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2016 ...angefacht

Veröffentlicht am 14.05.2019

31.12.2016

Ich hatte eine wunderbare Zeit im Koma. Ich hatte Zeit... Alles, wirklich alles was in der normalen Realität...

...einen bestimmten Sinn hat, hat im Koma eine völlig andere Bedeutung und löst völlig andere Empfindungen aus, wenn man es betrachtet oder anfasst.

Dinge leuchten und kitzeln, wenn man sie anfasst. Zeit lässt sich anfassen und biegen. Entfernungen lassen sich beliebig überbrücken durch die bloße Kraft des Willens. Das einzige, was einem wirklich Angst macht im Koma, ist die Tatsache, dass diejenigen, die sich nicht  im Koma befinden, einen nicht wahrnehmen, egal was man tut und egal wie sehr man versucht auf sich aufmerksam zu machen. Man ist deshalb ihrer Interpretation der Situation ausgeliefert.

Nur die, die denken sie seine  bekloppt, weil sie sich einbilden, dass da noch was sein muss, das lebt und erlebt, nur auf die ist Verlass, wenn man im Koma liegt.

 

29.12.2016

Ich will nicht in den Garten Eden. Ich hab` mich nämlich an das hier zu sehr gewöhnt.

Wie der Garten Eden ausschaut ist mir nicht bekannt und ob es mir dort überhaupt gefallen würde, sei dahin gestellt.

Ich verabschiede mich von den berauschenden Blicken nach oben, nach vorn und zurück – Blicke, die nichts greifen und ich richte meinen Blick nach unten, auf die Erde, auf der mein ganzes Gewicht lastet. Die Erde unter meinen Füßen, die ich spüre und die da ist... ...und ich sehe die irdischen Gärten.

Eden ist es nicht, aber Eden kenne ich auch nicht – niemand kennt Eden.

 

26.12.2016

Ich hatte die beste Zeit meines Lebens und hab auf eine gute Zeit gewartet.

Ich hatte die schwerste Zeit meines Lebens und hab auf Schlimmeres gewartet.

Ich hatte die aufregendste Zeit meines Lebens und hab voller Erwartung darauf gewartet, dass es endlich mal losgeht.

Ich habe die Zeit meines Lebens, die Zeit, die ich hab`, nicht mehr und nicht weniger.

 

25.12.2016

Alles gut... In dem Augenblick, wo alles gut ist, sind die Berge voller Sorgen so sehr verschwunden, als seien sie nie da gewesen. Dann, wenn alles wirklich, wirklich gut ist, ist der Atem leicht und das Herz entspannt, die Augen sind still und der Magen hat Appetit und die Laune sieht Ruhe im Grau der Wolken und die Brust ist randvoll gefüllt mit gesunder Spannung und der Kopf und der Nacken tun nicht weh und dann steht man auf und man möchte seine guten Sachen anziehen und sich darin wohlfühlen und das tut man dann auch.

 

24.12.2016

Es war der 24. Dezember 2016. Für uns war Weihnachten, doch für die Spinne, die ich versehentlich beim Staubsaugen weggesaugt habe war es aus. Ist das noch Weihnachten?!X

Für uns schon, für die Spinne nicht. Verdammt...

 

14.12.2016

Mein Blut ist so trocken wie Wüstensand.

Trocken und fein rieselt es durch meine Adern und fühlt sich dabei an wie echtes, flüssiges Blut.

Mein Blut ist echt, aber es ist nicht flüssig. Jedes Teilchen, jede Zelle ist absolut trocken und es ist auch nicht rot, es ist eher bernsteinfarben. Es würde niemals meine Adern verstopfen, es sei denn, es würde mit zu viel Wasser in Berührung kommen, dann würde es verklumpen, ganz schnell und es würde die Farbe wechseln von einem lebendigen Goldton zu einem dunkelkalten Anthrazit.

Ich habe keinen Durst. Mein Blut rieselt ungehindert durch meine Adern und fühlt sich dabei an als sei es flüssig.

 

11.12.2016

Da liegt Plastik auf dem Boden, gepresst zu einer zusammensteckbaren Bahn für Spielzeugautos aus Plastik. Ein paar Euro wert aber nicht die Welt, nicht in Geld, aber die Welt ist es schon wert und zwar von mir und von meinen Kindern, wie eine Handvoll bunter Glasperlen, die so schön sind, dass man sein Hab und Gut gegen sie eintauscht, weil sie in diesem Augenblick so wertvoll sind wie nichts, das man bis hierher gesehen und in Händen gehalten hat.

 

11.12.2016

Es betrifft – trifft mich – nicht. Trifft mich nicht?

Trifft mich doch, betrifft mich. Geht an mir vorbei, zieht an mir vorüber, das eine – das andere erwischt mich, wischt mir eins aus.

Trifft sich gut. Trifft sich schlecht. Irgendwas trifft immer und dann bin ich getroffen und dann betrifft es mich doch.

 

30.11.2016

Ja, ich glaube an Wunder – hab` schon einige selbst erlebt. Und weißt du wann sie passieren?!X Wenn man den Mut zusammen hat und bereit ist zu scheitern oder loszulassen. 

 

29.11.2016

Kann Mann ohne Frau?

Mann kann nicht alles.

Alles kann Mann auch nicht mit Frau, aber Mann und Frau können mehr zusammen.

Frau kann ohne Mann. Aber Frau kann mehr mit Mann als ohne, zwar natürlich nicht immer und in jedem Fall, aber wenn die Chemie stimmt, dann kann man schon mehr zusammen als allein.

Können Männer und Frauen zusammen?

Wenn sie können, dann kann Mann und Frau besser Mann und Frau sein, als Mann ohne Frau und Frau ohne Mann.

Kann Mann Frau sein? Mann kann, Frau auch.

Frau kann Mann auch sein.

Kann Mann also ohne Frau? Nein, Mann kann nicht ohne Frau leben, auch wenn Mann Mann liebt braucht Mann Frau, weil Mann sich sonst in seiner Einseitigkeit verliert.

 

29.11.2016

Es gibt Früchte, die wenn man in sie hinein beißt, einem nicht schmecken.

In so einem Fall sollte man schlau genug sein, beim nächsten Mal nicht mehr in diese Frucht zu beißen oder man sollte es ausprobieren darauf zu warten, dass sich der eigene Geschmack vielleicht mal ändert, denn die Frucht wird ihren Geschmack so schnell nicht ändern.

 

29.11.2016

...ist alles nicht so schlimm... ...schlimm ist`s, wenn`s einen oder einen anderen wirklich trifft... ...alles andere ist halb so wild... 

 

29.11.2016

Ich quäle mich...

Womit?

Mit allem Möglichen.

Warum?

Weil es möglich ist...

 

27.11.2016

Wenn meine Kinder mich fragen würden, was das Wichtigste im Leben sei, dann würde ich sagen: das Wichtigste im Leben ist es menschlich zu bleiben, denn bei so viel Unmenschlichkeit, die uns umgibt ist das nicht einfach und nicht selbstverständlich, auch wenn man als Mensch auf diese Welt kommt.

 

27.11.2016

Auf mich ist Verlass. Auf mich war schon immer Verlass, ich hab`s bloß nicht so richtig gewusst, denn nicht ich entscheide, sondern mein Innerstes und deshalb brauche ich mir auch überhaupt keine Sorgen zu machen.

 

22.11.2016

I got work

I got to work

I got to get to work

I got to get work

I get it work

I got it: I got to get it work

 

22.11.2016

Ich liebe es. 

Es ist nicht einfach jeden Morgen früh aufzustehen, sich todmüde fertig zu machen und zur Arbeit zu schleppen, den Blick nur auf die Zeit und die bevorstehenden Aufgaben gerichtet.

Dem Blick folgen, den Farben am Himmel, dem Raureif auf der Wiese und auf den Blättern, dem feinen Dampf, der aus der Teetasse am Frühstückstisch aufsteigt.

Auch wenn ich es nur alle paar Jahre schaffe diesem Blick zu folgen, liebe ich es.

Und dann ist er auch schon vorbei, der Morgen mit seinen bezaubernden Augenblicken und ich blicke wieder in den Tag, der mit seinem nüchternen und deutlichen Licht den Zauber des Zwielichts verscheucht.

 

16.11.201615.

Ich hasse Müll und deshalb schmeiße ich ihn auch immer weg. Ich schmeiße so viel davon weg, dass er irgendwann zusammen mit dem Müll der anderen sich bis vor meine Haustür schwemmen wird und dann schmeiß` ich mich weg vor lachen und aus Hysterie darüber, dass es kein Entkommen mehr gibt aus dem Gestank, den wir im Glauben sauber zu sein, erzeugt haben. 

 

15.11.2016

Ein Schwein ist ein Mensch. Ein Schwein kann kein Schwein sein, weil es niemals so schweinisch sein kann wie ein Mensch.

Ein Schwein verfügt nicht über eine einzige Fertigkeit, die es zum Schwein machen könnte.

Menschen sind richtige Schweine. Menschen machen Dinge, die Schweine nicht tun würden.

Die Liste dessen, was Schweine tun ist zu lang um ins Detail zu gehen. 

Schweine sind grausame Wesen aus einer Welt, die Menschen nicht kennen.

 

10.11.2016

Eine Entwicklung ist eine Entwicklung und am Ende gibt es gar kein Ende, ein Ende ist nicht vorgesehen. 

Es gibt nur ein Ende der Wahrnehmung eines jeden, der im Stande ist etwas wahrzunehmen.

 

07.11.2016

Es bebt, es hebt, es schwebt Gefahr in der Luft und unter unseren Füßen, wenn der Klumpen sich in Form quetscht.

Am liebsten leben wir dort, wo sie ihre Wärme und ihren belebenden Atem mit uns teilt und genau dort ist sie manchmal auch zu impulsiv und lebensfeindlich für uns und für alles andere, das sich dort ansiedelt.

Ob sie lebt, kann ich nicht beurteilen, aber sie bewegt sich und achtet dabei nicht so genau darauf, was sie damit verursacht. Und wenn sie sich bewegt, dann macht sie die Bewohner ihrer Oberfläche nervös und zum Teil sehr aggressiv, weil der Boden unter ihren Füßen ihnen alles nimmt, was sie besitzen oder worauf sie ihre Existenz aufgebaut haben. Was ein Wunder...

 

07.11.2016

Die, die all die Arbeit machen

Haben auch nicht viel zu lachen

 

07.11.2016

„Es ist ein hartes Geschäft geworden.“

„Was?“

„Na, alles!“

 

06.11.2016

Es zerfällt und irgendwo spielt dabei Musik. Das macht Sinn und es macht Spaß. Alle Blicke sind nach vorn gerichtet, dort wo die Musik hinter einem alten Zaun spielt. Mein Bruder kommt dazu.

Eigentlich müsste ich meine Reifen wechseln, aber ich komme kaum noch durch die Menge der Leute, die gekommen sind um den DJ zu sehen, der mit dem Rücken zu ihnen in seinem Garten auflegt.

Ich biege langsam um die Kurve und sehe meine Vergangenheit.

 

04.11.2016

Ich bin am Ziel, ich bin am Ende – am Anfang eines neuen Beginns mit einem neuen Verlauf ohne Ziel.

Es geht immer der Nase lang, so lange die Kugel sich unter meinen Füßen dreht, steht der Entschluss fest, auch wenn der Boden nachgibt gibt es eine Richtung – die Dichtung.

 

02.11.2016

Ein Mann sitzt auf einer Müllkippe und ist verblüfft darüber, dass Menschen Zahnpastatuben wegwerfen, in denen noch genug Zahnpasta drin ist für ein paar Mal Zähneputzen.

Er fragt sich nicht warum es so viele Menschen gibt, die so viel Zahnpasta wegwerfen, er drückt sich stattdessen eine Portion wohlriechender Zahnpasta auf seine Zahnbürste und genießt den wohltuenden Geschmack , denn die Müllkippe auf der er sitzt stinkt.

 

28.10.2016

Politik geht uns an: die Nieren, die Gesundheit, unser Geld, die Wäsche, die Existenz, unsere Meinung, die Zukunft, den Alltag, die Substanz, das Wohlergehen.

Gehen wir also an: die Politik oder an ihr vorbei?!X

 

25.10.2016

Ich tat es am einem Sonntag.
Die Triebe sie fielen und es war laut, zu laut für einen Sonntag draußen auf dem Land.

Aber was sollte ich machen?!X Hätte ich es nicht getan, hätten die Nachbarn sich hinter meinem Rücken darüber beschwert, dass es wüst und ungepflegt aussieht und da ich Lästereien nicht ausstehen kann, bin ich dem Trieb gefolgt und habe die Triebe gekürzt.

 

21.10.2016

Die Welt beeilt mich in den Galopp – hop, hop...

 

08.10.2016

Der schlimme Mensch glotzt und gafft und fühlt sich auch noch im Recht dabei. Er promeniert an Unfällen vorbei als seien es sehenswerte und berichtenswerte Ereignisse mit Volksfestcharakter.

Der schlimme Mensch ist ein dummer Mensch, der schlimme Dinge noch schlimmer macht.

 

06.10.2016

Die Schildkröte wollte in Holland bleiben am wunderschönen Strand von Noordwijk.
Sie war noch nicht alt, sie war aus Silber und der lange Strand war viel zu einladend für eine Schildkröte um dort nicht bleiben zu wollen. Also viel die Schildkröte einfach vom Hals und vergrub sich im Sand.

 

06.10.2016

Die Natur ist nicht schön.

Die Natur ist nicht hässlich.

Die Natur ist gewaltig.

Sie schöpft aus Vorhandenem und sie erschöpft das Leben und es ist ein Wunder, dass es Leben in der Natur gibt und dass das Leben es schafft der gewaltigen Kargheit so viel für sich abzuringen, dass es froh sein kann am Leben zu sein. Denn Natur lebt nicht, obwohl sie sich bewegt, obwohl sie Energie enthält, obwohl sie viele Anzeichen von Leben hat – sie ist nur vorhanden und so ist auch die Natur des Lebens, sie ist nicht schön und auch nicht hässlich, sie ist gewaltig und sie schöpft aus Vorhandenem.

 

28.09.2016

Stadtvögel wie Tauben zum Beispiel sind zwangsweise soziale Vögel, gesellig, recht harmlos und sie nehmen was sie kriegen können.

Landvögel wie zum Beispiel Spatzen oder Finken sind da schon sehr viel schreckhafter, wählerischer und anspruchsvoller. Sie fressen nicht alles und picken auch gerne mal das Beste heraus, wenn es geht und wenn es nicht geht, dann versuchen sie es trotzdem und darin können sie sehr beharrlich sein.

Auch der Lebensraum auf dem Land wird klar abgegrenzt und verteidigt.

Der Lebensraum der Stadtvögel wird geteilt, zwangsweise.

Der Landvogel teilt hingegen nicht gerne, er hortet lieber im Verborgenen und gibt nicht gerne etwas von sich Preis.

Dann gibt es noch die Vögel, die in der Stadt arbeiten und auf dem Land schlafen – ganz komische Vögel, oder?!X

 

23.09.2016

Also, am Anfang ist immer alles nur schwarz und nur weiß. Die Zwischentöne kommen erst mit der Zeit und Farbe kommt immer zuletzt.

Wenn es dann soweit ist, wird es wieder schwarz – oder weiß, je nachdem. 

 

23.09.2016

Die Kasse, ein Ort emotionaler Spannungen und Entladungen, noch immer und immer wieder. 

Im Rücken der Druck der Schlange und vor dir ein schmales Nadelöhr und die leise Hoffnung, dass das Konto gedeckt ist.

 

04.09.2016

Wahlbeteiligung – welch ein schlimmes Wort, ein Wort, das einen Stich im Herzen verursacht, wie eine heiße Klinge, die einem ohne Vorwarnung mitten in die Brust gejagt wird. Ein Wort, das einem die Schwere seiner sozialen Verantwortungen und Pflichten nicht nur ins Gedächtnis ruft, sondern direkt Migräne verursacht.

Mensch Leute, die Wahlbeteiligung ist gering und ihr seid SCHULD. Genau, Schuld ist das Wort, das sich am nachvollziehbarsten mit dem Begriff Wahlbeteiligung assoziieren lässt.

Du bist Schuld, weil du nicht wählst, sonst wäre alles besser. Du bist selber Schuld.
Sag das mal einem Hersteller von Waren, dessen Produkte niemand kaufen will. Nur weil niemand sein Zeug kaufen will, kann er wohl kaum seine Kunden dafür belangen und sie in irgendeine Schuld stellen. Er muss es dann eben besser machen, sich bemühen seine Waren attraktiver zu machen, sonst geht er PLEITE.

Das gibt’s nur in der Politik, oder?!X dass jemand, der etwas im Angebot hat, was ihm niemand abkauft dafür den Kunden, der ja sonst gerne als König tituliert wird, die Schuld am eigenen Misserfolg in die Schuhe schiebt und trotzdem im Amt bleibt.

Freie Wirtschaft – von wegen.

Leistungsgesellschaft – von wegen.

Redefreiheit  - joahhh, ich meine solange alles beim alten bleibt, darfst du schon alles mögliche labern...

Kapitalgesellschaft – schon eher...

Leisten kannste gerne was und viel, schwätzen darfst du auch dabei. Schutz und Streicheleinheiten gibt’s aber nur, wenn du schon was hast.

Und das soll ich auch noch freiwillig wählen gehen?!X

Vielleicht zwingen ja die Nichtwähler eines Tages die Justiz dazu Gesetze zu erlassen, die es einer kleinen Gruppe von Menschen, die die Mehrheit der Bevölkerung nicht haben will untersagt, der gesamten Landesbevölkerung Vorschriften zu machen. 

Mindestwahlbeteiligungsvorschriften – wie wäre es damit?!X Mindestwahlbeteiligung schaffen, was leisten, Leistungsgesellschaft, oder??? Alles andere ist einfach eine Pleite.

Mindestbeteiligung erzeugen und zwar nicht durch primitive Schuldzuweisungen, sondern durch clevere Strategien und hart erarbeitete Aufmerksamkeit für ein Angebot, das dem Volk schmeckt.

 

03.09.2016 angelacht

Hey ganz ehrlich Dicker, wenn du nicht der Typ für eine Diät bist, dann solltest du es lassen...

 

03.09.2016

Keine Ahnung wie das geht, keine Ahnung wohin es geht, keine Ahnung wozu das führt, keine Ahnung warum, keine Ahnung wieso – ahnungslos, ohne Ahnung – Ahnung wozu? Ahnung wieso?

Ich hab da so eine Vermutung, es ist aber bloß eine Ahnung...

 

03.09.2016

Ich weiß nicht wie das geht, also bin ich doof.

Ich kann es benutzen und nutze es ständig, obwohl ich nicht genau weiß wie es funktioniert.

Ein Chamäleon dessen Pigmente in seinen Hautzellen sich seiner Umgebung anpassen, damit es gut getarnt überleben kann, weiß nicht wie seine Pigmentflecken das machen, ist also auch doof, schafft es aber über die Runden zu kommen.

Ein Astronaut weiß viel, hat aber die Rakete, die er fliegt nicht erdacht, entwickelt und gebaut, ist also auch – doof.

Milliarden von Menschen bedienen täglich Computer und Computer gestützte Systeme, wissen aber gar nix über Computer – alle doof.

Ich weiß aber wo der Aus-Knopf ist und zu wissen, wann man diesen betätigen muss, das ist doch schon mal ein Anfang – Feierabend!

 

03.09.2016

Ich bin nicht unauffällig.

Ich habe es lange versucht unentdeckt zu bleiben aber ich bin zu laut und viel zu auffällig.

Absolut irre zu glauben, dass man nicht auffalle, während man sich lautnackt durch die Wohn- und Arbeitslandschaften bewegt, in deren Gebetskammern sich Bewohner verkriechen, die das Labyrinth, in dem sich sonst nichts mehr zu bewegen traut, täglich aufs Neue hegen, pflegen und ausbauen.

 

03.09.2016

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, wenn man das Bild versteht...

Tausend Worte sind tausend Worte und sie sagen auch viel, wenn man sie versteht.

Ein Wort sagt tausend Bilder...

Tausend Bilder sagen ein Wort...

Bilder können sprechen.

Sprache kann Bilder erzeugen und wenn Blicke töten könnten, könnten Bilder und Worte auch nicht mehr helfen.

 

03.09.2016

„Was willst du machen wenn du in Rente bist?!“

„Weit weg sein von Hektik und Arbeit!“

„Was wirst du machen wenn du in Rente bist?“

„Arbeiten müssen...“

 

03.09.2016

Wir werden mehr wollen als nur ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen.

Wir werden erfüllt sein wollen, trotz Hunger und Obdachlosigkeit.

 

03.09.2016

Leben, ist etwas Besonderes, es versteht es nur nicht, besonders dann nicht, wenn es um das Leben eines anderen geht...

 

01.09.2016

Ich kann etwas Bestimmtes gut, aber – ob das gut ist?!X...

Ach komm – is gut...

 

31.08.2016

Ich – war da.

Ich – hab einen Beweis dafür...

Ein paar Rillen im Gedächtnis, vielleicht nichts von Dauer oder von Bedeutung, aber immerhin ein Kratzer, den ich hinterlassen habe. 

Einer von vielen, aber ich würde ihn wiedererkennen und jemand anderes vielleicht auch...

 

31.08.2016

Es ist ein Zustand – ein Zustand der Überzeugung, der Überzeugung, dass das, was ich da gerade sehe und in das ich mich hineinlasse über all dem steht, was ich weiß und was ich über das, was ich da sehe gelernt habe.

Es ist ein Zustand des Zusichselbststehens – schwer, weil oft vieles und viele dagegen sprechen, ohne es selbst in Wahrheit wirklich besser zu wissen. Schwer, weil ich mich deshalb wie ein Trottel fühle. Schwer, weil ich nicht nur wie ein Kind, sondern wahrscheinlich sogar eher wie ein Neugeborenes sehe und es vorurteilslos sein lasse. Ganz schwer das gesehene zu akzeptieren und es durch mich selbst seinzulassen und es laufen zu lassen, nach all dem, was ich und man darüber wissen.

 

26.08.2016

„...Entschuldigung..., aber ganz ehrlich: wie will ich mich als Hersteller von Chips um die Gesundheit meiner Kunden kümmern?!X

Ich meine, ich könnte jetzt irgendwas von gesunden Omega 3 Fettsäuren und gesättigten Sonst-was erzählen, aber wissen Sie, das haut einfach nicht hin!

Chips sind Chips und wenn man zu viele davon isst, dann ist das nicht gesund und wir stellen unsere Chips auch nicht gerade so her, dass man nach einer Handvoll davon die Tüte aus der Hand legt und sagt: das war jetzt genau richtig...

Ich meine, wo leben Sie? Und erzählen Sie mir bloß nicht, Sie hätten selbst noch nie Chips gefressen...“

 

21.08.2016

Ich denke, ich entscheide, aber entscheidend denke ich, ist das nicht.
Entschieden wird, denke ich nicht so wie ich es mir denke.

Ich denke Entscheidungen sind keine Sache des Denkens.

 

19.08.2016

Die Wände unsrer Häuser stehen solide, wirken sicher und gelungen formuliert und strahlen Stabilität und Unverrückbarkeit aus – nach außen. Wetterkapriolen und Naturkataströphchen können ihnen nichts anhaben. Sogar kleine Erdstöße bringen unsere stabilen Bauten nicht ins Wanken.

Doch dahinter bebt es doch, die Luft brennt, Leitungen glühen, tiefe Kluften tun sich auf, Herzen rasen, Köpfe qualmen, Vulkane brechen aus und überdecken alles mit glühender Lava – kurz gesagt: so ziemlich alle Naturgewalten bis hin zu verheerenden Naturkatastrophen vereinen sich hinter den soliden Mauerwerken und lassen uns doch zuweilen erzittern.

 

16.08.2016

Der August ist... ...wo der Sommer war... 

...klar die Luft, Duft... ...Sonne geht, steht... 

...schön der Mond schaut... ...sich der Herbst traut... 

...taut der Wind Kreis... ...Lauf der Sinne weiß

 

15.08.2016

Auf der einen Seite wollen wir ein festes Dach über dem Kopf und die eigenen vier Wände und auf der anderen Seite erkunden wir die Sterne und Nachbarplaneten und fragen uns ob wir dort leben könnten.

Einen größeren Kontrast im Hinblick auf den Wunsch wo unser Zuhause sein soll gibt es wahrscheinlich nicht. Wobei es auch einfach sein kann, dass wir unseren Platz, unser Haus unter den Sternen suchen und in unseren vier Wänden daheim sich auch ein Universum abspielt.

 

13.08.2016

Der Horror ist immer da, es ist nichts was kommt und geht.

Der Horror wartet immer bloß darauf, dass du Kraft verlierst und nach unten in sein Reich absinkst.

 

09.08.2016

Ein Echo – undeutlich, verzerrt aber wahrnehmbar. 

Ist so etwas echt, oder nicht?!X

In der Realität gefangen, an physikalische Gesetzmäßigkeiten gefesselt, eine Welt zueigen geglaubt in der Äpfel nicht weit weg vom Stamm zu Boden fallen.

Der Apfel fällt zu Boden während er in der schwerelosen Weite um die Sonne kreist.

Das Spektrum ist eng, der Schlitz durch den wir schauen eine Maske, die unseren zügellosen Geist davor wahrt sich in all den Echos zu verlieren, die uns erreichen.

Nicht jedes Echo ist relevant für das Leben auf der Erde, aber die Erde ist nicht das Maß aller Dinge und so ziehen wir unsere Bahnen zusammen mit der Erde um die Sonne, beschränkt auf die Wahrnehmung der Gravitation, mit der uns die Erde bei sich behält, ohne den freien Fall zu spüren, in dem sich auch die Erde befindet.

 

05.08.2016

Zwei dicke Hummeln, die sich um eine Blüte stritten, schubsten sich immerzu weg und versuchten sich festzukrallen an den in Morgentau getauchten Blütenblättern der Blume, damit der Mitstreiter nicht an den leckeren Blütenstaub heran kam. Sie rangelten solange bis die Blüte schließlich in ihre Einzelteile zerfiel und der Pollen sich in der Luft auflöste.

Also flogen die beiden dicken Hummeln zur nächsten Blüte.

 

04.08.2016

...eine Weile lang hab ich gewichst, jetzt wird nur noch gezwirbelt:-)

 

04.08.2016

Zwischen Himmel und Hölle gibt es ein Ding, das nennt man Erde... ...dort ist es mal heiß und mal kalt, mal hell und mal dunkel, mal wunderschön und nett und mal unerträglich und zwar für alle, die sich darauf befinden.

Die Erde selbst hat auch einen Himmel und einen Kern, der so heiß ist wie die Hölle.

Von außen betrachtet ist die Erde ein Planet, ein winziges Teilchen, das sich um sich selbst dreht und Kreise um ihre Sonne zieht.

Von der Erde aus betrachtet, ist die Erde eine Ebene auf derer Oberfläche sich Himmel und Hölle austoben und für ständige, nennen wir es mal nicht Unruhe oder Unordnung, sondern neutral ausgedrückt für eine gewisse Dynamik sorgen.

Die Erde ist eben eine Zwischenebene, an der sich zwei Pole treffen und entladen.

 

03.08.2016

Am Bartwuchs eines Mannes erkennt man den Schamwuchs um seinen Johannes...

 

03.08.2016

Mach doch...

Nee, ja... nein, mach ich nicht...

Andere machen es doch auch...

Ja, aber ich mach sowas nicht, das macht man nicht...

Doch, andere machen das andauernd...

Echt?

Ja, klar!

Kann ich mir gar nicht vorstellen...

Aber klar doch...

Ja, aber ich kann das nicht.

OK, aber dann bist`s selber schuld.

Hmmm...

 

27.07.2016

Man hofft, dass nichts passiert, dass nichts schlimmes passiert.

Man hofft nicht erwischt zu werden, nicht in der Schneise zu stehen.

Wenn eine Lawine sich erst mal gelöst hat, macht sie alles platt, was sich vor ihr befindet. Die kalte Walze zerstört solange das Gefälle für die angestauten und tragischerweise in Bewegung geratenen Schneemassen stimmt. Eine Katastrophe für alles auf ihrem Weg talabwärts.

Man kann nur abwarten bis sie zur Ruhe gekommen ist und ihre Kraft entladen ist. Eine fürchterliche Naturgewalt, derer man sich zwar in den Weg stellen kann, derer Wucht man aber nichts entgegenzusetzen im Stande ist. So lösen winzigste, federleichte, empfindliche und flüchtige Eiskristalle in ihrer Verdichtung eine monströse Welle der Zerstörung aus, indem sie sich in ihrer myriadenfachen Ansammlung gemeinsam lösen und den Hang hinabgleiten. 

 

18.07.2016

Wie soll beispielsweise ein Delphin, der eben noch von friedlichen und freundlich gesinnten Menschen in Strandnähe mit Fisch gefüttert wurde wissen, dass er gleich um die Ecke von blutrünstigen Barbaren mit Harpunen und Messern erwartet wird?! Wie will man das als Delphin unterscheiden?! Du siehst Menschen: die einen füttern dich, die anderen trachten nach deinem leben... Äußerlich betrachtet ist da vielleicht gar kein Unterschied aus der Sicht eines Delphins, aber faktisch entscheidet der Unterschied womöglich über dein Leben oder zumindest über dein Wohlergehen...

 

15.07.2016

Der Tag ist verbraucht ist der Mensch.

Die Kraft ist erschöpft bin ich.

 

15.07.2016

Ich sitz` auf Gummi oder Schaumstoff, nicht auf Stroh...

Ich sitz` auf Polyester. Nicht auf Baumwolle...

Ich sitz` auf einem Plastikrahmen oder auf einem aus Sägespänen zusammengepressten Ding und nicht auf Holz...

Worauf sitze ich?

Ich sitze auf einem schicken, modernen Möbelstück.

 

11.07.2016

Ich sitze auf der Arbeit und es sind gefühlte, tropische 36° Celsius. Jetzt bloß nicht anfangen zu schwitzen, ja keine Schweißperlen oder Schwitzflecken – Arbeit und schwitzen – das geht gar nicht!

 

10.07.2016

Eine reine Weste lässt sich nicht einfach tragen, weil man jeden Mückenschiss drauf sehen kann – sie wird einfach zu leicht schmutzig. Damit sie schön sauber bleibt, muss ein hoher Aufwand betrieben werden – das ist schwer, eine reine Weste ist also schwer zu tragen.

Eine benutzte Westen macht sich gut, eine, die in Gebrauch war, die glänzt zwar nicht mit ihrer Reinheit, strahlt aber Substanz aus, hat Persönlichkeit und zeigt Charakter.

 

10.07.2016

Mit den Dingen gehen, mit der Hitze, mit der Kälte, mit dem Glück und mit dem Pech. Die Dinge ein Stück reinlassen, sie sein lassen, sie wirken lassen, sich den Dingen, die auf einen einwirken ein Stück ergeben, so kommt man weiter, auch wenn man sich da Weiterkommen anders vorgestellt hat, nämlich weniger als ein Mitgehen und alles mögliche Zeug über sich ergehen lassen, sondern mehr so als unnachgiebigen „My Way“.

 

08.07.2016

A piece of gold is what my wedding ring is and a piece of heart is what it means.

 

07.07.2016

Wir sind alle flach und ohne Relief, hell, glattpoliert und ohne Reibung, denn das ständige Reiben an einander hat uns angenehm weich und geschmeidig geschliffen.

Wir sind alle tief sobald es in die Tiefe geht, sehr tief, bodenlos und dunkel, verzweigt, undurchsichtig, voll modriger Erdspalten mit spitzen Splittern, die aus den Schachtwänden ragen, gespickt mit rasiermesserscharfen Kanten, deren Positionen sich nicht vorhersagen lassen, weil sie sich ständig andern, voller Stolpersteine, die sich dauernd vor die Füße derer rollen, die unsere Tiefe zu betreten wagen.

Wer sich hierher traut, kommt ohne Blessuren nicht davon.

 

05.07.2016

Bei „jeder für sich“ kommt meist was für einen anderen heraus...

 

05.07.2016

Da gab`s `ne Ecke in meinem Esszimmer, die sah furchtbar aus, die Tapete klebte nicht richtig, die Farbe hatte Risse und ich habe lange Zeit nicht gewusst wie ich diese Stelle wieder in Ordnung bringen soll. Erstens wusste ich nicht wie man das macht und zweitens hat mich „erstens“ gehemmt überhaupt einen Versuch zu starten diese Ecke irgendwie wieder in Ordnung zu bringen.

Dann kam eine Aufgabe, die ich erledigen musste. Ich musste das Kinderzimmer streichen. Das war viel Arbeit und die Ecke, sie war immer noch da und wurde von Tag zu Tag schlimmer. Und diese andere Aufgabe, das Streichen des Kinderzimmers hat mich so sehr beansprucht, dass ich drauf geschissen habe, dass ich nicht weiß, wie man eine Ecke repariert. Also habe ich mir Kleister angerührt, einen Kleisterpinsel genommen und die verdammte Ecke in Ordnung gebracht.

Und so war die furchtbare Ecke im meinem Esszimmer, die mich jahrelang gestört hatte ganz plötzlich  und im Vorbeiflug Geschichte – eine Geschichte von einer furchtbaren Ecke in meinem Esszimmer, die es nicht mehr gibt.

 

04.07.2016

Alles hatte mal seine Ordnung.

Alles hatte mal seinen Platz.

Alles war mal in bester Ordnung und an seinem Platz.

Dann kam der Wind und hat alles durcheinandergewirbelt und wieder abgelegt und es herrschte wieder ein neuer Ursprung, alles befand sich an einem neuen Platz und in einem neuen Zusammenhang.

Warten auf den Wind, wir warten alle auf den Wind, entweder weil wir weiter wollen, oder weil wir unsere Ordnung vor ihm schützen wollen.

Der Wind bringt Ordnung, entweder seine eigene, oder die deine durcheinander.

 

01.07.2016

Etwas Animalisches, etwas Unbeherrschbares und Unbeherrschtes. 

Etwas Unkontrollierbares und Undefiniertes, etwas Verlangendes und Wollendes. Etwas sehr Starkes und Unberechenbares. Etwas Mächtiges, etwas, das mit Denken nichts zu tun hat – etwas Handelndes, etwas furchtbar Dominantes... ...etwas, das jede Kontrolle außer Gefecht setzt, wenn es sich durchsetzt. Etwas, das sich durchsetzt. Etwas, das man leicht unterschätzt, eine Ladung, eine Entladung, ein Gewitter, eine Eruption – flüchtig und verheerend... 

Etwas, das vorbeizieht und am Besten aus der Ferne betrachtet wird, jedoch  im eigenen Inneren stattfindet.

 

22.06.2016

Irgendwas seh` ich

Irgendwas mach` ich

Irgendwo steh` ich

Irgendwann lach` ich

 

22.06.2016

Ach ja, die guten alten Zeiten, sie waren nie besser als jetzt, jetzt wo sie noch jung und voller Frische sind...

 

21.06.2016

Nix wird sein und nix wird passieren, außer dem, was vorherzusehen ist...

 

20.06.2016

Heute habe ich ein bisschen Kraft über.

Was mache ich damit?

Quatsch natürlich...

 

14.06.2016

Kürzlich habe ich auf dem Weg zur Arbeit im Stau gestanden, auf der Autobahn. Es ging nur sehr schleppend voran, also bin ich auf den Seitenstreifen gefahren, habe angehalten, bin ausgestiegen und habe mir die Blechlawine angeschaut, in der ich mich noch vor einem Augenblick selbst voran gewälzt hatte.

Als ich da so stand, war das ein irres Gefühl, alle rollten an mir vorbei und ich war der einzige, der raus ist. Jeder konnte mich sehen, musste aber weiter rollen. Es hat mir nichts ausgemacht angegafft zu werden, denn im Stau war mir schwindlig und auf dem Seitenstreifen war der Schwindel weg.

Ich stieg aus und streckte mich, schaute mir die anderen an und erlaubte mir das Privileg zu spät zur Arbeit zu kommen – einfach so!

Natürlich habe ich das nicht gemacht, ich habe mir das alles im Stau nur ausgedacht, es mir vorgestellt und versucht mich in diese Lage zu versetzen, denn ich würde so etwas nie tun, ich würde mich so etwas niemals trauen.

 

13.06.2016

Touch, in touch, in touch, in touch

Keep in touch and stay in contact

Touchin, touchin, touchin, touch

Hope to see you soon again

 

09.06.2016

Deutschland macht das Rennen. Deutschland hat das Rennen gemacht in Europa. Frau Merkel spielt die erste Geige, findet anerkennende Ehrfurcht und Respekt, gilt als mächtigste Frau der Welt. Deutschland rennt uns allen davon, lässt uns hinter sich, ist hin und wieder sogar Weltmeister.

Lauf Deutschland, lauf, lass alles hinter dir, renn, gib Gas, gib alles, mach, Macht, Nr. 1, gewinnen, ein Traum wird wahr, die anderen verlieren und bleiben auf der Strecke, die Luft wird knapp, alle Lungen müssen ran für den Traum, für das Rennen...

 

08.06.2016

Es ist keine Luft in der Luft. Es ist nichts da, was man atmen könnte. Ich stehe draußen und es macht kaum Unterschied ob ich atme oder nicht. Die Luft ist entwichen, sie ist weg. Geblieben ist nur ein dünnes, stickiges Zeug, das Kopfschmerzen und Übelkeit verursacht und jegliche Brise verhindert. Verdammtes Zeug, du kannst nichts machen, Widerstand nicht möglich. Nur hinlegen hilft und wenn es nicht zu heiß ist, schläfst du ein wie betäubt, schwerfällig und bleiern. Atmen, atmen, atmen ganz flach und bloß nicht bewegen, einfach liegen lassen...

 

08.06.2016

Der Kontakt zur Außenwelt...

Von der Außenwelt abgeschnitten sein...

Der Begriff „Außenwelt“ ist irgendwie eigenartig. Was ist die Außenwelt? Ist es eine lebensnotwendige Teilnahme am Gewusel der modernen, sozialen Infrastruktur und Kultur?!X

Ich lebe in der Außenwelt und muss immer wieder feststellen, dass die Begriffe Anonymität und Isolation eine bedeutende Rolle spielen in der Außenwelt!

Von der Außenwelt abgeschnitten sein – ein eigenartiger Begriff, wenn man genauer hinschaut.

Es gibt viel zu sehen in der Außenwelt, aber abgeschnitten ist man trotzdem...

 

06.06.2016

Der Mai ist vorbei

Die Kinder sind gemacht 

Der Sommer erwacht

Mal sehen wo wir stehen

 

31.05.2016

Wer bin ich? Was kann ich? Was weiß ich? Ich rufe diese Fragen in ein dunkles Loch im Boden, von dem ich nicht weiß wie groß die Kammer ist aus der es besteht und woraus die Wände dieser Kammer gemacht sind.

Es hallt, es klingt so, als sei der Raum leer und begrenzt. Durch die Öffnung fällt ein bisschen Licht und ich habe das Gefühl eine der Wände zu sehen, wobei es auch pures Wunschdenken sein kann.

So richtig traue ich mich nicht hineinzuklettern, wobei ich mich schon halb hinein geklettert sehe – vor meinem geistigen Auge.

Ich könnte auch einfach aufstehen und woanders hingehen, aber das kommt mir nicht in den Sinn.

 

30.05.2016

Ein Stück rote Erde. Ein Stück rotes Land, das noch roter wird, wenn es geregnet hat.

Wenn es geregnet hat, dann bleibt die rote Erde an den Schuhen und an den Reifen kleben und wenn man sie mit dem Daumen von den Sohlen streicht, dann sieht sie aus wie rot gefärbter Brotteig.

Rote Erde, schwarze Herde, rosa Hände, graue Hufe aufgeweicht und durchgeknetet, festgestampft zu roter, staubiger Kruste. 

Rotes Erdmehl, rotes Erdbrot, rote Sonne und rote Sohlen.

 

30.05.2016

Über das Netz, über die WWWeben ist die Spinne blitzschnell da, wo die WWWeben sind.

Die Spinne hat so viele Opfer, wie sie Weben hat. 

Web dich dazu, web dich hinein und die geringste Erschütterung, die kleinste Bewegung von dir wird bemerkt von ihr.

Ob sie dich holt oder nicht, kann dir niemand sagen, aber wenn du das hier liest, bist du bereits im Netz:-o

 

26.05.2016

Ich spüre deinen Hunger. Ich kriege deinen Hunger zu spüren. Er führt uns alle nahe an den Abgrund, jedes Mal. Und obwohl es mittlerweile genug zu essen gibt, hat sich dein Hunger tief in jede Zelle deines Körpers gefressen, so dass du ihn nicht mehr los wirst.

Dein Hunger ist eine Qual für uns alle. Dein Hunger schaut uns an und quält uns so lange, bis wir nicht mehr weiter können. Dein Hunger will uns mit brennendem Magen und ohne Pause weiter und weiter machen lassen. Dieser Hunger ist nicht sattzukriegen. Dieser Hunger darf einen nicht sehen, sonst will er auch in deinen Magen.

 

24.05.2016

Die Füchse und die Wölfe, die Hasen und die Mäuse, die Schlangen und die Echsen, die Vögel und die Fische, die Gräser und die Bäume, die Käfer und die Würmer, sie alle würden wiederkommen, wenn wir verschwinden würden.

 

22.05.2016

„Es geht nicht nur ums Musikmachen! Es geht auch ums Geschäft.

Viele Newcomer meinen, dass Musikmachen das Einzige sei, das man beherrschen muss... ...überhaupt nicht... Ich muss konstant eine ganze Palette von Dingen machen, Kanonen laden und abfeuern. Ich kann mich nicht nur in meinen musikalischen Fantasien verlieren und vor mich hin musizieren. Es geht dabei nicht um mich, sondern um die Hörerschaft. Deren Geschmack muss getroffen werden und ich muss dafür sorgen, dass ich auf allen wichtigen Plattformen zur richtigen Zeit präsent bin. Musikmachen-können und -wollen ist dabei grundwichtig aber bei weitem nicht das Einzige, das ich drauf haben muss, wenn ich gehört werden will.“

 

20.05.2016

Die Welt von Morgen wird die Welt von Übermorgen sein. Sie wird voll sein von abgespaceter, wahr gewordener Zukunftsmusik, gespielt mit den Mitteln von vorgestern.

Die Welt von Morgen hat genug Platz für Gewinner und für Verlierer und Verlierer willst du in dieser Welt ganz bestimmt nicht sein, weil die Musik von Morgen kaum Zwischentöne kennt, die Höhen und die Tiefen jedoch werden neue, ungekannte Höhen und Tiefen erreichen. Von den höchsten Türmen fällt es sich tief in die tiefsten Löcher. 

Fortschritt, fortschreiten, fortgeschritten von Vorgestern bis ins Übermorgen und dazwischen das Heute, wie immer jetzt.

Ich schaue nach vorne und weiß nicht so recht ob es gestern nicht besser war, oder ob das Morgen wirklich etwas von dem hat, was wir unter Zukunft verstehen. 

Die Zukunft – eine noch nicht gespielte Musik, die wir aber jetzt schon hören.

 

20.05.2016

Der Künstler trägt `nen Schal. Der Poet einen ausgeleierten aber schicken Wollpullover. Der Geschäftsmann trägt unbedingt eine teure Uhr und teures Parfüm und das Wildschwein trägt drahtige Borsten. 

Jeder trägt ein bisschen auf und feilt an seinem Image: der poetische Geschäftsmann, der schicke Künstler und das teure Wildschwein.

Ich trage grün, ich trage blau, ich trage schlicht, ich trage schlau und ich schau – aus wie ein poetischer Schal, wie ein ausgeleierter, alter Pulli, wie ein teures Accessoire und das Wildschwein trägt sein eigenes Fell.

 

16.05.2016

Ich hab`s gesehen, ich hab`s verstanden. Ich hab`s gewusst, ich hab`s vergessen. Ich war dabei... 

Ich hab`s gefunden, ich brauch sonst nichts mehr.

 

15.05.2016

Urlaub, endlich Urlaub, kämpfen, kämpfen, kämpfen – Urlaub. Ein anderer Mensch, andere Menschen. Es ist schön, es ist gut, es geht ein Wind, es kommt tiefe, gute Laune, egal was kommt... ...Schlangen, Skorpione, Staus, schlechtes Essen – es ist alles anders, man ist woanders, es ist traumhaft, man hat geträumt, jetzt ist man da, wunderbar, es ist Urlaub.

 

10.05.2016

Ich bin ein großer, silberner Drache in einer Welt voller Riesen. Die finden mich süß, doch ich bin ein echter Drache, mit mir ist nicht zu spaßen. Ich habe große, silberne Panzerschuppen, scharfe Klauen und echte Drachenzähne. Die Riesen kann ich leider nur kneifen aber es ändert nichts an der Tatsache, dass ich ein Drache bin, dessen Schuppen im Dunkeln silbern leuchten. 

 

10.05.2016

Man bekommt was mit. Man kann was damit machen. Was man draus macht, ist was draus gemacht werden kann und was man draus macht. Mann, man sehe sich nur mal an, was man alles machen kann, was andere alles machen und woran andere noch gar nicht gedacht haben. Man bekommt was und muß herausfinden, was man damit alles machen kann und dann macht man...

 

10.05.2016

Der Mond ist mein Freund. Er ist immer da, auch wenn ich ihn nicht sehe. Er kreist und kreist und kreist um mich. Er wird sich nicht ändern, er wird immer durch Wolkenfetzen scheinen und kalte Schatten werfen und ich werde immer wissen, dass es ihn gibt. Er wird mich immer anziehen und mich daran erinnern, dass dort draußen ewige Nacht herrscht durch die er schwebt. Dieser riesige Brocken, er schwebt da draußen leichter als alles, was auf der Erde je schweben könnte. Er zieht an mir so stark er kann. Er kommt und scheint in meinen Handflächen, während das Wasser nur ganz, ganz langsam zwischen meinen Fingern wieder zurück in den Bach fließt.

 

09.05.2016

Ich möcht` kein Underdog sein. Ich will mich nicht in schmutzigen Ritzen und in dunklen Gehirnwindungen verstecken. Ich stehe vorne, ich kriege einiges ab, ich trage, ich ertrage, ich beiße – zurück. Kein Underdog, keine filzig-dreckige Gestalt, schlecht gelaunt, Zähne fletschend, stark und der Öffentlichkeit nicht würdig – würdevoll, zäh und an der Kette. Freiwillig nicht... Kein Held der Unterwelt auf dem die Welt baut. Wenn die Welt auf mir baut, dann baut sie mich ein, nicht nur ins Fundament, tief in die Erde, mit dem Gesicht im Matsch.

Ich will Licht sehen und alle Treppen benutzen, die es gibt, vom Keller bis zum Dachboden.

Mein Platz, mein Sonnenlicht, mein Strahlen, meine Selbstachtung, mein Blick, meine Entscheidung.

 

08.05.2016

Ich habe mein ganzes Leben auf einer Insel mitten im Ozean verbracht. Diese Insel hieß Hawaii. Sie war sehr angenehm und ruhig, überall sangen Vögel und große Blumen blühten das ganze Jahr über. Der Ozean war himmlisch, die Wellen göttlich. Ich habe die Jahre nicht gezählt, die Zeit verfliegt völlig unbemerkt auf Hawaii. Irgendwann war ich alt und noch später bin ich wohl gestorben.

Es war schön auf Hawaii, warm, ruhig und quirlig, duftend und leicht. Die meiste Zeit bin ich mit freiem Oberkörper herumgelaufen und habe die Sonne, den Wind und das Rauschen des Ozeans in mich aufgesogen.

Wenn ich mich jetzt so reden höre, dann habe ich selbst den Eindruck, dass es der Himmel war.

 

08.05.2016

Die goldene Schallplatte, die wir ausgesandt haben, sie ist voller guter Hoffnung und voller Gold, voll dessen, was uns Menschen am wertvollsten erscheint, voll strahlender Erwartungen und interstellarer Fantasien, voll Weite und voller Funken. Eine goldene Scheibe voller Rillen, ausgesandt in den Raum zwischen dem Nichts. 

Die goldene Himmelsscheibe, sie ist voll unverständlicher Botschaften, ein winziges, goldenes Teilchen, dass  auf den Weg geschickt wurde um bemerkt zu werden.

 

06.05.2016

Ich weiß so viel, ich mag nix mehr wissen. Ich seh` so viel, ich mag nix mehr seh`n. Ich hör´so viel, ich mag nix mehr hör`n. Ich les` so viel, ich mag nix mehr lesen. Ich war so viel, ich mag nix mehr sein. Ich mag so viel, ich mag es immer noch.

 

05.05.2016

Es ist schon schön, wenn man nicht der Letzte ist, der geht, wenn noch einer da ist, der bleibt und darauf aufpasst, dass am Ende überall das Licht aus ist und alle Türen ordentlich abgesperrt sind...

 

05.05.2016

Ich gehe... Wohin? Weiß ich noch nicht, aber der Entschluss steht fest.

Man ist ja ans Bleiben gewöhnt, auch wenn das Fernsehprogramm voll von „Ich-bin-weg-Dokus“ ist. Ich bin jetzt sicher, dass ich gehen werde.

Es hat sich viel verändert. Da wo es mal kacke war, ist es heute anders – neu. Da wo es mal Top war, ist es schwierig geworden.

Eigentlich, wenn man mal ehrlich ist, kann man mittlerweile viel mehr losmachen, aber irgendetwas verleitet einen dazu nichts loszumachen, nicht loszulassen, sich dem Neuen nicht zuzuwenden. Das Klima, die Wirtschaft, das Denken, die Menschen sind einer größeren Dynamik unterworfen. Was heute steht, steht morgen vielleicht nicht mehr...

Man muß nicht mitgehen, man kann aber den Blick heben und schauen was es Neues in der Welt gibt, woher neue Winde wehen – denn die alten Winde sind nicht mehr, die alten Jahreszeiten gibt es nicht mehr, die alten Menschen und Erinnerungen vermischen sich mit neuen Wahrheiten und das tolle daran ist, dass das alles Platz hat im Neuen. Das Neue werde ich aber nie sehen, wenn ich nicht hingehen und es mir anschaue oder dran teilnehme. Das Neue ist nicht mehr da wo es noch vor zehn oder zwanzig Jahren war. Das Neue ist im Begriff zu entstehen und ich gehe hin...

 

23.04.2016

Schwarze Brühe. Ich stehe auf einem Messestand in Las Vegas, es ist 13.00 Uhr Ortszeit und der Jetlag schlägt erbarmungslos zu, ich kippe mir einen halben Liter schwarzen, Amerikanischen Kaffee rein – es hilft nichts.

 

23.04.2016

Die Zeit steht bei mir in der Ecke des Schlafzimmers. Sie tickt schon ewig, sie tickt solange die Batterie reicht. Bislang hat die Batterie erstaunlich lange gehalten und das Ticken gehört zu meinem Leben einfach dazu. Die Zeit tickt am Boden, sie steht zum Schlafen bereit – Zeit zu schlafen.

 

22.04.2016

Viele Mitmenschen meiner Generation haben auf ihre Eltern gehört und haben nach der Schule erst was anständiges gelernt, zum Beispiel bei einer Bank oder bei einem international operierendem Autokonzern oder auch bei der Bundeswehr und haben dann was anständiges gearbeitet. Jetzt machen viele von ihnen etwas anderes, zum Beispiel etwas mit Kunst oder mit Menschen oder mit sich selbst.

 

20.04.2016

Ich sehe immer nur den Mann vor mir. Ich fahre viele Kilometer und bewege mich nur minimal. Es schwankt ein wenig, es geht ein paar Meter vor und zurück, aber eigentlich klebe ich die ganze Zeit circa fünfzig Meter hinter meinem Vordermann – keine Sonne, keine Natur, keine frische Luft – bis zu meiner Ausfahrt, dann kurze Hektik, Tiefgarage und ich sitze wieder drin und klebe circa fünfzig Zentimeter vor meinem Monitor.

 

17.04.2016

Ich hatte mal einen Traum. Er handelte davon jemand werden zu wollen und etwas zu erreichen. Dann bin ich aufgewacht, umgeben von schimmeligen Beziehungen und von schmierigen Absichten, Gewalttätigkeit, Aggressivität, Krieg, Betrug und von absichtlicher Schwäche und dann war ich froh um alles das, was gut war in meinem Leben und der Berg, den ich erklimmen wollte schien immer lebloser, karger und lebensgefährlicher als die Senke, in der ich lebte, denn der Berg ist eine blendende Falle mit nichts anderem am Ende als einer lebensfeindlich kahlen Spitze und mit beeindruckender Aussicht, wenn das Wetter mitspielt.

 

17.04.2016

Die Welt von oben betrachtet, aus dem All bei Nacht sieht mittlerweile unglaublich besiedelt und futuristisch aus. Also wenn ich Außerirdischer wäre, ich wäre auf den ersten Blick beeindruckt und vielleicht sogar eingeschüchtert. Doch von hier unten betrachtet herrscht noch ziemlich viel Unordnung, Willkür und Unübersichtlichkeit auf der Erde und der Blick in den Nachthimmel mit all seinen funkelnden und glitzernden Erscheinungen beeindruckt uns – faszinierend...

Man könnte insofern also durchaus die Vermutung aufstellen, dass das, was wir da am Nachthimmelsehen, aus der Nähe betrachtet vielleicht auch nicht so beeindruckend ist wie es aus der Ferne scheint – noch faszinierender...

 

17.04.2016

Papier ist ungeduldig wie ein kleines Kind, schwarz wie ein schwarzes Loch, weit wie die Oberfläche einer Kugel und tief wie der Blick in den Spiegel.

Außerdem ist Papier heute digital.

 

17.04.2016

„Hallo Herr Raab,

wie geht es Ihnen, wo stecken Sie eigentlich, wie haben Sie sich an Ihr neues Leben gewöhnt und was macht die Gesundheit?

Gruß

Roman Hoffmann“

 

„Sehr geehrter Herr Hoffmann,

mir geht es den Umständen entsprechend gut, danke der Nachfrage.

Ich bin weiterhin sehr beschäftigt, habe eigentlich nicht weniger zu tun als vorher, nur habe ich nicht mehr den enormen Druck, der vorher auf meinen Schultern gelastet hat.

Was ich mache bleibt vorerst meine persönliche Angelegenheit und ich kann zum jetzigen Zeitpunkt nur sagen, dass ich meine Entscheidung nicht bereue...

Ihnen soweit alles Gute

Wir bleiben in Verbindung...“

 

17.04.2016

John F. Kennedy soll zu seinem damaligen Verteidigungsminister Robert McNamara sinngemäß mal gesagt haben, dass eine der Schwierigkeiten am Präsidentendasein der Umstand sei, dass es keine Möglichkeit und keine Schule gäbe diesen Beruf zu erlernen.

Kennedy, der alte Witzbold – es gibt zwar mittlerweile für fast jeden Schrott eine Schule, was aber nicht heißt, dass das was man da erlernen kann in realistischem Zusammenhang steht mit dem, was einen nach der Schule erwartet.

Aber Sie haben schon recht, jeder Schrott lässt sich natürlich nicht unbedingt mit den Aufgaben des Amerikanischen Präsidenten in Relation setzen und Kennedy hat`s ja auch bös erwischt. Aber eine Frage ist doch auch die: wird ein jedermann glücklicher dadurch, dass er irgendeinen Mist machen muss, den man gut erlernen kann?!X

 

17.04.2016

Ich bin bei allem aufgeregt, geht es Ihnen auch so?!X

Brötchen beim Becker holen – ich bin aufgeregt.

Einen Anruf erledigen – ich bin aufgeregt.

Straßenseite wechseln – ich bin aufgeregt.

Beim Autofahren die Spur wechseln – ich bin aufgeregt.

Arbeit – aufgeregt.

Keine Arbeit – aufgeregt. 

Abfahrt – aufgeregt.

Ankunft – aufgeregt.

Zu viel – aufgeregt.

Zu wenig – aufgeregt.

Veranstaltung – aufgeregt.

Ein Klingeln an der Tür – aufgeregt.

An der Kasse im Markt – aufgeregt.

Tausend Mal gemacht – trotzdem aufgeregt.

 

09.04.2016

Eine Zehn zählt mehr als eine eins. Doch manchmal ist eine eins entscheidender. Die zehn Gebote, es sind zehn, doch nur eines zählt wirklich – das Gewissen.

Der Tag des Jüngsten Gerichts ist nur für die ein Tag am Ende der Wegstrecke, die es schaffen sich vorzumachen,  dass irgendetwas Äußeres über ihr Inneres richtet. Für alle anderen sind die Gefühle, die man in Verbindung mit seinem tagtäglichen Handeln empfindet das Gericht. Gerecht oder nicht, das weiß man, oder man lernt es.

 

09.04.2016

Das Weltall ist voller Leben. Die gewaltigen Entfernungen zwischen den kleinen und großen Klumpen Materie sind gefüllt mit Keimen, Sporen, und samenähnlichen Kapseln, die weder Zeit noch Entfernung kennen und die weder Luft noch Sonne oder Wasser brauchen um unbeschadet zu überdauern. 

Zeit und Raumeinheiten haben bei den Relationen, um die es sich hierbei handelt sowieso keine für uns nachvollziehbare Relevanz. Das einzige, was man im Weltall können muss, ist die richtige Art sich treiben zu lassen – sich treiben lassen bis man auf  etwas stößt, das womöglich die richtigen Voraussetzungen zum Keimen bietet.

Wussten Sie das noch nicht? Wie sonst kommt das Leben auf die Erde?!X

 

06.04.2016

„...ich meine die ganze Welt liebt dieses Bild – ich auch, aber trotzdem würde ich gerne von Ihnen persönlich wissen, welche Bedeutung Sie hinein gelegt haben. Was bedeutet die Komposition? Warum haben Sie gerade diese Farben gewählt? Das muss doch alles eine bestimmte Bedeutung haben?“

Er überlegte nicht lange, denn die Wahrheit war, dass er es einfach so wie es ist und wie es vor seinem geistigen Auge erschienen ist gemalt hatte. Es war nichts dabei, er hatte einfach eine Eingebung und ein Riesentalent und er hatte absolut keinen Bock seine Energie für dämliche Selbstverherrlichung zu verschwenden, also lehnte er sich zurück und knallte es dem Reporter geradewegs ins Gesicht...

 

06.04.2016

Der Tag geht nicht zu Ende. Die Nacht bricht einfach nur an und am nächsten Morgen geht der Tag weiter...

 

05.04.206

In allen Dingen mit denen man was tut, steckt ein Teil dessen, was man mit den Dingen getan hat.

Hinter allem was man tut, stecken Gedanken oder Impulse, die anstecken und sich übertragen – mal mehr, mal weniger.

Natürlich ist das alles esoterischer Quatsch – energiegeladene Kristalle, kultige Amulette, glücksbringende Stehrumsel, Steine, die irgendwelche Informationen enthalten und so weiter.

Kleine, drahtlose, per Induktion aufladbare Smartphones, mit kristallgläsernen Touch-Oberflächen und kultigen Designs, mit kleinen Speichermedien, die sich schwer löschen lassen nachdem man sie mit allem möglichen bespielt hat – das ist kein Quatsch, das kann man sich durchaus vorstellen, das gibt`s,  das ist voll normal...

 

01.04.2016

Ein Laden in bester Lage gilt als eine der Grundvoraussetzungen für guten Umsatz.

Eine gute Lage ist teuer.

Das Internet – eine der besten Lagen – ganz nah am Warenkorb-Button – direkt beim Kunden, auf dem Smartphone, Tablet oder PC. Eine bessere Lage gäbe es nur noch direkt im Kopf des Kunden, an den Synapsen und im Herzen.

Der Laden in guter Lage bleibt teuer, doch er zieht raus aus der Innenstadt, hinein in gut koordinierte Lagerhäuser, rein in smarte devices, in übersichtliche Web-Shops mit praktischen Bezahlfunktionen.

Die beste Lage in der Innenstadt macht für viele Läden keine Sinn mehr.

Die beste Lage für einen Laden ist zuhause, beim Kunden oder unterwegs mit ihm.

Mein Gott, was wird jetzt bloß aus den Innenstädten mit ihren besten Lagen für Läden?!

Eines ist sicher: die Lagen werden weiterhin kostspielig bleiben und Last auf die laden, die sich beste Lagen aufladen.

 

30.03.2016

Wir haben es zusammen mit unserer Regierung geschafft, dass fast alle von uns Arbeit haben. Wir haben es zusammen mit unserer Regierung nicht geschafft, dass die Arbeit einträglich für uns ist und dass uns neben der Arbeit ausreichend, noch nicht mal befriedigend, sondern bloß ausreichend viel sorgenfreier Raum zum Leben bleibt. Das ist komisch aber nicht witzig. 

Vielleicht haben wir alle zusammen am falschen Ende angepackt, vielleicht haben wir alle zusammen in die falsche Richtung gearbeitet... ...sowas gibt`s, sowas hat`s schon immer gegeben und wenn man nicht gut aufpasst, dann gibt es keine Garantie dafür, dass uns sowas nicht wieder passiert.

 

28.03.201

Im selben Boot sitzt man allein. Alle, die hineingeraten sind, sitzen auch drin, aber nicht alle sind da. Manche wollen raus, andere wissen gar nicht, dass sie drin sitzen und viele denken nur an sich. Irgendwie schaffen es manche auf wundersame Weise das Boot zu verlassen auf der Suche nach einem besseren Boot. Auf der Suche nach einem besseren Boot ist fast jeder, der drin sitzt. 

Einer denkt immer für alle und an sich, alles andere lass ich mir nicht erzählen. Der Kapitän, wenn es ihn gibt versucht sein Bestes. Das Wasser ist immer knapp und über Bord ist es viel zu tief, viel zu stürmisch und viel zu salzig.

Da will noch einer rein – es ist kein Platz für ihn, das Boot ist immer voll, obwohl immer wieder Plätze frei werden. 

Wir sitzen alle im selben Boot und träumen von üppigen Inseln mit fantastischen Sandstränden. Das Boot denkt nichts, es hält und zwar nur so lange wie es durchhält.

 

25.03.2016

Ich will alt sein. Ich will nicht fit sein. Ich will mich langsam, schwerfällig und wenig bewegen und anstrengen. Ich will keinen Ehrgeiz und keine Impulsivität verspüren. Ich will keine Ziele haben. Es macht dann auch nichts, dass ich keine Bäume mehr ausreißen kann – ich will nichts mehr bewegen, ich will gewogen werden von der Trägheit der Dinge. Ich will nicht mehr hetzen können.

Altsein ist wie Jungsein, man steht ein bisschen abseits der Welt und kann vieles nur beobachten anstatt dran teilzunehmen, weil man keine Kraft und Geschicklichkeit dazu hat, was aber gar nicht so schlimm ist, denn alles was man selbst nicht in der Lage ist zu tun, ruft eine naive Faszination hervor. Jeder Vorhang hinter den man nicht im Stande ist zu blicken beflügelt Fantasien und Träumereien. Ein Traum, oder?!X

Я хочу быть старым.

 

23.03.2016

Der neue Weltbürger ist da! Er ist gut vernetzt, spricht gutes Englisch, er kann für`n Appel und`n Ei mit dem Flieger um die Welt reisen, wobei er doch lieber daheim bleibt, vor seinem Computer. Beim Reisen oder generell draußen ist ihm mittlerweile anzuraten größere Menschenansammlungen zu meiden und auch sonst seine Augen offen zu halten, denn sonst erhöht sich für ihn die Gefahr Opfer eines Terroranschlages oder einer heftigen Naturkatastrophe zu werden. Er kocht gerne, ist vordergründig sehr sozial und lebt im Selbstverständnis keine Privatsphäre zu haben. Auf Schritt und Tritt ist er unfreiwillig krebserregenden Substanzen ausgesetzt. Wenn er kann macht er Yoga oder Musik, meistens ist er Vegetarier, verschmutzt mit seiner Anwesenheit aber trotzdem die Weltmeere, obwohl er sie lieber retten würde. Manchmal ist er radikal, er lebt in einer angespannten Zeit und weiß nicht wohin die Dinge sich entwickeln werden , also entwickelt er sich mit den Dingen.

Seine Welt wird täglich rastloser, bietet viele Möglichkeiten nicht von der Stelle zu kommen und trotzdem das Gefühl zu verspüren alles erlebt zu haben.

Der neue Weltbürger kennt die Welt aus vielen Perspektiven und ist trotzdem einseitig informiert. Er hat Zugang zur Welt und zu etwas Raum drumherum.

Bald wird auch der neue Weltbürger in die Jahre kommen und von Dingen berichten, die zu seiner Zeit die Zeit und die Welt geprägt haben.

Vielleicht will das jemand hören, vielleicht aber auch nicht.

 

20.03.2016

Weil man glaubt und weil einem glauben gemacht wird, man müsse Dinge auf eine bestimmte Art erledigen, bekommt man oft keinen Bezug dazu die Aufgabe auf eine Art zu lösen, die einem gut liegt. So entsteht dann oft der Eindruck man könne Dinge nicht gut oder gar nicht erledigen, bloß weil einem ein bestimmter von mehreren anderen möglichen Wegen auferlegt wird, um ans Ziel zu kommen. So entsteht dann auch oft der Eindruck bei sich selbst, dass man etwas nicht kann, nur weil man nicht die Wahl hatte nach seinem Weg zu suchen und ihn auch zu finden. So entstehen dann auch keine neuen, womöglich nachahmungswürdigen Wege Aufgaben zu erledigen.

 

17.03.2016

Ein alter Mensch, der viel erlebt hat aber so alt geworden ist, dass er wie ein kleines Kind auf die Hilfe anderer angewiesen ist, hat im Laufe seines Lebens oft gelernt, dass er trotz seiner zum Kleinkind vergleichbaren Hilfsbedürftigkeit mehr weiß und mehr gesehen hat als ein kleines Kind.

Ein kleines Kind kann uns nicht mitteilen was es weiß, was es erlebt hat und woher es kommt, bzw. wir können diese Mitteilungen nicht verstehen  – das ist alles, es herrschen Verständigungsbarrieren ähnlicher Art wie mit manchen alten Menschen, die auch nicht mehr in der Lage sind sich uns verständlich mitzuteilen. 

Beide Zustände ähneln sich mit dem Unterschied, dass das kleine Kind sein mitgebrachtes Wissen noch nicht mit neuem Wissen überlagert hat und noch nicht weiß, was die Alten gelernt haben von sich zu denken. 

 

14.03.2016

Wenn ich König von Deutschland wär, dann würde ich alles anders machen, besser natürlich, aber zuallererst würde ich höchstwahrscheinlich an den alltäglichen Aufgaben eines Deutschen Königs scheitern und noch nicht einmal ein durchschnittliches, königliches Tagespensum erledigen können, bevor ich zu meinen Wunderwerken schreiten könnte. 

 

10.03.2016

Im Schwarm fühlt man sich komisch, weil man nicht den eigenen, sondern fremden Impulsen folgt.

Alleine fühlt man sich komisch, weil man sich gehemmt fühlt und nicht den eigenen Impulsen folgt.

Irgendwie komisch das Ganze...

 

10.03.2016

Wozu über seine Regierung immer bloß schimpfen, wo man doch einfach anders wählen kann?!X Oder ist schimpfen schöner?

 

09.03.2016

Der ganze Tag besteht aus Dingen, die erledigt werden müssen und keinen Aufschub dulden. Und dann gibt es noch die Sachen, die brennen...

Ein paar brennende Sachen zu viel an einem Tag und der ganze Tag brennt.

 

09.03.2016

Wenn man nur fest genug und lange genug daran glaubt, dann kann man sich verwandeln – zum Beispiel kann man sich von einem Menschen in ein Arschloch verwandeln, oder auch umgekehrt. Man muss nur ganz, ganz feste an seinen Wunsch glauben und sehr viel dran arbeiten.

 

09.03.2016

Das Wetter in meiner Gegend scheint sich zu stabilisieren: eine stickig heiße Periode im Spätsommer zieht sich in mehreren, tagelangen, unerträglichen Hitzewellen in einen langen Herbst hinüber. Dann kommt kein eigentlicher Winter, sondern der Herbst geht einfach weiter mit einigen winterlich anmutenden Kälteeinbrüchen, die regelmäßig unterbrochen werden von aprilartigen Phasen. Und dann ab März, kommt sowas wie ein kleiner Winter, der in einem abrupten Sommeranfang mündet, so dass jegliche Fauna plötzlich explodiert um nichts zu verpassen.

Ta da – die neuen Jahreszeiten sind da! 

Gesundheitlich scheinen sie nicht mehr ganz so angenehm zu sein und körperlich sind sie auch nicht mehr so einfach zu ertragen, besonders die Hitzewellen.

 

08.03.2016

Papa geht den ganzen Tag arbeiten und kümmert sich ums Geld.

Mama kümmert sich ums Wohlergehen der Kinder und um die Gesundheit vom Papa.

Papa macht sich Sorgen um die Gesundheit von Mama, kann sich aber weil er den ganzen Tag nicht da ist, nicht richtig um Mama und die Kinder kümmern.

Die Kinder werden größer.

Der Staat kümmert sich um seine Schwarze Null und die Familienministerin mit ihren sieben Kindern hat das Lager gewechselt und ist jetzt Verteidigungsministerin.

 

07.03.2016

Erkältungen, Grippen, Atemwegsinfektion, Husten, Schnupfen, Magen-Darm – das ganze fiese Zeug und immer wieder zu den gleichen Jahreszeiten... warum? Weil wir nicht aufpassen, weil wir auf unseren jahreszeitlichen Rhythmus nicht hören, weil wir dann wenn der Rest der Welt schlafen geht, unsere Uhren auf Winterzeit stellen und unseren Körper, der gerade etwas langsamer fahren will, zwingen mit Sommertempo weiterzuheizen. Weil wir unseren Körper in sensiblen Umstellungsphasen weiterpeitschen und ihm nicht das gönnen, was er sich verdient hat. 

All die Arzneimittel, Behandlungen und wochenlangen, krankheitsbedingten Ausfälle – und was lernen wir daraus? Noch bessere Arzneimittel, noch bessere Behandlungen, bessere Beleuchtung, Sport, Wellness und noch mehr Aktivität – dann wenn Pause angesagt ist.

Also, was lernen wir daraus? Ich lerne daraus, dass es einen krank macht, wenn man taub sein möchte.

 

07.03.2016

Ellbogen – die meisten haben welche. Sie sind gut dafür geeignet um sich auf ihnen abzustützen, um die Arme in der Mitte zu knicken und um Platz zu machen. Angeblich kommt man ohne sie nicht aus, wenn man es im Leben zu was bringen will. Wenn man sie einsetzt um besser durch Leben zu kommen, macht man sich breiter als man eigentlich ist, dabei sind viele Stellen, die man im Leben passieren muss so eng, knapp und schmal, dass man sich gerade so durchquetschen kann und das auch nur mit eingezogenem Bauch und mit angehaltener Luft. 

Ellbogen sind übrigens auch gut geeignet um sich gegenseitig einzuhaken. Es gibt Tänze, die auf diese Art getanzt werden, Menschen marschieren eingehakt um ihre Stärke und Einigkeit zu demonstrieren, Freunde und Paare haken sich beieinander ein... aber wenn man natürlich daran glaubt, dass Ellbogen = erfolgreiches Vorwärtskommen durchs Leben ist, dann befindet man sich meist auch Ruck-Zuck unter Seinesgleichen. 

 

04.03.2016

Die meisten Menschen haben Sorgen und freuen sich über Kleinigkeiten. Die meisten Menschen haben es nicht dick aber satt. Die meisten Menschen haben unrealistische Träume. Die Meisten fahren ein Leben lang einen Film und merken es noch nicht mal. Die Meisten haben eigentlich ein ganz gutes Leben und denken sie seien nicht wie die meisten Anderen.
Die Meisten sind gar nicht so blöd und können viel mehr ertragen, erreichen, errichten, anrichten und vernichten als sie glauben – und ich bin wie die Meisten.

 

04.03.2016

Schnee ist fast so leicht wie Luft, macht aber schwer wie Blei, beruhigt das Blut und die Augen. Schnee verändert die Luft und macht den Kopf sauber. Leider ist Schnee selten geworden dort wo ich lebe und deshalb ist das jetzt immer so eine Sache, wenn Schnee fällt – er bleibt nicht lange...

 

04.03.2016

Ich sag mal so: wenn man es wirklich braucht, dann spielt es keine Rolle, wie unsinnig es ist, oder, wie unsinnig es erscheint. Wenn man es aber nicht braucht, dann ist es natürlich Unsinn.

Man braucht es also nur zu brauchen und schon macht es Sinn :-)

 

01.03.2016

Ich wollte einfach nur den Schreck erschrecken. Das geht sehr gut – mit lautem Gebrüll. 

Wenn es zu laut war, dann tut es mir sehr Leid, aber ich glaube es hat geholfen...

Der Schreck darf nämlich nicht rein, denn der Schreck kann einem ganz schön den Tag versauen. Der Schreck hält sich nämlich nicht an Fakten.

 

28.02.2016

Geld kauft Geld und macht dabei Gewinn. Geld vermehrt sich in der Vereinigung mit noch mehr Geld und verbreitet sich dabei wie ein Bakterienstamm auf einem fruchtbaren Nährboden in einer Petrischale. Bleibt der Deckel zu, geht dem Geld irgendwann die Nahrung aus. Öffnet man die Büchse und hilft auch noch bei der Ausbreitung, geht der Spaß natürlich weiter. 

 

28.02.2016

Eine deutliche Verbesserung der allgemeinen wirtschaftlichen Situation in der die, die diese Verbesserung erwirtschaftet haben von ihr nicht profitieren, ist was? Die Lage in der wir uns zunehmend befinden.

 

24.02.2016

Ich bin ein Holländer. Warum? Weil ich abends, wenn es draußen dunkel wird, meine Fenster nicht verrammele. Weil man abends, wenn es draußen dunkel ist, von der Straße aus in mein Wohnzimmer hineinblicken und erkennen kann, welche Sendung ich mir gerade im Fernsehen anschaue. Man kann mich und meine Familie von draußen sehen und man kann ohne Weiteres sehen was wir tun – genau wie bei den Holländern.

 

23.02.2016

Treppen tragen – viel. Treppen führen rauf und runter. Holz, Stein, Metall – meine ist aus altem, festen Holz und sie hält, schon lange... Sie ist sehr stabil obwohl sie nach nix aussieht. Ich liebe meine Treppe, aber sie macht mich fertig.

 

22.02.2016

Ich mach mir da keine Sorgen, ich hatte einen guten Traum.

 

22.02.2016

Phoenix ist ein Kind der Zerstörung, der Verwüstung, des Feuers und der Asche. Erst wenn alles verbrannt ist, wird der Phoenix und mit ihm neues Sein geboren. 

Will man das? Man will das nicht – aber die Natur will es so...

 

20.02.2016

Kannst du mich mal? Ja, ich kann dich mal. 

Echt? Ja. 

Ja und dann? Dann kannst du mich mal.

 

20.02.2016

Alles ganz spät, ich habe mit allem erst ganz spät angefangen. Man soll ja so früh wie möglich mit allem anfangen: Sprachen lernen, rechnen, schreiben, wissen, können – alles soll man schon ganz früh können. Hab ich auch – aber richtig mit etwas angefangen, habe ich erst spät, nachdem ich das was ich wusste und konnte nicht mehr wusste und nicht mehr konnte, nachdem wieder Platz da war für das, was ich wirklich weiß und kann.

 

20.02.2016

In unserem Denken haben wir den Glauben verankert, dass man das Leben nur ohne Arbeit genießen kann, also arbeiten wir wie bescheuert um uns dann später ausruhen zu können. Angenehmes, gesundes Arbeitstempo mit realistischen Zielsetzungen, gemischt mit gesellschaftlich nicht tabuisierter und stigmatisierter Erholungskultur kommt uns nicht in den Sinn. Entweder oder, bzw. zuerst das „entweder“ und dann das „oder“. 

Was dabei herauskommt ist Jahrzehnte dauernde, monotone Arbeitsbelastung und dann ein plötzlicher Freifall in eine einseitige Entlastung. Das Leben genießen und gleichzeitig was dafür tun, in einem gesunden Gemisch aus Arbeit und Freizeit, Familie und Arbeitsstelle gibt es bei uns nicht. Dabei ist die Herstellung dieser Balance eine viel schwierigere Aufgabe und Leistung als jegliche Arbeit auf der Arbeit. Wer also sich und seiner Umwelt wirklich was beweisen will, sollte sich mal daran versuchen.

 

18.02.2016

Rücklagen... ...zurücklegen, einige Lagen zurück legen, um sich später, im Alter darauf ausruhen zu können.

Ein Deutscher Traum voll blühender Fantasie und renovierungsbedürftiger Immobilien.

Dem Ruhestand steht was im Weg – die Rücklage, sie befindet sich in der Rückenlage mit dem Bauch nach oben wie ein toter Fisch, aufgebläht und faulig. 

Faul, wir sind alle faul, deshalb bilden wir keine Rücklagen und deshalb müssen wir auch noch mal ran, dann wenn der Ruhestand eigentlich geplant war. Rücken an Rücken werden wir alle noch mal ächzen und drücken müssen. Auch die Schlauen, die meinen, dass klauen Vorteile bringt, sind umringt von uns doofen und werden wohl übel schlucken müssen von derselben Suppe, die uns alle so wunderbar ausnahms- und gnadenlos entwertet. 

 

17.02.2016

Mehr Wohlstand – weniger Kinder. Als Deutschland noch ein armes Land war, da galt das Gegenteil. Du bist ein armes Schwein heute, wenn du viele Kinder hast im ach so reichen Deutschland. Ist Deutschland also wirklich so reich wie man es ständig um die Ohren gepeitscht bekommt?!X Vielleicht, denn auch diejenigen, die wirklich viel Geld besitzen, leben ebenfalls nicht gerade eine Großfamilien-Kultur. Vielleicht verursacht Wohlstand tatsächlich eine kinderfeindliche Haltung. 

In vielen Kulturen ist das Streben nach Wohlstandssteigerung tief verwurzelt. Dann stimmt es also doch: wir sterben tatsächlich aus...

 

17.02.2016

Ich war ein höheres Wesen als ich auf die Welt gekommen bin. Ich war harmlos, verletzlich, lieb, freundlich, kooperativ, empathisch, friedlich. Ich war kein Engel aber vom Teufel hatte ich erst recht keine Ahnung.

Im Lauf der Zeit habe ich einiges dazugelernt, habe gelernt, dass höhere Werte nicht immer angebracht sind, weder für mich noch für meine Umwelt. Im Lauf der Zeit bin ich immer mehr Mensch geworden. Ein Mensch mit geerdeten Eigenschaften, die auf der Erde einfach angebracht sind, wenn man hier nicht unter die Räder kommen will und wenn man die, die einem lieb sind davor bewahren will allzu viel Erde abzubekommen. 

 

11.02.2016

Verloren, verlieren, Verlust.

Verlust ist ein Gewinn – wo ist da der Sinn?

Kein Verlust, kein Gewinn, kein Sinn, keine Bedeutung – alles natürlich eine Frage der Deutung.

Nach oben verschoben, nach unten nach hinten.

Die Mitte sie geht, das Urteil es steht, es bleibt dranzubleiben, was bleibt? Weitertreiben...

 

11.02.2016

Über all den Arbeiten liegt die Last der beruflichen Qualifikation – Berufung ist dabei schwierig einzubinden. 

Die Orientierung nach der Art und der Höhe der Qualifikation ist sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber ein wichtiger Anhaltspunkt. 

Qualifikation ist aber doch eher mehr ein erwünschtes Element als eine Tatsache in diesem Kontext, oder?!X

Wenn ich mal an einer Maschine ausgebildet wurde, die ich aber im Anschluss lange nicht betätigt habe, ist meine Qualifikation für Arbeiten an dieser Maschine doch eher obligatorisch, oder?!X

Ein bisschen mehr Raum für Talente und Berufungen wäre sicherlich auch eine wichtige und förderliche Qualifikation für diejenigen, die berufliche Qualifikationsmaßstäbe in die Welt setzen.

Was? Wie soll dass gehen? Das sein zu kompliziert, sagen Sie!!! Echt? Ich dachte Ehen seien kompliziert, oder der Deutsche Aktien Index, flächendeckende Alphabetisierung war mal kompliziert, zum Mars fliegen oder Mike Tyson dazu zu bewegen Veganer zu werden ist kompliziert.

 

09.02.2016

Es wird einem Angst und Bange, wenn man in die Welt hinausschaut. Das war mal anders... Wann? Man weiß es nicht so richtig, denn für irgendjemand schaut es immer nicht ganz so rosig aus wie für jemand anderen. 

Es war mal anders für jemand anderen und – es wird auch wieder anders...

 

09.02.2016

Man soll die Hand, die einen füttert nicht beißen. Man soll also alles fressen, was  einem vorgesetzt wird, ansonsten ist man irgendein undankbares, minderwertiges Vieh, das nicht im Stande ist zu verstehen, wer das Sagen hat, wer bestimmt wo es lang geht und wer ansagt wen man zu hetzten hat, oder?!X 

Steht die Qualität dessen, was man zum Fressen vorgesetzt bekommt dabei in Relation zu dem was man dafür erledigen muss?!X Muss ja nicht schmecken, muss noch nicht mal ernähren, muss nur dafür reichen um an die Kette gelegt zu werden und es muss dafür reichen begreiflich zu machen in welche Richtung ein Strom fließt, denn fließt ein Strom erst mal in eine Richtung, ist er durch kaum etwas aufzuhalten. Dabei beginnt ein Strom immer an einer Quelle und Quellen werden von Niederschlägen gespeist, um zu regnen muss Wasser verdunsten auch aus Flüssen, hängt also alles irgendwie miteinander zusammen – soll man nicht verstehen, ansonsten verliert man womöglich noch den Appetit:-) 

 

03.02.2016

Wo will ich in fünf Jahren sein? Ich habe keine Ahnung. Wo soll ich denn in fünf Jahren sein?!X In zwanzig Jahren will ich jedenfalls noch da sein – gesund, vital und mit der Option auf weitere gesunde und vitale zwanzig Jahre. Wie wäre es damit?

 

03.02.2016

Man sagt so gerne, dass man nichts mitnehme aus diesem Leben. Doch, man nimmt alles mit, was man erlebt hat. Das Gefühl etwas gehabt zu haben oder etwas nicht gehabt zu haben, das Gefühl zufrieden oder unzufrieden gewesen zu sein. Jedes Gefühl geht mit einem. Das Gefühl gut unterwegs gewesen zu sein oder hinten angestanden zu haben.

Alles womit man in Kontakt war und was einen durchdrungen hat ist das, was einen ausmacht und was man aus diesem Leben mitnimmt.

 

03.02.2016

Sterne sind näher als man glaubt, sie werden nur ständig von etwas verdeckt. Am Tag ist es entweder das Licht unserer Sonne oder es sind die Wolken unserer Erde und in der Nacht sind es die Lider unserer Augen, die die Sterne verdecken...

Wenn der Wind unsere Augen öffnet und die Dunkelheit das Licht der Sonne schluckt, wenn man die Wolken am Himmel mit einem Wimpernschlag verschwinden lässt, glaubt man zu sehen wie nah man eigentlich dran ist, an den Sternen.

 

01.02.2016

Kleider machen Leute... - ...zu anderen Leuten.

 

31.01.2016

Die Welt braucht keine Photographen mehr, die Welt braucht Fotoapparate.

Die Welt braucht keine Künstler mehr, die Welt braucht Kunst.

Die Welt besteht jetzt aus der Welt und braucht, braucht, braucht...

 

23.01.2016

Männer um die vierzig kriegen Krisen. Früher hat man Männern um die vierzig gerne Midlife Krisen angedichtet. Und tatsächlich kommen Männer um die vierzig in ein Alter, in dem sie mehr Übersicht über ihr Leben bekommen und anfangen Zusammenhänge besser zu verstehen. Ein Mann um die vierzig versteht einfach besser wo er sich befindet, wo er steht und gleichzeitig geht es mit seiner Vitalität nicht mehr bergauf. Männer um die vierzig bekommen zu spüren, dass sie anfangen müssen gut hauszuhalten mit dem, was ihnen die Natur mitgegeben hat. Ungefähr ab diesem alter wird einem Mann bewusst, was er bereits verbraucht hat und er muss sich überlegen was er mit dem verbliebenen Rest noch anfangen will.

Männer um die vierzig haben keine Krisen, sie merken nur, dass ihr Tank nicht mehr voll ist und dass ihr Motor außerdem jetzt auch noch anfängt auf dem Weg zur Arbeit mehr zu schlucken als ihnen lieb ist. Die Natur zwingt sie einfach darüber nachzudenken, was sie mit der verbliebenen Tankfüllung noch anstellen wollen.

 

22.01.2016

Ein neuer Planet ist in unserem Sonnensystem berechnet worden, dessen Umlaufbahn um die Sonne aber so abweichend ist von den Bahnen derer Planeten, die wir bereits kennen, dass „der Neunte“ wie er von seinen Entdeckern getauft wurde, tatsächlich sehr schwer zu entdecken ist. Es muss ihn aber geben, denn seine Anwesenheit würde bestimmte, bislang nur schwer verständliche Phänomene in unserem Sonnensystem erklären.

So, jetzt: da es offenbar heutzutage doch noch möglich ist die Menschheit zu beeindrucken mit Fakten von denen manch einer geglaubt hat, dass es sie nicht geben kann, jetzt meine Frage: hinterher wollen es bekanntlich viele gewusst haben – wer weiß es also jetzt, wer weiß, dass es noch weiteres Leben da draußen gibt außer uns und ich meine nicht irgendwelche Einzeller oder Aminosäurekonstellationen, die als Grundlage für Leben wie wir es kennen dienen könnte. Ich meine waschechte Aliens... Na, wer traut sich?

 

22.01.2016

Niemand schaut mehr fern. Alle scheuen sich und schauen zu Boden. Niemand denkt an bessere Zeiten – in der Ferne. Alle sind besorgt und verwickelt in Reibungen, Konflikte und Probleme, die einen ringsherum belagern. Niemand schaut zum Himmel und gönnt seinen Augen und seinem Kopf eine Pause und einen Moment Ruhe. Niemand klettert auf einen Ausguck und schaut sich um. Niemand versucht´s.

Irgendjemand wird das schon gemacht haben. Irgendjemand findet den Weg und wir ziehen alle mit. Irgendjemand kriegt das schon hin.

 

18.01.2016

Manipulationsverdacht im Tennis: Verlieren gegen Geld?
Gesehen bei Euronews: Manipulationsverdacht im Tennis: Verlieren gegen Geld? http://de.euronews.com/2016/01/18/manipulationsverdacht-im-tennis-verlieren-gegen-geld/

Echt, wirklich?! Jetzt bin ich aber  von den Socken und richtig enttäuscht. Mein ganzes Weltbild bricht gerade zusammen und mein Glaube an Helden und Vorbilder löst sich auf. Fußballer – OK, Politiker – wer sonst?!X Radprofis – na gut, Wirtschaftskonzerne – ja mei, Bänker – also ja, ich mein, wenns ums Geld geht... alle, alle, wirklich alle, aber doch nicht die Tenniswelt, nicht doch, bitte nicht, meine letzte Hoffnung, gerade die... Ich denke es bleibt nur noch der örtliche Maibaumverein, wobei...

 

12.01.2016

Eben noch wusste ich es. Es war alles noch da, ich konnte es sehen, fühlen – ich wusste was vor und was hinter mir liegt und dann, oh nein, wo ist es hin? Was? Moment mal, gerade eben war noch so viel da und... Mist, Moment, ich hab`s gleich. Nein, nicht, nicht weiter, nicht, ich hab`s gleich.
Da war dieser Druck, der hat alles gelöscht, alle Erinnerungen. Die Wahrnehmung ist noch unverändert aber die Sachen, die ganzen Dinge, die ich eben noch wusste – alles weg.

Es ist beim Passieren – es ist einfach passiert. Ich weiß auf jeden Fall, dass es passiert ist. Ich bin da ja auch richtig durchgepresst worden, ich bin da nicht...

Es hat mich geschoben, ich wurde gepresst und geschoben und dabei ist es passiert. Es ist weg.

 

07.01.2016

Jeder Gottverdammte Held kann im nächsten Moment einen Fehler machen, stolpern, sich zu etwas hinreißen lassen und etwas absolut dämliches machen.

Jede Feder, die man spannt will wieder zurück. Jeder Held baut auch Scheiße und ist am Ende auch nicht viel besser als jeder andere von uns.

 

03.01.2016

In den Städten lebt der Mensch. In der Wildnis lebt die Natur. Der Mensch kommt aus der Natur. Die Natur steckt im Menschen und der Mensch steckt in der Natur.

 

03.01.2016

Ich habe schwarze Seife gemacht und sie war sauber. Die Hände rein, die Seife schwarz, der Schaum weiß.

Dreckige Hände, sauber und schwarz. Viele von uns kennen keine schwarze Seife, sie kennen nur weiße Seife. Viele Hände bleiben schmutzig, weil sie sauber bleiben wollen. 

Saubere, schwarze Seife macht weißen Schaum, macht Hände sauber und macht sich gut auf einem weißen Waschbeckenrand.

 

02.01.2016

Ach, was bin ich schon?!X Bloß einer von vielen und bezogen auf alle, die schon da waren und die, die noch kommen werden, bin ich noch weniger als ich es ohnehin schon bin. Was nehme ich mich so wichtig, wo ich doch so nichtig bin?!X Warum will mir das nicht in den Kopf hinein, wie unbedeutend ich bin?!X Weil ich aus ich bestehe und weil ich im Vergleich zu allen anderen, die es gibt, gab und noch geben wird so klein und unbedeutend bin, dass ich das Große und Ganze nicht begreifen kann. Ich bin so geringfügig und begrenzt auf mein ich, dass ich zu vernachlässigbar und zu flüchtig bin um den notwendigen Überblick zu erhalten, der es mir erlauben würde, meine Nichtigkeit zu verstehen. Wäre ich groß, grenzen- und zeitlos, wissend und bedeutend, würde es mir bestimmt viel leichter fallen zu begreifen wie unwichtig ich bin.

 

01.01.2016

Das, was Du gesehen hast, hab ich auch gesehen, nur hab ich`s nicht erlebt. Es ist so, als sei es eine Erinnerung von mir, aber in Wahrheit ist es Deine Erinnerung. Da sind noch mehr solcher Sachen. Alles, was andere vor mir getan haben ist da und zwar so, als hätte ich es getan, nur habe ich es nicht mit meinen eigenen Händen getan. Also – alles, was ich höre, was ich sehe und was ich tue, wird auch in Dir sein und mit Dir sein, Dich begleiten. Alles, was ich berühre und was mich berührt, wirst Du wissen und alles, was Du erlebst wird sich seinen Platz nehmen im Nächsten.