreten.

Ich hab` auch kein Chaos, weder daheim, noch im Kopf und auch nicht in der Arbeit. Es ist natürlich, es ist dynamisch und es ist in Ordnung.

 

03.03.2017

Es ist der Mensch, nicht die Maschine

Es ist der Charakter, nicht das Programm

Es ist der Geist, nicht das Werkzeug, der agiert...

Es ist die Maschine, nicht der Mensch

Es ist das Programm, nicht der Charakter

Es ist das Werkzeug, nicht der Geist, das reagiert...

Ich bin es, der entscheidet in wessen Fleisch mein Messer schneidet

 

02.03.2017

Wir kommen aus dem Wasser und können nicht zurück, wir würden umkommen darin.

Wasseratmen, Wasser atmet, das Wasser atmet, aber wir können es nicht, wir kriegen keine Luft unter Wasser.

Wir trinken Wasser, wir lassen es über unsere Haut, unsere Wäsche und unser Geschirr laufen. Wir reisen darauf und wir haben die Reise hinter uns, aus dem Wasser an die Luft.

Wir atmen Luft wie Fische das Wasser.

 

02.03.2017

Wir strömen, wir streamen.

Wir strömen aus, mit, rein.

Wir sind der Strom, wir machen den Strom.

Es strömt aus allen Ecken und Enden, aus allen Smartphones und Wohnungen und es strömt auch wieder zurück, hinein in die Smartphones und Wohnungen.

Der Strom reißt nicht ab. Er strömt auf die Straße, er strömt auf der Straße und zuhause.
Wir streamen...

 

01.03.2017

Ich hab` die Zahlen, die Zahlen, die Zahlen, ich hab` die verdammten Zahlen, die nichts anderes bedeuten, als dass ich sie hab`.

Hab` ich die Zahlen?

Ja, diesmal hab` ich sie.

Hab` ich sie wirklich?

Nein, denn schon beim nächsten Mal sind sie weg und ich muss wieder neue besorgen.

Ich muss zahlen und dafür brauch` ich die Zahlen...

 

01.03.2017

...und nun lieb` ich sie wieder, meine Treppe.
Sie macht mich immer noch fertig, aber alleine ihr Dasein macht ein Oben und ein Unten, macht ein Rauf und ein Runter, hebt mich höher und senkt mich hinab.

Da stehen Schuhe drauf, da gehen Füße und Pfoten drüber, da scheint Licht drauf.

Sie ist alt aber sie hält sich und mich, sie trägt Licht und sie ist einfach und schlicht.

 

26.02.2017

Das ist der neue Zustand der Menschen:

Gewalttätigkeit – normal

Ausbeutung – normal

Exzesse – normal

Vergiftung – normal

Umweltverwüstung – normal

Abnormal – normal

Tatenloses Zusehen – normal

dass uns das alles normal erscheint – normal

Völlig normal, dass es sich auch so weiterentwickelt

 

26.02.2017

Ich denke das Bild spricht für sich

Es spricht aber auch für mich...

 

25.02.2017

Man kann sehr viel, man kann aber nicht alles.

Man kann sehr gut, davon aber nicht viel.

 

24.02.2017

Es steht ein Schiff und zwar in Kiel

Und was es will, das ist nicht viel:-)

 

24.02.2017

Wir sind mit Amerika groß geworden, wir werden aber nicht alt damit...

 

24.02.2017

Der Platz im Zug gehört der Bahn, aber für diese eine Fahrt, die ich bezahlt habe und bei der ich auch die Platzreservierung gemacht habe, da gehört der Platz mir – ist wie im echten Leben: die Welt gehört mir nicht, aber mein Platz darin ist bezahlt und er gehört mir.

 

22.02.2017 angelacht

Weiter oben am Bach scheinen auch Holländer zu leben. Sie haben selbst am Abend die volle Innenbeleuchtung an und die Rollos sind oben...

Ich bin verwundert, denn bislang bin ich davon ausgegangen, dass meine Familie die einzigen Holländer im Ort seien, aber vielleicht haben unsere offenen Rollläden die Leute weiter oben am Bach angesteckt und zu Holländern werden lassen?!X

 

21.02.2017

Wir wollen Wunder. Wir erwarten Wunder und wir arbeiten daran, dass sie passieren. Wunder werden kommen, Wunder werden werden. Viele Wunder sind bereits schon in unserem Alltag angekommen, aber die richtigen Kracher, die kommen noch und sie sind bestimmt nicht mehr in allzu weiter Ferne. Wunderbare Wunder, die wir wollen, die wir suchen, die uns eine Weile lang begeistern werden und die uns dann bald noch mehr Wunder werden haben wollen lassen.

Wir werden mächtige Werkzeuge haben, die unser Leben vereinfachen und angenehmer machen werden. Was nicht so einfach sein wird, ist der Umgang mit all den wunderbaren und mächtigen Wundern und Werkzeugen.

 

19.02.2017

Ein Haufen Moleküle, ein riesiger Haufen sinnvoll angeordneter Moleküle hält einen anderen Haufen Moleküle fest, in dessen Anordnung sich wiederum eine weitere wabernde Masse von Molekülen hin und her bewegt und dabei Muster erzeugt, die von weitem aus betrachtet an ein Bild erinnern, das aussieht wie eine Glaskaraffe in der Wasser hin und her schwappt.

 

18.02.2017

Die Sonne ist schwarz und das Schwarz ist weiß. Der Sonne kalter Nebel haucht Wärme und die Milchstraße ist bei mir gleich um die Ecke.

 

15.02.2017

Winterbronchien trocken und kalt

Des Winters erkaltete Schreckensgestalt

Der Winter erstarrt uns nun lange nicht mehr

Die Sonne macht Luft, das Gemüt nicht mehr schwer

 

09.02.2017

Immer schön. Die Menschen auf Bildern sind immer schön. 

Die Frauen sind schön, die Männer sind schön, die Kinder sind schön und alle sind so entspannt und interessant. Sie tragen keine Sorgen sondern schöne Klamotten und sie trinken tolle Getränke aus noch tolleren Bechern. Das Licht ist schön, die Tattoos sind schön.

Es geht mir nicht auf den Sack, dass alles schön ist, denn es ist ja wirklich schön anzusehen so ein Bild mit schönen Menschen darauf, aber es ist nicht schön, wenn man da nicht mitkommt, wenn man selbst nicht so schön ist und wenn die Klamotten, die man trägt auch nicht sooo schön sind und wenn man in einem nicht ganz so schönen Stadtviertel wohnt wie auf dem Bild und wenn der eigene Hund eher verfilzt als schön ist und wenn die Menschen um einen herum auch nicht so schön sind.

Wenn man sich dann die schönen Bilder anschaut, fühlt man sich nicht so schön und dann sind auch die schönen Bilder nicht schön.

Nicht schön: unerwünscht.

Schön: erwünscht.

Ist eher nicht so schön.

 

07.02.2017

Wenn man klein ist, sind die kleinen Dinge die großen. In allen Spalten und Rillen verbergen sich Welten, ist die Welt eines Rinnsals ein Epos.
Wenn man groß ist versteht man, dass die kleinen Dinge klein sind und dass Spalten, Rillen und Rinnsale – Spalten, Rillen und Rinnsale sind.

Und wenn man alt wird, erinnert man sich zurück an die Zeit als man groß war und als man klein war und man sieht, dass die Welt klein ist und dass sie voll ist von Spalten, Rillen und Rinnsalen, in denen sich Epen abspielen.

 

06.02.2017

„...es sind nicht die Diktatoren, es sind die Menschen selbst, die die Grausamkeiten begehen, zusammen mit den Diktatoren. Und außerdem hat Gott uns so geschaffen und ganz ehrlich, wer mir erzählen will, dass es nur bei uns Menschen so zugeht, der soll einen Blick raus in die Natur werfen...

„Na hören Sie mal, das ist waschechte Blasphemie.“

„Oh, dann maßen Sie sich also an für Gott zu sprechen und zu wissen was Gott im Schilde führt. Na dann legen Sie mal los.“

Der Prediger zog die Augenbrauen hoch.

„Na dann legen Sie mal los, ich brenne nämlich schon mein ganzes Leben lang auf ein paar Antworten und wenn Sie schon mal andeuten, den Mund weit aufreißen zu wollen, dann müssen Sie auch liefern. Einschüchtern geht bei mir nicht mehr, dafür hab` ich zu viel gesehen, das so gar nicht in mein Bild von dem passt, was Menschen wie Sie mir über Gott vermittelt haben.

Ich mein`s nicht böse, ich suche wirklich ein paar Antworten und mit gutem Zureden kommt man offenbar bei diesem Thema nicht weiter.“

Der Prediger zog einen kurzen, scharfen Zug durch die Nase und entließ einen ganzen Atemzug, während er sich dabei abwechselnd auf die rechten und dann auf die linken Backenzähne schnell hin und her biss, so dass man die kurzen und festen Kontraktionen von außen deutlich sehen konnte. Es sah beinahe so aus, als würde ein gut durchtrainierter Bodybuilder mit seinen Brustmuskeln spielen.

„Wissen Sie, es ist alles ganz anders. Genau genommen ist es sogar vollkommen anders herum. Gott schickt uns nicht auf die Erde, damit wir hier ein sündenfreies Leben leben um möglichst sauber und unbeschmutzt in den Himmel zu kommen. Gott schickt uns her mit einer Aufgabe, die wir erfüllen müssen. Jeder von uns hat die Aufgabe diese Welt hier besser zu machen und sich schmutzig zu machen in der Erfüllung unserer Aufgabe. Die, die die Aufgabe nicht erledigen, dürfen auch nicht mehr hierher zurück um weiterzumachen und die, die keine Angst davor haben so richtig in die Scheiße zu greifen, die dürfen wieder kommen um weiterzumachen. Denn es gibt hier noch viel zu tun.

Ich weiß nicht was Gott im Schilde führt, aber nachdem ich schon so lange im Sinne des Geistes tätig bin, kann ich mir keine andere Fassung des Göttlichen Tuns mehr vorstellen.

Du wolltest doch Antworten, dann denk mal über diese hier nach...“

 

06.02.2017

Ich gleite in meinem Raumschiff nach Hause. Nicht mal einen ganzen Meter über dem Boden schwebe ich heim. Mein Körper lenkt mein Raumschiff ganz selbständig wie ein Autopilot. Es ist genug Luft an Bord, aber es ist auch genug Luft draußen, hinter der Scheibe.

Alle Systeme normal, die Karre läuft...

 

06.02.2017

Sieht das, was wir auf der Erde machen aus der Luft schön oder eher wie eine Krankheit aus und könnte man von der Antwort auf diese Frage ableiten was wir für unsere Erde sind?!X

Die Erde sieht schön aus aus der Luft, selbst in Gebieten, wo kaum Leben lebt und wo Naturkatastrophen wüten. Kann man davon auch ableiten was die Erde für uns ist?!X

Vielleicht hilft es sich die Erde öfter aus der Luft anzuschauen um selbst besser zu verstehen wonach das hier alles aussieht...

 

05.02.2017

Der blaue Feuervogel ruht im Zimtbaum. Heiße Sonnentropfen rieseln vom Regenbogen in den Bach aus schwarzem Wasser, der mit seinem Kieselgold quasselt.

Der Goldfisch zaubert einen Traum und alle zusammen lieben den Traum am Zimtbaum.

 

04.02.2017

Der heiße Wüstenwind trägt Sand ins Meer und drüber hinweg.

Der heiße Wüstenwind treib Menschen ins Meer und über das Meer hinweg. 

Der heiße Wüstenwind verteilt Menschen wie Sand über das Meer und drüber hinweg.

 

03.02.2017

In einer enger gewordenen Welt von bald zehn Milliarden Menschen steht jeder für sich und sucht durch einen engen Spalt nach der Zukunft. Klar, dass man sie so nicht sehr gut erkennen kann. Zu eng der Spalt, durch den man schaut, zu eng das Sichtfeld.

Würde man die engen Sichtweisen bündeln, könnte man das Gesichtsfeld erweitern und einen klareren Blick voraus werfen. Blickdicht ist jedoch oft unsre Sicht...

 

03.02.2017

Artgerecht, lebensartgerecht, gerechte Lebensart, Lebensrecht einer Art, eine Art Lebensrecht, einer Art gerecht werden, eine Art wird gerichtet, Leben artgerecht gerichtet, Leben vernichtet.

 

03.02.2017 angelacht

Weg, wir wollen alle weg, weg von einander, weg in ein anderes Land, in eine andere Wohnung, in die Arktis oder in die Antarktis und auf den Mars und dann laufen wir uns wieder über den Weg, dort in der Ferne, in der wir sein wollten als wir noch weg wollten.
Wir sehen uns an und fragen uns insgeheim: bin ich jetzt da wo ich mal hin wollte und ist der andere da wo er hin wollte, wollte er nicht auch mal weg, wenn ja, warum laufen wir uns dann wieder über den Weg, wenn wir doch alle weg wollten?!X

Man sieht sich;-)

 

01.02.2017

„Ich schaue mir heute noch gerne den Marsianer an. So viele Jahre nach der Kolonisierung kommt mir der Film heute sehr heroisch, fast schon pathetisch, aber angenehm pathetisch vor. Ich wünschte es wäre damals tatsächlich so gewesen mit all der Menschlichkeit, wie man das früher nannte. 

Aber eines ist tatsächlich heute noch zutreffend, die Filmmusik. Sie trifft den Mars in einigen seiner Facetten voll ins Schwarze, so als hätte der Mensch, der sie geschrieben hat einen Blick auf den Mars geworfen, oder als sei er tatsächlich mal im Tiefflug über den Mars geflogen.“

 

01.02.2017

Meine Lava fließt zu dir. Sie strömt unaufhaltsam und verbindet sich mit deiner Lava.

Meine Lava ist zäh und heiß. Es bräuchte viel Wasser und Kälte um sie abzukühlen und selbst dann, bei eisigen Temperaturen würde sie noch sehr lange weiterfließen in die Richtung, für die ich mich entschieden habe.

Lava stellt man sich nicht in den Weg. Lava lässt man fließen und genießt aus sicherer Entfernung ihre rohe Schönheit.

Lava kommt aus dem heißen, Lava kommt aus dem innersten, Lava kommt aus dem rohen Herzen des Planeten.

Meine Lava trägt die Hitze dieses Herzens und bahnt sich ihren Weg zu dir.

 

28.01.2017

Mein Herz und dein Herz schlagen zusammen, tragen zusammen, wagen zusammen, fliegen zusammen, fallen zusammen, fiebern zusammen, bangen zusammen, flimmern zusammen, brechen zusammen und wachsen zusammen.

Mein Herz und dein Herz sind ein Herz, sind mein Herz, sind dein Herz.

 

28.01.2017

Von nichts kommt nichts. Das heißt, dass das Nichts aus dem Nichts kommt, einfach so, es kommt aus dem Nichts und ist plötzlich da, das Nichts von dem Nichts und nichts kann es aufhalten. Doch man muss auch nichts aufhalten denn es ist ja ein Nichts. 

Dagegen kann man wohl nichts machen, außer man tut etwas. Etwas tun gegen das Nichts ist doch schon mal was und was könnte besser sein als etwas?!X

Wenn etwas aus dem Nichts käme, wäre das doch was... ...etwas.

Was könnte dieses Etwas sein?!X 

Von nichts kommt etwas, von etwas kommt nichts, von etwas kommt etwas.

Etwas tun, damit was kommt, statt dass von nichts nichts kommt.

Tut sich schon etwas?!X

Bei mir tut sich nichts, also kommt da wohl auch nichts.

 

27.01.2017

Zu früh, ich wollte alles zu früh und hab` spät, fast zu spät gesehen, dass das was ich wollte kam, nur eben später als ich es mir gewünscht hatte, nur etwas anders als ich es mir vorgestellt hatte, nur etwas echter als ich es mir in meiner Fantasie ausgemalt hatte.

Hätte ich das früher gewusst, es hätte nichts geändert.

 

27.01.2017 angelacht

Weder das Huhn, noch das Ei waren zuerst da. Zuerst war da die Absicht ein Huhn werden zu wollen... ...der Rest ist göttliche Biologie:-)

 

27.01.2017

Mir ist kalt. Die Heizung ist ausgefallen und es ist gerade bitter, bitter kalt draußen. Ich schaue aus dem Fenster und sehe einen weißen Reiher im zugeeisten Bach stehen und ich verstehe, dass mir nicht so kalt ist wie ich dachte und die Angst, dass mir kalt sein könnte schwindet etwas...

 

26.01.2017

An meinem Ende der Welt gibt`s bei meiner Drive-In-Bestellung einen Cappuccino umsonst.

An einem anderen Ende der Welt gibt`s noch nicht mal ein Stück Brot und ein Glas sauberes Wasser umsonst, geschweige denn einen Drive-In.

Mein kostenloser Cappuccino kommt vielleicht sogar von diesem anderen Ende der Welt. Umsonst ist mein kostenloser Cappuccino an meinem Ende der Welt also nicht.

Ich denke es ist nicht umsonst sich das durch den Kopf gehen zu lassen.

 

25.01.2017

Meine Handschrift ändert sich je nach Gemüt. Ich kann sie nicht kontrollieren. Manchmal kann ich sie nicht mal selbst lesen. Meine Handschrift geht mit mir und lebt mit mir. Sie zeigt mir welches Gemüt mich gerade beherrscht – sie ist mein Seismograph.

 

22.01.2017

Mein Hund riecht gut. Mein Hund duftet. Mein Hund ist warm und fest und wenn er atmet und mein Ohr ist zufällig an seiner Nase, dann höre ich das Atmen eines Riesen. 

Mein Hund so klein er auch ist, ist wirklich groß, er schaut tief und er weiß wohin uns unser Weg führt.

Mein Hund ist gut für mein Herz und seine tiefen Atemzüge durch seine schwarze Nase saugen sich durch meinen Kopf und überlagern alles was stört.

 

20.01.2017

Er setzte sich auf sein Fahrrad, ganz oben auf den Sattel und trat kräftig in die Pedale. Der Sattel befand sich gefühlte fünf Meter über dem Boden und die Kette, die durch die Pedale in Bewegung gesetzt wurde, wurde über mehrere Umlenkrollen bis hinunter in die Mitte dieser wundersamen, recht umständlich anmutenden Maschine geleitet. Dort, in der Mitte befand sich das Herzstück – ein großes Zahnrad, ja sogar das größte Zahnrad dieses übergroßen Drahtesels.

Doch der Mann mit dem Zylinder war nicht der einzige, der sich auf diesem Gefährt befand. In das ausladende Gestell aus Speichen und Rahmen waren beinahe schon fast eingeflochten noch mindestens ein Dutzend weiterer Menschen auf Satteln, die kleinere und größere Zahnräder in Schwung hielten durch ihre Beineskraft, die sie durch kräftiges Treten auf ihre Pedale übertrugen.

Es herrschte also ein Gewirr und ein Gewusel aus ächzenden Menschen und knarrenden Ketten und Pedalen und zum Erstaunen aller, die das Schauspiel aus der Nähe bewundern konnten – das scheinbar wirr zusammengebaute Geflecht aus antiker Technik und angestrengt in die Pedale tretender Menschen setzte sich in Bewegung und zwar fast jeden Morgen.

Keine Frage, die Kette, die der Mann mit dem Zylinder in Bewegung setzte war die größte, längste und schwerste, aber das ganze Klappergerüst auf dem sich alle befanden hätte sich mit Bestimmtheit nicht einen Millimeter von der Stelle bewegt, wenn nicht auch die ganzen anderen Leute weiter unten in die Pedale getreten hätten.

Nun denn, ein bisschen Öl hier, ein paar Schweißnähte dort, dazu noch ein paar wieder angezogene Schrauben überall und die Fahrt konnte weitergehen...

 

19.01.2017

Ich bin ein Berg aus Zucker – ich bin zuckersüß.

Alle lieben Zucker, alle nutzen Zucker, alle benutzen Zucker.

Die eine Hälfte des Tages bin ich damit beschäftigt so zu tun als sei das, was ich mache harmlos... ...die andere Hälfte des Tages arbeite ich an Dingen, die weniger süß sind. Doch ich weiß, dass fast alles schmeckt, wenn man nur genug Zucker dazu gibt.

 

19.01.2017

Und da ist er wieder – der Wind...

Er drückt und biegt, er schiebt und siegt, er trägt und wiegt, er reißt und schmeißt, er zieht mich mit sich Schritt um Schritt.

 

18.01.2017

Ich sehe es nicht obwohl es direkt vor meiner Nase ist. Ich suche lieber in der Ferne, dort, wo ich es ahne und nur schemenhaft etwas erkenne. Dort, wo meine Fantasie so viel dazu dichtet, dass es eben fantastisch erscheint.

Mir fehlt der Abstand um meinen Blick scharf stellen zu können auf das, was sich direkt vor meinen Augen abspielt. Dabei liegt das, was sich vor meinen Augen abspielt in der Ferne für alle Augen und Nasen, die nicht da sind, wo ich bin.

 

17.01.2017

Aufm Schiff geht’s immer zu.

Aufm Schiff ist niemals Ruh’.

 

14.01.2017

Das Herz schlägt in der Brust. Es schlägt in jeder Brust. Es sollte dort solange schlagen bis es von alleine aufhört.

Tiere tragen auch ein Herz in ihrer Brust. Auch ihnen sollte man jeden Herzschlag lassen, aber sobald ein Herz stigmatisiert und entwertet wird, ist es kein Herz mehr sondern ein Ding mit dem man alles tun kann, was man sonst nie damit tun würde. Das gilt übrigens für jedes Herz.

Ein Herz sollte in einer Brust schlagen und jeder, der auch nur ein Fünkchen Herz in sich selbst trägt, sollte kein Herz dieser Welt weniger wertschätzen als das eigene.

Jedes Herz ist ein Herz und kein Ding – der neue MX-5 RF, dafür ist wohl kein Herz zu schade.

Pures Fahrvergnügen jetzt zu attraktiven Preisen...

 

11.01.2017

Ich wähne mich schon in einer wunderbar fortschrittlichen und elegant angenehmen Zukunft, in der ich mir vom Essen bis Klamotten alles per Fingertipp schnell, sehr schnell nach hause kommen lasse. Eine Zukunft vier Punkt irgendwas, in der ich ohne Bargeld und mit Strafzinsen auf mein Erspartes, welches ich nicht habe, weil ich ein bedingungslos niedriges Grundeinkommen erhalte, mir alles leiste, was ich zu sehen bekomme. Eine Zukunft, in der ich mir trotz reichlich Allgemeinwissen, Bildung, Lebenserfahrung und natürlich einer gewaltigen Portion Lust, jeden Scheiß machen zu wollen, der mir aufgetragen wird, Gedanken machen muss, wie ich überhaupt über die Runden komme, weil Roboter und Algorithmen den ganzen lästigen Kram erledigen. Meine Zukunft in der ich mich bis zur Unkenntlichkeit ins Netz hinein avatiere, weil mich sonst keiner hört oder sieht. 

Nun, neben all den Vorteilen dieser Zukunft denke ich, dass vier Punkt Null doch auch Schwächen hat, menschliche Schwächen. All die Smart Devices, Algorithmen und Automaten haben Menschen gemacht, mit menschlichen Schwächen. Die ganzen Bugs sind unsere Bugs, oder sind wir die Bugs und wer behebt die Bugs?!X Am Ende tun wir es. Wir tun es immer, egal ob die Welt um uns herum analog, digital, virtuell oder sonst wie ist. 

Wir können wie immer voller Elan und Zuversicht uns in die nächste Zukunft stürzen, die Vergangenheit belächeln und uns auf jede Menge neuer Einsichten freuen, denn erst hinterher hat mann`s erlebt und kann voll wissender Überheblichkeit den Äther mit Sprüchen füllen, die sinngemäß folgenden Inhalt tragen: „Früher, ja früher, zu meiner Zeit, da war die Welt...“ 

Tja, wie war sie denn heute?!X

 

08.01.2017

Ich bin nicht besonders gut verbunden mit der Natur. Die Natur spricht zwar zu mir, aber ich tue einiges dafür, dass ich sie nicht verstehe. Ich sperre sie aus meinem Haus, ich stelle mich außerhalb ihres Rhythmus, ich glotze lieber auf Displays statt in den Himmel, ich sitze lieber auf Schaumstoff statt im Gras – ich hab` eine gute Isolierschicht zwischen mir und ihr und deshalb verstehe ich sie auch nicht so gut.

 

08.01.2017

Es ist Schnee gefallen. Wie sehr habe ich das vermisst und wie sehr werde ich es vermissen, denn er wird nicht lange liegen bleiben.

Das Weiß wird noch eine Weile weiter rieseln in meinem Gedächtnis und die aufkommende Hektik des neuen Jahres ein bisschen kühlen.

 

03.01.2017

Sechs Lungen atmen auf einem Bett, dass sich durch die Nacht bewegt.

Beine, Hände, Arme und Köpfe hängen unter den Decken hervor und aus dem Bett heraus. Leises Schnarchen und tiefes Atmen strömt aus den Nasen. Die sechs treiben durch die Nacht unter Sternen auf ihren Träumen, begleitet von den tiefen Zügen ihrer Lungen.

 

02..01.2017

Ich sah `nen Fisch im klaren Winterwasser.

Sumpffarben, klein und eiskalt. Es zog mich an hinabzusteigen in den knietiefen Bach zu dem kleinen Fisch, ohne Angst vor der Kälte, klar zu bleiben wie das Wasser, kalt zu werden wie der Fisch, einzutauchen in den Bach und vergessen, dass ich ein Mensch bin.

 

02.01.2017

Neues Jahr, neues Glück

altes Zeug, frischer Blick