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2015 ...angefacht

Veröffentlicht am 14.05.2019

28.12.2015

Eine gewagte Theorie: was, wenn Science Fiction und Fantasy gar keine Zukunftsmusik und Abenteuerepen sind, sondern ein Blick in unsere Vergangenheit?!X Was, wenn...

...Star Wars, Avatar, Alien und Herr der Ringe keine futuristischen Space-Techno- und Fantasy-Visionen sind, sondern in ähnlicher Art erlebte Geschehnisse, die in unserer genetischen Erinnerung abgespeicherte sind?!X Warum kann das so nicht sein? Wieso können sich so viele Menschen weltweit mit diesen Filmen so gut anfreunden, wieso gehen uns diese Filme so gut rein? Die Story dieser Filme ist es nicht nur, denn der Look, die Szenerien, die vermittelte Haptik treffen doch den Nerv so vieler...Und wieso strebt die Menschheit überhaupt nach dem technischen Fortschritt? Wieso kann es nicht sein, dass wir diesbezüglich vorgeprägt sind und im Prinzip nur versuchen das Erlebte wiederzubeleben oder zumindest daran anzuknüpfen?!X

Warum kann es nicht sein, dass wir schon mal viel weiter waren, als wir es heute sind? Vielleicht ist Captain Future in Wahrheit Captain Past? Was wenn Hellseher und Wahrsager uns nicht die Zukunft vorhersagen, sondern Visionen heraufbeschwören, die aus Fragmenten längst vergangener Glanzzeiten und Katastrophen bestehen?!X Wer kann schon widerlegen, dass das so nicht sein kann?!X

Bloß so ein Gedanke...

Ich mein – könnte doch sein... oder?!X:-)

 

22.12.2015

Das Weltall ist doch nicht unendlich! Das uns bekannte Universum ist endlich und bestimmt ein Baustein von etwas Größerem. Das Prinzip der aufeinander aufbauenden Bausteine, die in der Summe immer wieder ein größeres System bilden, das ist wiederum unendlich. Ob es sich dabei so verhält, dass das Große das Kleine irgendwann einholt und die Katze sich dabei in den Schwanz beißt – keine Ahnung... Zusammenhängend ist jedenfalls alles miteinander. So ist es doch mit allen Dingen. Man schaue einfach in die entgegengesetzte Richtung, nach innen. Eine bestimmte Menge Materie besteht immer aus einer Vielzahl kleinerer Teilchen und allein diese Erkenntnis reicht um zumindest davon ausgehen zu können, dass das unendlich so weiter geht, denn nur weil unsere Auflösung nicht ausreicht um das zu sehen, kann man die Tatsache nicht leugnen, dass nur Nichts aus nichts besteht und dass Etwas aus etwas bestehen muss.

 

22.12.2015

Wo ist eigentlich Eminem?!X Er war doch so groß, angesagt – ein leuchtender Star, der eine ganze Generation mitgerissen hat. Vielleicht ist er in Drogen- und Selbstsucht versunken, hat Pech mit dem Management und Ärger mit falschen Freunden, so dass seine schwere Kindheit ihn wieder eingeholt hat und er sich deshalb erst mal in seiner Villa auf der Karibik von der Welt abschottet. Vielleicht ist er aber auch verlassen – von seinen Fans?!X Der Verbraucher ist nämlich untreu – ständig auf der Suche nach neuen Idolen und Wunschlandschaften. Vielleicht ist Eminem unter die Räder geraten?!X Von seinen Fans vergessen und von unserem Konsumverhalten überrollt...

 

21.12.2015

Unverbindlich, so, dass es nicht verbindet oder nicht bindet. Keine gegenseitige Haftung. Kontakt ja, Bindung nein. Ich stelle mir gerade einen Kleber vor, der sagt: Kontakt ja, Haftung nein. Witzig, aber im Ernstfall würde ich diesen Kleber nicht haben wollen. 

Warum so unverbindlich? Ich habe keine Ahnung. Manchmal erscheint es sinnvoll etwas nicht zu tun, weil man sich Vorteile davon verspricht. Manchmal hat man Angst vor Konsequenzen einer Tat oder einer Aussage. Also bleibt man auf Distanz. 

Wenn jedes Teilchen einer großen Masse keine Bindungseigenschaften aufweist an die es umgebenden Teilchen, dann bedeutet es nicht, dass man nicht gebunden ist. Man stelle sich Sand in einer Wüste vor... die einzelnen Sandkörner haften nicht aneinander, doch zusammen sind sie eine Wüste. Die Masse ist in diesem Fall das, was bindet.

 

20.12.2015

Es ist digital! Unser Wissen, all unsere Daten, das Geld ist zwar auf Hardware gespeichert, aber tatsächlich ist es virtuell. In dieser Form, in diesem Format, kann die ein oder andere Null erheblichen Einfluss entwickeln und die Nullen hinter den Nullen erst recht.

Ist das schlimm, dass unsere gedachte und erarbeitete Substanz für uns nicht greifbar und nur für Fachleute begreifbar zerhackstückelt auf irgendwelchen Rechnern herumwabert?!X Sollte man alle Bilder, die geschossen wurden und alle Texte, die geschrieben wurden auf gutes, haltbares Papier ausdrucken und zu Büchern binden, damit sie der Nachwelt erhalten bleiben? Bei diesen Fragen lautet meine Antwort jeweils: nein. Sind diese Fragen repräsentativ für alle anderen in diesem Kontext eventuell relevanten Fragen? Nein. Das Thema ist einfach etwas surreal, da unser System trotz der fehlenden Haptik der uns umgebenden Virtualität bei uns kaum ein Gefühl des Nichtvorhandenseins bestimmter Dinge und Gegenstände verursacht.

 

20.12.2015

Das Wesen rückt in die Mitte. Früher warst du wer, wenn du was hattest. Heute haben viele was und das zu bekommen, womit man wirklich angeben kann, ist für die meisten unerreichbar geworden. Wenn man früher zwei Plattenspieler, einen Mixer und ein paar Platten hatte, war man schon zu zwei Dritteln DJ – heute gibt’s Apps für ein paar Euro und ab geht die Post. Noch vor ein paar Jahren warst du Kameramann, wenn du eine sendefähige Kamera hattest, die sich andere nicht leisten konnten – heute brauchst du nur ein Smartphone und Internetzugang um ganz großes Kino zu machen. Hattest du früher ein Auto – hattest du Freunde...

Was du aber heute mehr denn je brauchst sind Wesenszüge, mit denen du aus all dem, das dir heute zur Verfügung steht etwas Wesentliches gestalten kannst.

 

19.12.2015

Es wird einem so unglaublich viel Geld aus der Tasche gezogen oder erst gar nicht gezahlt, dass es gar nicht mehr weh tut...

 

18.12.2015

Öl, Öl, Öl, Öl – alles quillt über vor Öl. Es gibt so viel davon auf der Welt, dass der Rohölpreis buchstäblich im Keller ist. Für uns Verbraucher wird es noch erfreulicher, denn immer mehr Öl schwemmt aus allen möglichen Löchern auf den Weltmarkt und kein Schwanz spricht mehr darüber, dass es früher immer hieß, dass Öl eines Tages mal knapp werden würde. 

Seit dem ich denken kann, hieß es, dass die Weltölreserven noch höchstens 40 bis 60 Jahre reichen würden. Sei dieser Zeit hat die Weltbevölkerung um ein paar Milliarden zugenommen und damit einhergehend logischerweise auch der globale Ölverbrauch. Aber Pustekuchen, es gibt heute so viel Öl wie noch nie! Wahrscheinlich besteht der ganze Planet aus Öl und wir haben es früher einfach nicht gewußt...

Dieses Thema betrifft auf irgendeine Art jeden Menschen auf der Welt. Es ist so unvorstellbar viel Geld mit Öl gemacht worden, dass es gereicht hat mitten in der Wüste das höchste Gebäude der Welt zu errichten, inklusive eines dazugehörigen Wunderlandes drumherum. Wegen Öl sind bestialische Gräueltaten verübt worden – dabei gibt’s Öl wie Sand am Meer. Was für eine dreckige, verlogene Schweinerei.

 

15.12.2015

Hek-tik, Heck-meck, Zerr-Hack, Ruck-Zuck, Zack-Zack, zakedizack, Zick-Zack, rumsdidums, hopladiho, ich versteck mich aufm Klo.

 

14.12.2015

Keine Sorge, Sie werden enttäuscht werden und die Sorge bringt Heilung. Es tut mir Leid, aber die Frage: Warum das so sein muss? ist in diesem Kontext bloß eine Frage, sonst nichts. Leider läuft das genau so. Es tut mir Leid, aber wenn Sie sich darauf einlassen, besteht die Möglichkeit auf Linderung.

 

13.12.2015

Es geht um Bewegung. Kannst du etwas in Bewegung versetzen oder bleibt deine Mühe vergebens und verpufft?!X

Schaffst du es Bewegung zu erzeugen und sie zu übertragen, dann bewegst du die Welt. Schaffst du es nicht, bewegt die Welt dich...

 

13.12.2015

Blind zu gehen – nicht unwissend, sondern blind ist das, was wir nicht mögen und was uns trotzdem auferlegt ist. Tasten, vermuten, ein Bild machen, merken. 

In einem kleinen Raum bildet sich ein Abbild und es ändert sich mit der Zeit. Augen können dabei helfen, doch in erster Linie muss der dunkle Raum gefüllt werden mit Berührungen, sonst bleibt es dunkel. Licht ist nur ein Element, das den Raum füllen kann. Also Augen zu und durch.

 

12.12.2015

Kein Geld?!X Keine Geldsorgen:-) 

 

08.12.2015

Jeder Ablauf hat seinen Rhythmus. Der Rhythmus kann aus langen Wellen, aus kurzen Wellen, aus Spitzen, aus Spiralen, aus einem Bogen, aus Ecken und aus allem anderen bestehen, was sich zu einem Rhythmus vereinen lässt. Rhythmen sind unsichtbar und sichtbar. Einen Rhythmus hat jeder und alles, auch wenn es auf den ersten Blick nach Chaos aussieht. Auf den zweiten, auf den dritten, auf den vierten und auf ganz viele weiter Blicke erst erkennt man ihn, den Rhythmus , den jedes Ding und jedes Lebewesen mit sich bringt und in die Welt setzt. Tong, Tong – Tikitong; Tukhu, Tukhu, Thu; Whaaasch – Whaaasch...

Rhythmen wabern, Rhythmen packen, Rhythmen wirken – schau mal, wo ist der Rhythmus, wo ist dein Rhythmus, wo ist mein Rhythmus, wo kann man ihn packen – wo bringt er uns hin?

 

06.12.2015

Ich habe das schon mal gesehen. Ich hab das schon mal erlebt. Es liegt nur schon so lange zurück, dass ich mich nicht mehr daran erinnere. Ab und zu kommt die Erinnerung jedoch hoch, meist dann, wenn die Augen geschlossen sind. Das, was da hoch kommt ist schwer einzuordnen: ist es schon geschehen, wird es noch geschehen?

Man sieht es, wenn die Augen geschlossen sind, wenn der Geist nicht abgelenkt ist. Man trägt sehr viel mit sich, viel von dem was andere Augen gesehen und was andere Geister erlebt haben. Manches davon sind echte Ahnungen und nach vorne gerichtet – die Zukunft und manches davon liegt in grauer Vorzeit, ist aber nicht weniger fantastisch als das, was wir mit der Zukunft verbinden. Wer weiß schon, was wir alles erlebt  haben, wo wir schon überall waren?!X Wir wissen es offenbar nicht, wir haben vieles vergessen, wir können nur mutmaßen. Aber wenn man die Augen schlisst, dann kann man es manchmal sehen.

 

05.12.2015

Das Wetter: unbeständig

Das Klima: im Wandel

Die Folgen: nicht aufzuhalten

Dieser November: zu warm, aber schön

 

04.12.2015

Was wir sehen, ist ein Teil. Wohin wir schauen, ist ein Ausschnitt. Was wir davon verstehen, ist ein Bruchstück.

Ein Baum schlägt Wurzeln in die Tiefe der Erde. Seine Äste treibt er in die Luft. Was davon ist oben und was unten? Trägt die Luft, die der Baum atmet weniger Nahrung in sich als der Boden in dem er verankert ist?

Der Mond kreist um die Erde, oder rollt er in einem gekrümmten Raum drumherum?

Ein Blitz entsteht aus dem Nichts...

Kräfte sind da, aber wir sehen sie nicht. Wir haben Namen: Gravitation, Elektrizität, Wärme...

Was genau sehen wir da und was sehen wir nicht?

Dort, wo keine Bäume stehen, wo kein Gras die Erde bedeckt und wo der Sand und der Boden zu schwer sind um vom Wind bewegt zu werden, sieht man den Wind nicht, wenn er weht.

Wir denken: da, wo wir sind ist es richtig, oben, echt, greifbar, verständlich und richtig herum. Wir denken, dass das was wir sehen vorhanden ist...

Wir fühlen, dass das nicht alles ist und wir glauben, dass wir sie nicht alle haben, weil wir es nicht begreifen, nicht greifen, nicht beschreiben, nicht einfangen und nur schwer vermitteln können.

Wir stellen uns auf den Kopf und wir sehen eine andere Welt. Oben ist unten, unsere Füße berühren den Himmel und unser Kopf stößt am oberen Ende der Welt an. Wir wechseln dabei nicht den Ort, sondern lediglich die Perspektive und es erschließt sich uns eine neue Welt, die nicht minder echt und richtig ist. Und wenn man sich aus dieser Perspektive einen Baum anschaut und mit ein wenig Fantasie die Wurzeln zur Baumkrone dazudenkt, dann ist es aus dieser Perspektive fraglich was oben und was unten ist.

 

22.11.2015

Es steht in meiner Macht, das kleine Windrad, das in meinem Garten steht, trotz Windstille zu bewegen und sich drehen zu lassen. Normalerweise ist es der Wind, der durch seine Kraft dieses Windrad bewegt. Normalerweise nehme ich den Wind nicht wahr, selbst wenn er mir ins Gesicht bläst. Doch wenn sich das Windrad dreht weiß ich, dass draußen im Garten der Wind umhergeht. Und wenn ich das Windrad drehe, dann weiß auch der Wind, dass es mich gibt.

 

22.11.2015

Unsere Smartphones laufen im Dauerbetrieb, sie werden fast so gut wie nie komplett ausgeschaltet. Nur manchmal, zum Systemneustart oder nach einem Update schalten wir sie für ein paar Sekunden aus und dann wieder ein. Respekt an die Hersteller, dass sie in der Lage waren Geräte zu entwickeln, die das aushalten. Wer sein Smartphone jedoch nie abschaltet, schaltet auch selbst nie ab und läuft im Dauerbetrieb. Auch da Respekt an den Hersteller. Doch weiß man vom Menschen, dass er Schlaf braucht um gesund zu bleiben. Ist bei Smartphones vielleicht gar nicht so anders als bei uns. Also, mal abschalten, tut gut und hält länger.

 

21.11.2015

Man hat mir einen Stein gegeben. Dieser Stein ist schwer und uneben. Er ist sicher. Steine sind kalt, Steine sind hart. Man baut aus Stein, man baut auf Stein. Im Weltall können Steine fliegen – auf der Erde liegen sie still dar. Auf Steine wirkt vieles ein, während die Welt  an ihnen vorüberzieht. Man kann Steine aufbrechen und das was man darin findet ist kalter, harter Stein. Das Innere eines Steins erfährt man nicht durch sein Aufbrechen oder Zermalmen. Das Innere eines Steins bekommt man nur zu spüren, wenn man ihn berührt und ihn auf sich wirken lässt. Seine Härte spürt man, wenn man sein Inneres haben will. Will man das Innere eines Steines haben, scheitert man entweder weil der Stein zu fest ist zum Aufbrechen, oder man schafft es ihn kaputt zu machen und weil man nichts findet mit dem man etwas anfangen kann, macht man weiter...

Am Ende bleibt nur Staub, der jederzeit durch einem Windstoß davongetragen werden kann.

 

20.11.2015

Wirtschaft muß wachsen – warum? Warum kann sie sich nicht einfach bewegen und sich manchmal ausruhen, so wie wir es selbst auch tun?!X Ist Wachstum nicht auch aggressiv? Ist  Wachstum nicht Verdrängung und sind Verdrängung und Aggressivität wirklich jedermanns Sache? 

Jedermann wird dazu angehalten an der Wirtschaft teilzunehmen, jedermann wird von den Medien mit Wirtschaftsdaten beschossen und zwar mit wachsender Begeisterung, als seien diese Informationen das Wichtigste der Welt.

 

23.10.2015

Bartwichse – ein Begriff, der überraschend kontrovers ist und in aktuellen Zeit, in der uns das Internet mehr sexuelle Aufklärung bietet als uns lieb ist, besonders gut hervorhebt wie stark unsere Hemmungen eigentlich sind im persönlichen Umgang miteinander.

Während man im Mittelalter das Rülpsen und das Furzen noch für selbstverständliche und gar anerkennende Verhaltensarten hielt, traut sich heute meine Friseurin nur hinter vorgehaltener Hand und mit halber Stimme mir Bartwichse als Pflege- und Stylingmittel für meinen Bart zu empfehlen.

Hemmungslose Fleischeslust mit Wildfremden vor der Kamera – maßlose Hemmungen im täglichen Miteinander.

Bartwichse – vielleicht ist dieser Begriff visuell zu eingängig und für uns zu einfach in einen zu wörtlichen Kontext zu verwickeln, der uns zu sehr an das erinnert womit wir uns täglich umgeben.

 

18.10.2015

Genial, diese Meldung hier besagt im Groben, dass Russen und Europäer nicht nur gemeinsam bemannte Mondmissionen planen, sondern dass sie sogar die Besiedelung des Mondes ins Auge gefasst haben. 

Gesehen bei Euronews: Russland und Europa wollen zusammen Menschen auf den Mond schicken http://de.euronews.com/2015/10/17/russland-und-europa-wollen-zusammen-menschen-auf-den-mond-schicken/

Vor ein paar Jahrzehnten noch, wäre eine solche Meldung garantiert länger in den Schlagzeilen gewesen, als die Griechische Staatspleite.

Spannend ist es aber schon zu beobachten, wie normal eine solche Denkweise für uns geworden ist: zum Mond fliegen, dort ein Lager aufschlagen, den Planeten ausbeuten, ein paar Aliens treffen… Das kommt vielleicht dadurch, dass solche Fantasien in den letzten Jahrzehnten oft genug durch Filme und Games sich in unseren Köpfen etabliert haben. Ob man vielleicht den Weltfrieden in ähnlicher Weise in die Köpfe rein bekäme?!X

 

11.10.2015

Es gibt kaum noch Menschen, die mir begegnen, die einem zuhören. Die meisten, mich inklusive, versuchen im Gespräch etwas loszuwerden mit vielen Worten und mit viel Stimmgewalt. Was will man eigentlich loswerden? Ballast?! X Oder will man vermitteln, dass das Gegenüber einem nicht auf die Pelle rücken soll?!X

Belastet einen etwas, so versucht man es loszuwerden. Fühlt man sich bedrängt, versucht man Abstand zu erzeugen.

Also, ist das ganze Geschwätz ein Symptom einer überlasteten Menschheit, oder nur Mode und Zeitgeist? Es ist jedenfalls auffällig und weit verbreitet. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass der Mensch eine Welt erschaffen hat, die schnell reagieren kann. Informationen, Bestellungen, Änderungen, all das kann und wird heute teils schnell vollzogen. Unsere Maschinen, das Internet, unsere Smartphones liefern schnell Ergebnisse und vielleicht haben wir unterschwellig das Gefühl, das wir damit Schritthalten müssen?!X

 

11.10.2015

Ich bin so erzogen worden, dass das Lesen von klassischer Weltliteratur ein unbedingtes Muss und ein wichtiger Teil der Allgemeinbildung ist. Ich habe mich schon als Kind dagegen gewehrt dies zu tun und stehe auch heute noch dazu. Im Unterschied zu meiner Kindheit, weiß ich heute warum ich mich dagegen gewehrt habe. Lebenswerke von Menschen zu überfliegen um hinterher bloß mitschwätzen zu können und um den Eindruck erwecken zu können, dass man wissend und gebildet sei, macht genau so viel Sinn wie sich in einen Fitnessclub einzuschreiben und niemals hinzugehen. Außerdem fehlt dem alten Zeug die Musik, Musik, die man bei modernen Poeten wie Laith Al-Deen, Andreas Bourani, Sivert Høyem oder Tom Waits findet. Musik und Poesie von heute, die mindestens genau so viel Gültigkeit und vor allem Bedeutung enthält, wie die alten Gedanken großer Autoren und Poeten.

 

02.09.2015

„Die Gedanken sind frei“ – ein tolles Lied zu einem großen Thema. Die Gedanken sind natürlich frei, solange sie dort bleiben, wo sie herkommen – im Kopf. Sobald sie geäußert oder gar aufgeschrieben werden, hm, hm, hmmm… da nehme ich mir lieber die Freiheit, meine Meinung darüber, was mit geäußerten Gedanken passiert für mich zu behalten. Warum? Ach, nur so… 

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Gedanken nur theoretisch, also in gedachtem Zustand frei sind.

Da hab ich letztens eine Werbung eines großen, kostenlosen E-Mail-Dienstanbieters gesehen, der das Lied „Die Gedanken sind frei“ als Untermalung für seine Werbung verwendet hat. Kostenlos, habe ich mir gedacht gibt`s eigentlich nichts. Ich weiß nicht, irgendwie hat mich genau dieses Lied, bei genau diesem Dienstleistungsangebot stutzig gemacht. Aber wahrscheinlich übertreibe ich, spinne oder bin etwas empfindlich. Fremde E-Mails lesen, fremde Gedanken durchstöbern, wie soll das denn gehen? Die Gedanken sind doch frei…

 

28.08.2015

…apropos Glaube – der Glaube, dass man als Mensch Fleisch essen muß, ist ja immer noch sehr weit verbreitet, trotz der überpräsenten Dauerbeschallung von Tierschützern und Tierempathen. Heutzutage kann sich eigentlich niemand mehr, weder Jung noch Alt mit dem Spruch „das hab ich jetzt aber nicht gewusst, dass das so läuft“ aus der Affäre ziehen und die Augen vor der Sauerei verschließen, die täglich Millionen von Tieren das Leben kostet.

Wie dem auch sei, eine weltweit bekannte und sehr beliebte Fastfood-Kette hat kürzlich ihr Menü modifiziert und den herkömmlichen, sehr erschwinglichen vegetarischen Burger, durch eine Deluxe-Variante ersetzt. Diese neue Kreation ist erstens erheblich teurer als der Vorgänger und zweitens geschmacklich kaum zu unterscheiden von einigen fleischhaltigen Burgern derselben Fastfood-Restaurant-Kette. Und da wären wir wieder beim Thema: wenn der Geschmack dieser meist fast schon vorverdaut anmutenden fleischhaltigen Burgerscheiben kaum noch zu unterscheiden ist von seinen vegetarischen Gegenstücken, was lässt uns da noch glauben, dass wir Fleisch essen müssen?!X Der Geschmack ganz sicher nicht mehr.

 

28.08.2015

Deutschland ist ein zutiefst gläubiges Land. Es ist ein Land der Meditation, der Stille, ein Land der Muße und ein Land der Glaubensarbeit. In vielen Straßen herrscht Ruhe und geregeltes Leben und die Menschen dieses Landes verrichten täglich, gut getaktet ihre Glaubenszeremonien, ähnlich wie in einem Kloster, nur dass das Kloster auf das gesamte Land ausgedehnt scheint.

In vielen Deutschen Büros herrscht meditative Konzentration und geschäftige Beschäftigung mit der Sache. Deutsche sind gar nicht so ungläubig, wie man ihnen nachsagt. Unser Glaubensthema ist nur ein anderes. Unser Deutscher Glaube versetzt Berge und Flussläufe, schafft Täler, Häuser und Städte, verändert das Antlitz des Landes, ernährt uns und gibt uns Halt. Außerdem unterscheiden sich unsere Glaubenspraktiken kaum von denen traditioneller Religionen. Wir sitzen täglich, mehrere Stunden in regungslosen Körperhaltungen in unseren Büroräumen und lassen uns anleuchten von künstlicher Beleuchtung bzw. wir lassen uns erleuchten von der unendlich tiefen Weisheit, die sich hinter unseren Bildschirmen verbirgt. Der Unterschied zu einem betenden Hindu, der in meditativer Yogahaltung seinem Glauben nachgeht, scheint mir nicht groß.

Wie brave Mönche wandern wir täglich die gleichen Pfade auf und ab und nehmen diszipliniert zu exakt den gleichen Tageszeiten unsere Mahlzeiten zu uns.

Wie gesagt, wir sind sehr gläubig und wenn man genau hinschaut und vergleicht, ist unsere Glaubenspraxis, unser tägliches Glaubenszeremoniell nicht viel anders als die anderer Religionen – ich bitte Sie, unser Alltag ist Religion pur.

 

27.08.2015

Viele von uns trauen sich erst dann ernsthafte Schritte zu machen, Schritte, die ernsthafte Veränderungen bedeuten, wenn sie genug Geld im Rücken haben. Ohne diese Rückendeckung, die ja nicht ganz einfach und schnell zu beschaffen ist, rühren sich viele nicht von der Stelle…

Schade, dass man erst im Lotto gewinnen oder erben muß, um frei zu atmen, frei zu denken und um sich frei zu bewegen. Schade auch deshalb, weil wir uns diese Bewegungsblockaden selbst und gegenseitig auferlegen, subtil aggressiv propagieren und am Laufen halten. Deutschland, so scheint mir, ist eben ein Land, das aufs Alter ausgerichtet ist, nach dem Motto: erst die Arbeit und dann, mit etwas Glück, wenn man sich kaum noch bewegen kann und Kreislauf und Rücken nicht mehr so richtig wollen, ja dann das Vergnügen.

 

24.08.2015

Unsere Rechtschreibung ist sehr flexibel momentan. Ich kann „dass“ mit Doppels oder dass mit Eszett schreiben. Ein einheitliches Format fehlt. Ich kann einen Brief ganz formlos mit „Hallo…“, statt mit „Sehr geehrte Damen und Herren,…“ anfangen. Es gibt da mittlerweile nur grobe Vorgaben. Es gibt zig solcher Beispiele. Dinge und Prozesse scheinen sich heute rasant zu entwickeln, dass es offenbar keinen Sinn mehr macht sich auf Formate zu einigen – sie überholen sich zu schnell.

Ein Zyniker könnte bei solchen Zuständen eigentlich locker von einer Gesellschaftskultur ohne Format sprechen, oder?!X

Oder ist diese formlose Einstellung zu den Dingen bloß eine Reaktion auf die übertriebenen Zwänge der vorangegangenen Generationen und ihrer starren Gesellschaftsformen?

 

22.08.2015

Ich habe über den Spruch „der Kunde ist König“ nachgedacht und mir ist folgendes aufgefallen: ich bin privat krankenversichert. Ich zahle monatlich eine Menge Geld an meine Kasse. Wenn ich mal zum Arzt gehen muß, dann muß ich die Rechnung, die ich vom Arzt erhalte meiner Krankenkasse erst vorlegen, damit sie sich überlegen kann, ob sie diese Rechnung zahlt oder welchen Teil sie von dieser Rechnung begleicht. Ich bin Kunde meiner Krankenkasse. Ich lege monatlich Geld auf den Tisch und ich muß mich beim Einreichen meiner Rechnung fragen, ob mein Anspruch, den ich Jahre im Voraus, jeden Monat pünktlich  selbst bereits schon vorausgezahlt habe beglichen wird??? Wo gibt’s denn sowas?

Dann zahle ich noch Steuern – jede Menge. Bin ich König, oder ist der König, der das Gelb bekommt?

Ich habe den Eindruck, dass es wichtig ist hin und wieder über solche Sprüche und ihre tatsächliche Relevanz in der Realität nachzudenken.

 

21.08.2015

Letztens habe ich eine alte, rote Holzkugel vor dem Haus in dem ich wohne gefunden. Diese Kugel gehört zu einem überdimensionierten Holzmurmelspiel meiner Kinder. Die Kugel war schon sehr verwittert als ich sie fand. Da hab ich mich gefragt: was würden wohl Archäologen denken und schlussfolgern, wenn sie eines Tages die Ruine dieses Hauses finden würden und davor diese alte, verwitterte, rote Holzkugel?!X Würden sie denken: oh, die Menschen der Altzeit hatten aber sehr einfache Spielzeuge für ihre Kinder… Oder: mein Gott, die waren aber arm, die Bewohner dieses Hauses… Oder: naja, so war das eben in der Altzeit, es waren halt primitive Menschen, die damals hier gelebt hatten.

Wenn wir heute irgendwelche alten Wasserleitungen aus der grauen Vorzeit finden, heißt es doch auch immer: schaut her, das waren wenigsten keine totalen Volltrottel, die kannten immerhin Fließendwasser… 

 

20.08.2015

Ich habe mir kürzlich ein Buch mit Gutenachtgeschichten für Kinder gekauft. Ein tolles Buch mit 50 Geschichten aus aller Welt, nett illustriert. Das Buch war offenbar im Angebot, denn es pappte ein riesiger neonroter Rabattaufkleber auf dem Cover.

Zuhause habe ich versucht den Aufkleber runterzukriegen, denn er verdeckte einen nicht unwesentlichen Teil des schön gestalteten Buchumschlags. Fehlanzeige… Dieser dämliche Rabattaufkleber klebte so fest am Buchdeckel, dass man ihn einfach nicht runterbekommen hat. Ein Sinnbild, oder?!X Geld über Ästhetik und Inhalt. Es pappt an allem wie die Pest und man kriegt es nicht ab und vor allem: es verdeckt Wesentliches.

Die Frage, die sich der ein oder andere Leser natürlich stellt ist: ja, hast du dir das Buch denn nicht gerade wegen dem günstigen Preis gekauft? Die ehrliche Antwort: Nein. Und es ist ein Ärgernis, ein schönes Buch zu besitzen, das so verhunzt ist. Außerdem zeigt es, dass Ästhetik und Inhalt oft nur über den Preis wahrgenommen werden bzw., dass angenommen oder davon ausgegangen wird, dass der Preis an erster Stelle steht und über alle anderen Entscheidungskriterien dominiert.

 

07.08.2015

In den Nachrichten haben sie davon berichtet, dass es Überlegungen gibt, Eltern von Schülern, die in marode Schulen gehen an Reparatur- und Instandhaltungskosten zu beteiligen. Das ist doch klasse, das heißt, dass der Staat mit seinen sprudelnden Steuerrekordeinnahmen so arm dran ist, dass Eltern die Klassenzimmer ihrer Kinder gleich selbst zimmern können. Frag nicht, was dein Staat für dich tun kann…

Ja ja, der Staat und die Steuer, ach nee, der Tod und die Steuer, so heißt es glaube ich richtig.

 

28.07.2015

Ich verstehe nix von Wirtschaft, aber letztens kam was in den Nachrichten, das habe ich glaube ich verstanden. Es ging darum, dass Chinesische Privatanleger in der jüngeren Vergangenheit dazu motiviert wurden Gold zu kaufen als Wertanlage. Nun fällt der Goldpreis und die Wertanlage der armen Kleinanleger schmilzt natürlich. Der Knaller ist aber, dass viele dieser Anleger gar kein Geld hatten sich Gold zu kaufen. Also hat die Chinesische Regierung Kredite gefördert, die den Kauf von Gold im privaten Sektor fördern sollten. Das heißt, man geht hin und sagt: kauf Gold! Der Chinesische Ottonormalverbraucher sagt: Ich hab gar kein Geld dafür! Darauf die Regierung: dann pump dir welches von mir…

Was sagt die Regierung eigentlich jetzt, wo die versprochene Wertsteigerung bei Gold hin ist, die Zinsen für die Kredite aber fällig sind?!X

 

17.07.2015

Alle Löcher sind zu, alle Plätze sind belegt. Man gräbt nur noch tiefer, noch härter. Es ist alles schon durchlöchert. Wie in einer sich täglich steigernden Massenhysterie glaubt man, dass uns der Platz, die Luft und die Lebensgrundlagen ausgehen. Panik und Gewalt steigen auf. Man schaut sich nicht um nach neuen Plätzen, nach neuen Löchern und lässt die alten in Ruhe.

Zwischen Alt und Neu überwinde man die Scheu

 

17.07.2015

In der Mitte des Lebens steht ein Mann. Er geht hinauf eine enge Wendeltreppe aus leicht vergilbtem Marmor, bis er oben angekommen ist. Er trägt einen dunklen Bart, den er sich zum ersten Mal in seinem Leben hat wachsen lassen. Ein junges Liebespaar huscht an ihm vorbei nach unten. Sie wechseln. Er geht hinauf, sie hinab.

Er erreicht einen neuen Ausblick, große Fenster rundherum, nettes Zimmer, guter Wechsel.

 

14.07.2015

Es gab mal eine Zeit, da hatten Kinder nach der Schule, am Wochenende und in den Ferien frei.

Es gab mal eine Zeit, da hatte man am Feierabend frei.

Völlig richtig, davor, vor dieser Zeit, gab es die Sklaverei und Leibeigenschaft. In dieser Zeit, wurde das Kind aber auch beim Namen genannt. Es war schick Sklaven zu halten und rechtens war es auch. Politische Korrektheit war noch nicht erfunden. Politische Korrektheit – was für eine Erfindung unserer Zeit.

 

11.07.2015

Es ist wichtig Bildung zu haben – ja. Warum? Es ist wichtig Bildung zu haben, weil man in gebildeten Ländern einen Vorteil gegenüber seinen Mitmenschen durch Bildung zu erlangen erhofft. Das heißt also Bildung ist wichtig, aber wo? Dort, wo sie einen Wert darstellt, der eine Person gegenüber einer anderen wertvoller erscheinen lässt. Das heißt, es gibt auch andere Dinge, die das gleiche wie Bildung erreichen können – ja. Zum Beispiel Waffen. In manchen Ländern macht es mehr Sinn eine Waffe zu haben, damit man im Vorteil gegenüber seinen Mitmenschen ist. 

Menschen mit Bildung sehen das vielleicht anders, vielleicht weil sie nicht zugeben wollen über welche Waffen sie verfügen. Waffen töten und Bildung rüstet.